54. Korinth Kanal

Panama Kanal – Suez Kanal – Korinth Kanal

Sind die grössten Kanäle auf der Welt – jetzt haben wir alle drei durchquert!



Am Morgen auf dem Weg zum Kanal von Korinth und mit Gegenwind und Gegenströmung durch den imposanten, drei Seemeilen langen Kanal. 

10. Juni 2018

 

Von Korfos aus war es nicht mehr weit bis zum östlichen Eingang in den Korinth Kanal, bei Isthmia. Wir kamen zwei Stunden nach Mittag an, zu einem Zeitpunkt wo das Sonnenlicht immer noch bis tief in den Kanal scheinen wird. Die Formalitäten beim Kanaleingang sind sehr simpel. Eine halbe Seemeile vor dem Kanal ruft man auf Kanal elf die Kanalbehörde und man gibt Bootsnamen usw. Bescheid. Danach darf man am Steg festmachen und muss die Papiere zeigen und bezahlen. Der Korinthkanal ist der teuerste aller Kanäle auf seine Länge gesehen und wir drückten über zweihundert Euros ab. Aber es ersparte uns auch einige Meilen und war natürlich ein unvergessliches Erlebnis. Wir kamen zufällig gerade noch in eine Gruppe Schiffe, die Westwärts fahren wollten und konnten subito nach der Bezahlung die Leinen wieder lösen und losfahren! Es hätte gut sein können, dass man über eine Stunde warten muss, falls gerade die Boote von Westen her durch den Kanal fahren.



Bereit zum Anlegen



Der Kanal im Hintergrund, man kann hindurch sehen



Gibt es Platz am Steg?



Auf der Ostseite des Kanals



Der Kanal sah spannend aus – man konnte bis zum Westende durchschauen! Das Wasser war leuchtend grünblau und die Felsen aus Sandstein nun in einem gelblichen Ton.

Zu Beginn fuhren wir an dem Kanal Restaurant vorbei, wo die Menschen den durchfahrenden Booten zuschauen konnten und dann waren wir plötzlich tief zwischen den hohen Felsen in der Stille. Vor uns war noch ein anderes Segelboot, ein weiteres war abermals davor, doch das verloren wir bald aus den Augen. 

Die Bedingungen die wir antrafen, waren recht anspruchsvoll: Es blies ein starker Wind mit 25 Knoten durch den Kanal. Zudem war die Gezeitenströmung von fast zwei Knoten gegen uns! Über Funk hörten wir zuvor schon die ganze Zeit über die Kanalbehörde vehement die Schiffe aufrufen «increase your speed!», «beschleunigen Sie die Geschwindikeit!» Gottseidank kam dieser Aufruf bei uns nicht, unsere vier Knoten Geschwindigkeit waren bei diesen Bedingungen bereits unser Limit!

Es war Konzentration angesagt, um schön in der Mitte des nur zwanzig Meter breiten Kanals zu bleiben. Gedanken an Motorversagen waren auch strikte untersagt! Nur nicht daran denken, was passieren könnte! Trotzdem gingen Gedanken wie diese natürlich kurz durch unsere Köpfe, jedenfalls durch Kims und meinen… Aber die Fahrt durch das türkisblaue Wasser, zwischen den sandfarbenen 80m hohen, senkrechten Felswänden hindurch, war dann so einnehmend und atemberaubend, dass diese Gedanken einfach verdrängt wurden. Wir fuhren unter Brücken durch, die schöne Schattenmuster auf die Felswände zeichneten. Teilweise wurde der Kanal breiter, da dicke Felsbrocken sich gelöst hatten und abgebrochen waren. Dadurch kam es wohl auch, dass der Kanal immer Dienstags wegen Wartungsarbeiten geschlossen ist. Nach einer halben Stunde wurden die Felswände langsam wieder niedriger, je weiter wir zum westlichen Ausgang kamen. Die ganze Fahrt für die drei Seemeilen, die der Kanal lang ist, hatten wir mit unseren vier Knoten eine Dreiviertelstunde.



Die Einfahrt in den Kanal fürt am einem Restaurant vorbei



Das Wasser hat eine erstaunliche Farbe




Braune Sandsteinfelsen am Ufer



Wir haben Gegenströmung und Gegenwind



Eine spannende Fahrt!



Die Felwände werden zur Mitte hin immer höher





Wir fahren unter diversen Brücken hindurch, welche spannende Schatten an die Felswände werfen











Unter der Brücke durch



Schattenspiel!



Die «Fussabdrücke» sollten aus der Bauzeit des Kanal stammen…?!








Der Sandstein ist brüchig



Der Kanal ist jeden Dienstag für Unterhaltsarbeiten geschlossen



Altes Mauerwerk 



Bald durch – die Felswände werden wieder niedriger







Graue Wolken auf der Westseite des Kanals



Das Boot in der Mitte des nur 22m breiten Kanals zu halten fordert Konzentration, besonders bei Gegenwind und -strömung



An beiden Enden des Kanals gibt es eine absenkbare Brücke



Die Fahrzeuge warten darauf, dass die Boote durch sind und die Brücke wieder hochgefahren wird



Das Brückenteil ist unter Wasser!



Das Brückenteil ist gerade im Begriff, wiedrer an der Oberfläche zu erscheinen




 

Absenkbare Brücken im Kanal und ein Gewitter und Gegenwind im Golf von Korinth

10. Juni 2018

Der Westliche Ausgang des Korinth Kanals und auch der Östliche, hat je eine absenkbare Brücke, was ein interessantes System ist, wie ich finde! Als wir durch waren, konnten wir beobachten, wie die Autos Schlange standen und sehen, wie die Brücke langsam wieder aus dem Wasser kam! Interessant sind die diversen verschiedenen Systeme: Brücken, die angehoben werden, damit die Segelschiffe durchfahren können, Brücken, die wie gesagt, abgesenkt werden oder eine andere Variante, die wir ein paar Tage später auf der Insel Lefkas kennengelernt haben, ist ein Brückentyp, der selber einen Motor hat und sich auf dem Wasser fortbewegen und zur Seite fahren kann!

Wir waren also aus dem Kanal rausgefahren und stellten fest, dass der Himmel im Golf von Korinth der Himmel überzogen ist und im Norden sogar eine Gewitterfront am aufziehen war. Die Stadt Korinth war nur ein paar Seemeilen entfernt, wir hätten gut da hinfahren können, die Konsequenz wäre einfach, dass wir am nächsten Tag weiter hätten fahren müssen. So entschieden wir uns, die zehn Seemeilen zu segeln, bis zu dem Ort «Kiota», auf dem Pelepones. 

Das waren harte zehn Seemeilen und schlussendlich auch mehr als zehn, weil wir nämlich gegen Wind und Wellen aufkreuzen mussten! Wir bekamen nur ein paar Tropfen Regen ab, aber viel von dem Wind des vorbeiziehenden Gewitters! Es war eine spektakuläre Szenerie um uns herum. Wir bereuten ein wenig unseren Entscheid, mussten uns halt durchkämpfen, waren aber dann trotzdem froh, die Strecke hinter uns gebracht zu haben, als wir in Kiota im Hafen ankamen!




Im Golf von Korinth ist das Wetter trüb!



Zu unserer linken Seite liegt die Stadt Korinth



Nur zehn Seemeilen Fahrt aber mit Gegenwind!



Wolkenspiel am Himmel und viel Wind



Sicht auf den Pelleponnes



Die Fahrt nach «Kiota» auf dem Pellepones dauert länger als gedacht!



Der Hafen von Kiota



 

Eine Nacht im Hafen neben einem Frachter und im «Päckchen» in «Kiota»

10. Juni 2018

 

Wir kamen am Abend in Kiota an und fuhren direkt in den Industrie Hafen. Dort gab es viel Platz neben zwei Frachtern aber schlussendlich doch keinen geeigneten für uns. Ein Charterboot mit drei Deutschen Seglern lag vor dem Frachter am Pier. Diese Herren beobachteten uns uns boten uns an, bei ihnen längsseits, als «Päckchen» festzumachen. Das war ein nettes Angebot und immer schön, wenn Segler sich so gegenseitig unter die Arme greifen! Wir schätzten dies und hatten noch gute Gespräche über die Reling!

Kim und ich schlenderten danach noch kurz durch die authentisch griechische Stadt und waren recht erstaunt, wie chic und gut hergerichtet die Stadt war. Wir begegneten keinen Touristen, auch die Speisekarte war nur auf griechisch, und es gab «fancy» Bars und Restaurants und exklusive Läden. Es schien der Stadt und den Menschen in Kiota gut zu gehen.




Wir liegen im «Päckchen» mit einer Charteryacht



Gewitterstimmung in Kiota



Farbenspiel 



Der Strand von Kiota auf dem Pelleponnes 



Sicht auf das Griechische Festland


 

Fotovergleich von der Abendstimmung!

 


Kiota



Kiota



Strand von Kiota



Kiota Hafen



Wieder zurück, und es ist kalt in Griechenland!



Unser Nachbarsschiff

 

 

 

Über windstilles Wasser in Richtung der historischen Stadt «Galaxidi» im Golf von Korinth und wir holen unseren Feriengast, der eine lange Busfahrt hinter sich hat, ab!

11. Juni 2018

 

Von Kiota nach Galaxidi, einem touristischen Ort in der Nähe des «Orakels von Delphi» waren es etwas über dreissig Seemeilen. Wieder einmal war Windstille und wir mussten den ganzen Tag über mit Motorunterstützung reisen. Es gab uns die Gelegenheit, wieder mal vom Schiff aus ins kühle Nass zu springen und das tiefblaue Meer unter uns zu geniessen! Auf dem spiegelglatten Wasser konnte man alles sehen, so sahen wir von weitem etwas das wie ein Fender aussah. Beim Näherkommen stellte sich tatsächlich heraus, dass das ein Fender war. Das lustige war, dass wir die Dimension des Fenders überhaupt nicht einschätzten konnten, und als wir ihn an Bord hatten, war der so riesig! Das ergab so ein urkomisches Bild – entweder ist unser Boot winzig, oder eben dieser Fender riesig – je nachdem wie man es anschaute! Jedenfalls ergab sich aus diesem Fund auf dem Wasser eine extrem lustige Situation!

Am Abend um fünf kamen wir in dem hübschen Ort Galaxidi an. Es gab eine lange Hafenmauer wo schon viele Boote festgemacht hatten. Das Wasser ist bis nahe an die Mauer tief und so können wir ganz nah rückwärts an der Mauer festmachen. 

Galaxidi ist nicht riesig und wir hatten bald uns ein Bild vom Ort gemacht. Und es gefiel uns! Wie wir aus der Recherche erfuhren, erlebte Galaxidi im 18Jh. unter venezianischer Regierung eine Hochblüte, da es als ein wichtiger Hafenort war. Zeugen davon waren die grossen Herrschaftshäuser, die von den Nachfahren heute noch gut gepflegt werden. Vor dem Badestrand war eine kleine Bar und das Wasser war klar!

Unser Feriengast, der Vater von Kim, kam uns hier zum letzten Mal auf unserer Reise nochmals besuchen und wir konnten ihn, nach einer vierstündigen Busfahrt von Athen, am Abend abholen. Es war natürlich eine grosse Freude allerseits! Gyros, Tsaziki, Griechischen Salat und Rezina waren an diesem Abend das griechische Willkommensessen!




Windstille im Golf von Korinth



Blau in Blau!



Ein Badestop – Das Wasser ist superklar!

 


Wir finden einen treibenden Fender auf dem spiegelglatten Wasser!



Der Fender ist riesig! 




Festgemacht im Hafen von Galaxidi



Galaxidi Hafen



Badeplatz mit Strandrestaurant in Galaxidi



Blick auf den Berg wo der historische Ort «Delphi» liegt. Hier wurde im antiken Griechenland das Orakel befragt!



Bucht vor Galaxidi



Galaxidi erlebte unter Venezianischer Herrschaft im 17.-18. Jahrhundert eine Blütezeit



Galaxidi



Auch hier ist das Wasser sehr klar!



Galaxidi ist ein hübscher Touristenort an der Ostküste im Golf von Korinth



Galaxidi



Eines der alten Herrschaftshäusern aus der Venezianischen Zeit in Galaxidi



Strassenkaffee in Galaxidi



Galaxidi



Galaxidi



Galaxidi



Handgemalte Schilder in Galaxidi



Schilder in Galaxidi



Kirche in Galaxidi



Kirchturm Galaxidi



Eine zauberhafte Gartenterrasse



Der Feriengast «Herby» kommt nach vier Stunden Busfahrt an!



Griechischer Salat, Gyros, Tzaziki und ein Bier – herzlich Willkommen!


 

 

 

 

In einem Mittelalter-Hafen in Nafpaktos, im Golf von Korinth und der Aufstieg zu der Festung

12. Juni 2018

 

Wir waren uns nicht sicher, wo unser nächster Stop sein würde. Wir waren auf dem Weg durch die Meerenge bei Patras zu fahren, doch wir hatten eigentlich keine Lust, in eine so grosse Stadt zu fahren. Viel lieber in eine kleines Städtchen… Es gab noch vor Patras einen winzigen Hafen, der in unserem Führer erwähnt wurde, doch auf den Satellitenbilder sah der schon von vielen kleinen Fischerbooten besetzt aus. Nach Patras gab es nichts, was uns reizte, also wagten wir den Versuch bei dem kleinen Hafen vorbeizuschauen.



Aufbruch am frühen windstillen Morgen in Richtung Patras



Die Küstenlandschaft im Golf von Korinth



Ostküste im Golf von Korinth



Ostküste Golf von Korinth



Besuch von einer Gruppe Delfine im Golf von Korinth!



Delfineüberraschung für den Feriengast!



Es gab ein paar schöne Videos von den grossen Delfinen!

 

 

Alles gut!

 

 

«Denner» Papiertasche umfunktioniert!

 


Es war der Hafen von Nafpaktos und der Ort war eine grosse Überraschung! Wir kamen zu einem geschichtsträchtigen Ort in einen vollständig erhaltenen Hafen mit zwei Türmen, der aus dem Mittelalter stammt. Oberhalb der Stadt gab es eine riesige Festung mit noch grossen Teilen erhaltenen Festungsmauern. Sie bot erfolgreichen Schutz gegen ein 30 000 Mann starkes osmanisches Heer und einer viermonatigen Belagerung im Jahr 1477. Erst nachdem ein Heer mit 150 000 Mann ein paar Jahrzehnte später den Versuch wiederholte, gelang es den Eroberern die Stadt einzunehmen. 

Wir kamen also zu der Einfahrt in den historischen Hafen, die recht eng war und das Hafeninnere klein. Mir war es ein wenig unwohl und ich befürchtete sehr seichtes Wasser im Innern. Doch es gab nur eine gut erkennbare Stelle bei der Einfahrt, wo sich Sand und Steine abgelagert hatten und der Rest war überall tief! Es gab drei breite Stege, wo wir hätten festmachen können. Wir entschieden uns für einen davon und legten in der Mitte des Hafens den Anker und fuhren rückwärts mit zwei Leinen an den Steg. Wir waren das einzige «grosse» Boot im Hafen und es war fantastisch, so mittendrin zu sein! Ringsum war lebendige Stadt mit Cafés und Restaurants. Wenn man aus dem runden Torbogen aus dem Hafen rausging, kam man gerade zum langen Kiesstrand, wo viele Menschen badeten. Wir waren entzückt, wo wir da so überraschend gelandet waren und freuten uns auch für unseren Feriengast!

Es war erst Nachmittag und wir hatten noch viel Zeit um die Stadt zu erkunden. Aber wir kamen noch nicht weit, zuerst gab es einen Uzo mit einem feinen «Meze»-Plättchen dazu in einer Bar! Meze werden die Speisen genannt, die oft in Giechenland zu einem alkoholischen Getränk serviert werden. Da gab es Salami, Käse, Oliven, Tztaziki usw. Danach waren wir gestärkt und freuten uns auf den Aufstieg zur Festung und den Blick über die Dächer! Es war dann recht weit und es gab verschieden Pfade und verschiedene Eingänge in die Burg. Wir erwischten einen Pfad, der zu einem der Seiteneingänge führte und der war leider zu! Dafür erschreckten wir an dem Stillen Ort eine der grossen Blindschleichen – welche wiederum uns erschreckte!

Es war schön, einfach so im Schatten der Pinien zu sitzen, die starken Burgmauern zu betrachten und sich vorzustellen, was vor vielen hundert Jahren dort hätte passiert sein können… zudem ins Tal auf die Häuser von Nafpaktos und aufs Meer zu blicken.

Wir fanden dann einen Trampelpfad, der uns auf die andere Seite zum Haupteingang führte, doch der war auch seit drei Uhr nachmittags geschlossen! Nun ja, wir hatten trotzdem viel gesehen und so machten wir uns wieder auf den Weg zurück in die Stadt, um nach der Hitze noch kurz ins Wasser zu springen! Am Abend suchten wir uns ein kleines Restaurant in einer hinteren Gasse, wo Einheimische hingehen und fanden auch eines. Das Essen ist an solchen Orten oftmals sehr gut, authentisch und erst noch preiswerter!




Vor der schmalen Einfahrt in den historischen Hafen von Nafpaktos!



Wir der kleine Hafen wohl tief genug sein für uns?



Die Elas ist vertäut!



Herby 



Der mittelalterliche Hafen von Nafpaktos, die Elas an bevorzugter Lage



Wachturm bei der Hafeneinfahrt, Nafpaktos



Im Hafen von Nafpaktos



Nafpaktos



Nafpaktos



Hinter der Hafenmauer in Nafpaktos



Ein sonniger Badetag in Nafpaktos



Der hübsche historische Hafen von Nafpaktos



Hafenmauer Tor, Nafpaktos


 Nafpaktos





Ein kurzer Aufstieg zur Historischen Burg in Nafpaktos



Eine Blume für den Hut!



Schon ein Stück Höhe erreicht!



Blick auf die grosse Bucht von Nafpaktos, auf der Ostseite im Kanal von Korinth



Blick auf die nördliche Bucht in Nafpaktos



Nafpaktos



Auf der Höhe bei der Burg angekommen, aber das Tor ist geschlossen!



In der Höhe, Nafpaktos



Die Festung in Nafpaktos 



Die Eroberung der Stadt konnte durch die Festung mehrmals erfolgreich abgewendet werden 



Blick gegen Süden, Kanal von Korinth, Nafpaktos



Ein Modell der effizienten Burg in Nafpaktos


Vor-Geburtstagsfeier in einem Einheimischen Restaurant!

 

 

 

 

 

Unter der 2.9 km langen Rio-Andirrio Brücke bei Patras hindurch

13. Juni 2018

 

Wir planten in den nächsten paar Tagen früh loszufahren, um die täglich geplanten 30 Seemeilen beizeiten hinter uns zu bringen. Wir hatten insgesamt zwei Wochen Zeit um unseren Feriengast in Dubrovnik wieder abzuliefern. So verliessen wir den Hafen von Nafpaktos um in Richtung der Meerenge Patras zu fahren. Es war fast kein Wind aber ein schöner sonniger Morgen, als wir unter der lange Brücke bei Patras durch fuhren. Scheinbar bestanden seit langer Zeit Pläne für eine solche Brücke über die Meerenge, an der jeweils auf beiden Seiten auch wieder Festungen zu sehen waren, zu bauen. Doch die Pläne scheiterten an deren Realisation wegen verschiedenster Problematik. Erstens war die Brücke über einem Erdbebengebiet, der Peleponnes verschiebt sich jedes Jahr um ein paar Millimeter und zudem war kein stabiler Boden für die Brückenpfeiler auszumachen. Sondierungen bohrten bis 100m tief und es wurde kein tragfähiger Fels gefunden. Trotzdem gelang es dann, in Zusammenarbeit mit Internationalen Firmen, durch äusserst innovativen Ideen und durch betreten von viel Neuland, die Brücke im Jahr 2004 eröffnen zu können. Uns ist aufgefallen, dass trotz der Brücke immer noch viele Autofähren zwischen den Ufern hin und her fuhren.

 

 

Nafpaktos nach dem Ablegen aus dem Hafen mit Sicht auf die Burg

 

 

 

Die «Rio Andirrio» Brücke bei Patras

 

 

Rio Andirrio Brücke

 

 

Die Rio Andirrio ist 2.883km lang und ist ein ingenieurtechnisches Wunderwerk

 

 

Bei Sondierungen bis in die Tiefe von 100m war kein fester Grund zu finden

 

 

 

Unterhalt an der Rio Andirrio Brücke

 

 

 

Die Rio Andirrio ist mautpflichtig. Es fahren immer noch Autofähren hin und her




 

 

Mit Landleine vor Anker bei der kleinen Insel «Oxia» am westlichen Ausgang des Golfs von Korinth und viele Unterwasser-Fotografien

13. Juni 2018

 

Gegen späteren Nachmittag waren wir dann bei unserem Ziel, einer kleinen Insel vor dem Golf von Korinth. Der Insel «Oxia». Wir waren nicht die Einzigen Segler, die die Idee hatten dort zu Ankern und so lagen wir neben einem Charter-Katamaran und den Deutschen Seglern, die wir in Kiota kennengelernt hatten. 

Wir vertäuten uns in eine schmale Ecke, die zu einem winzigen Kiesstrand zusammenlief mit zwei Leinen. Der Sprung mit der Unterwasserkamera – die ich endlich wieder zur Verfügung hatte – war schockierend! Das Wasser war durch einen unterirdischen Frischwasser-Zufluss eiskalt! Durch meine Fotoleidenschaft blieb ich so lange in dem kalten Wasser, bis ich ganz durchfroren und blau war! Doch ich war glücklich über die paar tollen Bilder, die entstanden waren. Auch im Mittelmeer gibt es viel unter Wasser zu entdecken.



Wir feiern mit unserem Feriengast Geburtstag!



Ein toller Ankerplatz bei der Insel Oxia, nahe am Ufer mit Landleinen



Speckbrot für das Geburtstagskind!



Oxia



Ersatz meiner ruinierten Unterwasserkamera ist da! Erste Unterwasserbilder von Oxia



Ein Seestern, diese Art gibt es auch in orange!



Seestern «Luidia alternata»!



Der Seestern in der Macroaufnahme



Felsbewuchs unter Wasser in Oxia



Dieses tolle Unter-Oberwasser Bild gelang Neele!




Am nächsten Morgen musste ich nochmals ins Wasser, zu spannend ist es die Unterwasserwelt mit der Kamera einzufangen!




Am Morgen in Oxia, andere sind auch schon unterwegs



Rote Seesterne gibt es viele



Dieses Fischchen «sitzt» häufig auf den bewachsenen Felsen



Dieses Fischchen ist ein «Tripterygion tripteronotus», sein Nachbar ist unbekannt!



«Tripterygion tripteronotus»





 

Auf dem Weg nach Lefkas, eine der Ionischen Inseln, die beinahe mit dem Festland verbunden ist und nur durch einen schmalen Kanal Zufahrt hat.

14. Juni 2018



Lefkada ist nur durch einen Kanal von dem Festland getrennt



Im Kanal vor Lefkada



Östlich liegt das Festland, westlich Lefkada


 

Lefkada rechts im Bild



Lagunenlandschaft an den Ufern



Eine kleine Mauer trennt den Kanal

 

 

Am frühen Morgen liess ich es mir nicht nehmen, nochmals mit der Kamera ins Wasser zu tauchen, aber diesmal mit dem Neopren! Darauf hin machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden, zur ionischen Insel Lefkas oder auch Lefkada genannt. Wir planten im Städtchen anzulegen und dann am nächsten Morgen die Brückendurchfahrt, die alle vollen Stunden erfolgte, zu machen. 

Die Fahrt durch den Kanal war sehr schön und interessant. Wir fuhren lange durch flaches Wasser welches auf beiden Seiten durch uralte Mäuerchen getrennt war, in denen Muscheln gesammelt werden. 

In Lefkas bot die Stadt viel Platz und Möglichkeiten um das Boot anzulegen. Es gab eine lange Mauer, die tiefes Wasser aufwies und parallel zur Strasse und teilweise direkt vor den Restaurants verlief. Es ergab sich, dass wir parallel zur Strasse festmachten und hatten aber trotzdem eine sehr ruhige Nacht. Die kleine gleichnamige Stadt war interessant und bot viele nette Ecken zum entdecken. 



Viel Platz in Lefkada für Boote!



Lefkada



Klein Venedig, Lefkada



Einheimischer Fischer 



Passionsblume



In den Gassen von Lefkada



Kaffee Bar in Lefkada



Lefkada



Lefkada



Lefkada



Dieser Turm hat den selben Jahrgang…Lefkada



Am Morgen danach – Brückendurchfahrt



Lefkada. Zu jeder vollen Stunde kann man die Brücke passieren



Kurz nach dem Morgenkaffee sind wir schon unterwegs



Lefkada, man lässt auf sich warten, bis wir endlich durch können!



Lefkada, die Brücke fährt selbst zur Seite, das haben wir noch nie gesehen



Lefkada, wir sind auf der andern Seite und durch!

 


Lefkada, es gibt alten Festungen auf der Insel



Lefkada, Festung



Lefkada



 

Anstatt eine Hebebrücke gibt es eine schwimmende Brücke in Lefkas!

15. Juni 2018

Wir verschliefen die neun Uhr Durchfahrt bei der Brücke! So machten wir uns bereit für die Zehn Uhr Durchfahrt und warteten eine Viertelstunde davor mit einigen anderen Boote im Kanal. Zehn Minuten nach Zehn fuhren immer noch Autos über die Brücke und wir schlossen alle immer wie mehr auf. Wir wurden langsam ungeduldig weil man immer wie besser auf die anderen Boote aufpassen musste, die alle versuchten, an Ort und Stelle zu bleiben. Aber auf einmal hörten wir ein Signal, das wir zuerst dem über die Brücke fahrenden Feuerwehrauto zuordneten. Doch es war die Brücke, die, wie wir es noch nie gesehen hatten, unter eigenem Motor zur Seite fuhr! Sie war somit wie ein Floss, mit je einer Plattform am Ende wo die Autos darauf fuhren, die wie bei den Autofähren. Es war lustig, die Brücke davon fahren zu sehen, wieder ein anderes Brückensystem.

Bald waren wir alle darauf hin durchgefahren und die Brücke konnte wieder an den angestammten Platz zurück. Und wir waren auf dem Weg zur kleinen Insel «Paxoi».


(Siehe Bilder oben)


 

 

Eine hübsche kleine Siedlung zwischen zwei Inseln auf «Paxoi»

15. Juni 2018

 

Als wir in die schmale Durchfahrt neben einer mit Pinien bewachsenen Insel durchfuhren, dachte ich schon, wir kämen in ein kleines Hafenbecken, doch es war eine schmale Durchfahrt zwischen einer kleinen Insel und Paxoi. So lag der Hafen gut von der kleinen Insel geschützt, da. Unser Platz neben vielen anderen Seglern war dann direkt vor der Gelateria – kann nicht schlecht sein! Der Ort war klein und sehr beliebt als Tages-Ausflugsziel und darum mussten wir auch am folgenden Tag um zehn Uhr wieder weg sein. Wir erkundeten den kleinen Ort und wanderten durch die Gassen und wieder zurück ans Meer. Es war Spring Tide und das Wasser teilweise über die Hafenmauer oder war nur einige Zentimeter davon entfernt. Es sah spannend aus, die Kinder hatten dann die Idee, ein kleines Bötchen in einer der Salzwasser Pfützen schwimmen zu lassen!





Satellitenbild von Paxoi



Bei der Einfahrt, Paxoi



Die Druchfahrt zwischen den beiden Inseln ist schmal, Paxoi



Festmachen am Steg in Paxoi



 

Paxoi, die teuersten Mooringkosten in ganz Griechenland, aber hübsch



 

Paxoi ist ein beliebtes Ausflugsziel



Direkt vor der Gelateria festgemacht!



Ein fröhliches Gesicht in Paxoi



Monument in Paxoi



Monument in Paxoi!



Springzeit in Paxoi, das Meerwasser läuft über



Hochwasser, gut um Schiffschen schwimmen zu lassen! Paxoi

 

 

 

Am griechischen Festland in «Sivota», ein Ankerplatz zwischen den Inseln und unerwartete Entdeckungen unter Wasser!

16. Juni 2018

 

Der Ankerplatz bei Sivota lag auf der Festlandseite zwischen ein paar Inseln deren Durchfahrt nur von der einen Seite für uns möglich war, weil es sonst zu seicht wurde. Somit waren wir eher in abgeschlossenem Gewässer, wo der Grund aus vielen Ablagerungen bestand. Weiter hinten gab es eine kleine Lagune, wo dann das Wasser ganz flach wurde. 

Wir machten nach unserer Ankunft mal eine kleine Dinghy Tour, um um die Inseln herum zu fahren, neben der wir geankert hatten. Wir waren erstaunt was wir zu sehen bekamen! Sivota schien ein ganz touristischer Ort zu sein, überall gab es etwas zu tun: Man konnte lernen Wasserskifahren oder ein Kayak mieten… und jegliches Andere. Es war geschäftig und auf den Felsen thronten die modernen Ferienvillas! Doch kaum kamen wir ein wenig weiter weg, war die Natur wieder pur und eindrücklich. Felsenhöhlen, Felsbrücken mit Durchblick und tiefblaugrünes Wasser – wunderschön. Wir hatten zwar den Schnorchel und die Taucherbrille dabei, aber ich vergass meine Unterwasserkamera auf dem Schiff und ohne die macht es nur halb soviel Spass! Also machten wir ein paar Fotos über Wasser von den schönen Felsen und dem Wasser und fuhren wieder zurück, um dort mit der Kamera und dem Schnorchel ins Wasser zu hüpfen!



Der Ankerplatz in Sivota



Sivota



Sivota



Sivota, mit dem Dinghy den Felsen entlang!



Die Farbe des klaren Wassers ist faszinierend,Sivota



Torbogen Felsformation, Sivota



Mit dem Dinghy unterwegs, Sivota




Im kleinen Ort Sivota unterwegs – Blumen und Süssigkeiten!



Sivota

 


Eine raffinierte Waffelmaschine!



Die Waffelstückchen gibts mit flüssiger Schockolade und Eiscreme!



Wespe, ganz nah!



Trompetenblume, Sivota



Eine ungewöhnliche Pflanze in Sivota, die wir noch nie gesehen hatten



Die selbe Pflanze aber offen, Sivota


Sivota




Was wir da dann alles im Wasser entdecken konnten, war so überraschend! In den mit rötlichem Bewuchs behafteten Felsritzen versteckten sich gut getarnte Fische. (Noch habe ich nicht recherchiert, wie diese Kelchen heissen, wir nennen sie Steinfische, weil sie so wahnsinnig gut getarnt sind!) Die Kinder entdeckten im Seegras einen Tintenfisch, in englisch «Cuttlefish». Der liess sich nicht so stören, als wir mit der Kamera immer wieder runtertauchten. Er tarnte sich einfach als Seegras – was so etwas von verrückt aussah – bis es ihm dann mal zuviel wurde und er davon schwamm. Beim zurück schwimmen bemerkte ich mehrere Fische um einen Stein herum, die neugierig darum schwammen. Dann sah ich den Oktopus, der wiederum gut getarnt,  am Stein klebte… Ob die neugierigen Fische wohl zu seiner Mahlzeit gehörten? Oder bekamen sie etwelche Reste ab? Jedenfalls ist es mir schon mehrmals aufgefallen, dass sich Fische um Kraken sammeln, warum das so ist – keine Ahnung! 

Wir waren also erstaunt, was wir alles an dem Ort im Wasser zu sehen bekamen, trotz dem vielen Sediment zwischen den Inseln, war das Wasser klar und wenn man geduldig war und manchmal lange an den selben Fleck blickte, gab es viel zu entdecken!

Gegen späteren Nachmittag machten wir noch einen kleinen Rundgang durch den Ort. Es gab viele Englische und Russische Touristen. Wohin diese Menschen wohl hingeflogen kamen, war für mich ein Rätsel. Mir war keinen grösseren Ort auf dem griechischem Festland, ausser Athen, bekannt, den man als Feriendestination kennt… Und doch war es ein geschäftiger, vielbesuchter, netter Ferienort mit Hafen und vielen Restaurants und Bars am Wasser.



 

Sivota, «Meerbarbenkönig» Apogon imberbis



 

Sivota, 



Sivota, Schriftbarsch «Serranus scriba»



Sivota, Kleiner Drachenkopf



Federwurm in Sivota. Wenn das Wasser rundherum bewegt wird, verschwinden die «Federn» in einer Röhre!


 

Sivota, Federwurm

 

 

Sivota, Wasserpflanze – oder ist es ein Tier. Im Meer weiss man nie so genau!

 

 

Sivota, Macroaufnahme eines Meerschwammes

 

 

Sivota, Federwurm (Fan tube worm)

 

 

Sivota. Meerpfau – ein passender Name

 

 

Sivota, wir entdecken einen «Cuttlefisch», einen Kraken

 

 

Sivota, Krake (Cuttlefish)

 

 

Sivota, Krake (Cuttlefish) Gut getarnt im Seegras

 

 

Sivota, Krake (Cuttlefish) Er ahmt sogar die Gräser nach!

 

 

Sivota, Krake (Cuttlefish)

 

 

Sivota, Oktopus

 

 

Sivota, wahrscheinlich eine Grundel, Name noch unbekannt

 

 

Sivota, Kleiner Drachenkopf, Scorpaena porcus

 

 

Sivota, Kleiner Drachenkopf, Scorpaena porcus

 

Sivota, eine kleine Moräne

 



 

 

Das Schiff im Stadthafen vertäuen und das Stadtleben der Altstadt von Korfu, ein «UNESCO Weltkulturerbe», ist ganz nah

17. Juni 2018

 

Es war immer noch Zeit genug, nochmals die Unterwasserwelt in Sivota zu erkunden und wir waren tatsächlich nochmals fündig geworden. Wiederum einer der gut getarnten «Steinfische» und andere Kleinigkeiten. Erfrischt und ausgetobt machten wir uns dann auf den Weg zur Hauptstadt der drittgrössten Insel von Griechenland, nach Korfu in die gleichnamige Stadt.

Es war kein Wind und das Wasser lag spiegelglatt vor uns. Wir sahen einige grosse Kreuzfahrt-Schiffe unterwegs, Korfu ist ein beliebtes Ziel, vor allem wegen ihrer interessanten Altstadt, welche unter dem Schutz von UNESCO steht. Es gab am südlichen Ende der Stadt einen Hafen, der schon voll war, und davor ein grosses Ankerfeld. Der Captain wollte ankern und die Crew wollte lieber am Hafen festmachen… Also nahmen wir die kurze Strecke um das alte Fort herum in Kauf, dahinter gab es eine Marina und weiter vorne noch den Stadthafen. 

Unser Funkruf bei der Marina, die zwar vor der fantastischen Szenerie der alten Festung lag, aber doch weit von der Altstadt, zeigte, dass die Marina fast 50 Euro die Nacht kostet. Das war zu teuer und wir schauten dann noch ein Stück weiter nördlich, beim Stadthafen vorbei. 

Da gabs noch einige Plätze und war zu unsere Entlastung erst noch gratis. Wir machten also an der renovierten Quaimauer fest und waren sehr zufrieden, direkt vor uns lag ein grosser Platz mit einem Restaurant und wir waren für einen sehr kurzen Fussmarsch vom Zentrum entfernt. Super!



Unterwegs nach Korfu, der drittgrössten Insel in Griechenland



Der alte Leuchtturm, Korfu



Festung in Korfu



Die Festung in Korfu mit Gebäuden aus verschiedenen Epochen



Der renovierte Stadthafen in Korfu



Korfu Stadt



Gut vertäut im Korfu Stadthafen



Im Korfu Stadthafen liegt man gratis!



Grosseinkauf von typisch griechischem Restaurant Zubehör!



 

Rundgang um den Leuchtturm auf dem Felsvorsprung bei der alten Festung

17. Juni 2018


Am Abend spazierten wir in Richtung der grossen Festung mit dem Wassergraben, wo heute kleine Fischerboote liegen, die auf einem grossen Felsen gebaut wurde. Es waren viele Leute unterwegs, die alle die schöne Abendstimmung auf dem grosszügigen Gelände genossen. Der Ort wurde später, in den verschiedenen Zeiten, mit weiteren Gebäuden ergänzt, so gab es das Britischen Militärhaus, wo heute viele Musiker ihre Übungslokale haben und die Musik aus allen Fenstern tönte und ein altes Spital, das aber am zerfallen ist. Es war eine schöne Stimmung, in allen Himmelsrichtungen konnte man eine schöne Aussicht geniessen.



Der alte Wassergraben ist nun Hafen für die Fischerboote!



Marina in Korfu



Fischerboote im alten Wassergraben



Sicht auf den grossen Ankerplatz 



Ankerplatz vor der Stadt Korfu



Die Festung ist auf einen grossen Felsen gebaut



Kanonen liegen kreuz und quer



Viel Platz zum flanieren auf der Festung 



Der Ort hatte in den verschiedene Epochen diverse Funktionen



Abendstimmung über Korfu



Die Festung ist verwinkelt



Zwei Nächte in Korfu und schöne Entdeckungen und Begegnung in den Gassen der Altstadt

18. Juni 2018


Der Platz im Stadthafen von Korfu war perfekt. Es war toll, am Steg direkt vor der Stadt zu liegen, gratis und in der Nacht ruhig. Wir blieben zwei Nächte, eine Nacht mehr als geplant. 

 

Wir durchstreiften die UNESCO Weltkulturerbe Altstadt von Korfu und nach und nach kamen wir von den touristischen Strassen mit den vielen Souvenier Läden und den teuren Restaurants, weg und in Gassen, wo das echte Leben stattfand. Neele schrieb an diesem Tag in ihr Tagebuch, dass wir ein «Beizli», einem kleinen Restaurant, nach dem anderen abklapperten und uns ein Bier oder einen Uzo genehmigten – und sie hatte recht! Die Auswahl der «Beizli» war vielseitig: Begonnen bei einer Einkaufstrasse, wo ich lernte dass ein «Mezze» ein kleines Plättchen mit Snacks, war. (Ich bestellte Uzo mit «Mezze» und dachte es sei ein Süssgetränk!) Dann kamen wir zu einer kleinen Einheimischen Bar in einer versteckten Gasse und zuletzt tranken wir noch etwas an bester Lage am Meer, mit Blick auf die alte Wehrmauer. Dieses (Trink)-Programm machte unserem Feriengast Herby am meisten Spass und wir genossen es auch! Bei unserer Streiftour durch Alt-Korfu kamen wir an verschiedensten Plätzen vorbei. Mal war es ein edles Restaurant mit historischem Brunnen und mal der Platz vor der Haustüre einer alten, alleinstehenden Griechin die die Strassenkatzen fütterte und ihnen Namen gab wie: «Pizza», «Erdogan» und wir ergänzten dann den dritten mit «Trump» wobei die alte Dame in heftig lachen musste! So erlebten wir einen wundervollen Tag in Korfu, von vielen Begebenheiten inspiriert!



In der Altstadt von Korfu – ein UNESCO Weltkulturerbe



Grosse Menschenmenge in Korfu



Interessantes Haus mit zwei schmalen Torbögen, Korfu



In den Gassen der Altstadt von Korfu



Im Zentrum von Korfu



Wir kommen in abgelegenere Gassen



Wohngegend in Korfu


 

Kirchturm zwischen den Häusern



Korfu



Blick in die Höhe bei einem Uzo



Ein Uzo wird serviert in einer schmalen Gasse, wo sich die Einheimischen treffen



Edle Gaststätte



Bereitmachen für den Abendservice



Fassaden in Korfu



Korfu



Hüpf Fotos! Der Grossvater macht mit!



Voll in Bewegung!



Grosse Wäsche!



Wir treffen eine alte Griechin, die in den Gassen von Korfu mit ihren Katzen lebt. Die Katzen haben lustige Namen wie «Erdogan» und «Pizza»!



Die Griechin goss gerade ihre Kübelpflanzen vor ihrer Wohnung, Korfu



Sie zeigt uns ihr bescheidenes Heim





Street Art in Korfu


















Korfu



Noch ein Bier – an bester Lage!



Im Hintergrund die Festung von Korfu



Auf dem Nachhause Weg

 


Aufbruch nach Agios Stefano, Kofu ist ein beliebter Ort für Kreuzfahrtschiffe!



Ein paar Stunden in Agios Stefano auf Korfu und die Nacht in einer grösseren, offenen Bucht, wo Kim ein riesiger «Nudibranch» fand

19. Juni 2018

 

Am nächsten Morgen lösten wir die Leinen unseres komfortablen Hafenplatzes in Korfu ein wenig unschlüssig, ob wir nicht doch noch eine Nacht länger bleiben sollten… Aber wir hatten nur gerade ein paar Tage Zeit, um unseren Feriengast nach Dubrovnik zu bringen, so blieb uns fast keine andere Wahl, als in Richtung Norden zu fahren. Nach ein paar Stunden waren wir in Agios Stefanos, einer kleinen Bucht mit einem winzigen Hafen. 

Es waren schon ein paar Boote in der Bucht vor Anker und es gab nicht mehr viel Platz. So fuhr Kim vorsichtig ganz nahe ans Ufer, wo wir dann den Anker fallen liessen. Es war ein regnerischer, trüber Tag und so kam es, dass der Wind drehte und wir mit dem Heck dann nun wirklich fast am Ufer waren! In weiser Voraussicht hatte Kim aber die Wassertiefe geprüft und es war bis fast zum Ufer immer noch genug tief. Es war ein untypischer Ankerplatz für uns, so nahe, aber es hatte seinen Reiz! Es war super, vom Boot zu hüpfen und gerade bei den Felsen zu sein zum Schnorcheln, was wir dann auch taten. Die andern genossen derweilen den nahen Blick auf die Restaurants und den Hafen, lustigerweise hatte aber niemand Lust, an Land zu gehen!

 

Ich kam dann von meinem Schnorchelgang in Agios Stefanos mit einigen tollen Unterwasser Fotografien zurück. Wie jedesmal gab es überraschend viel zu sehen, wenn man lange Blicke auf einen einzigen Punkt hält! Die kleinen Fische sind so gut in den bewachsenen Felsen getarnt!

 



Zuvorderst am Anker in Agios Stefanos, Korfu



Die Bucht ist recht voll, Agios Stefanos, Korfu



Noch sind wir genug weit vom Ufer entfernt



Distanz um Ufer



Distanz zum Ufer – um einiges näher, der Wind hat durch das Gewitter gedreht!



Aber doch tief genug!



Gewitterregen



Geniessen!



Nebenbei wird Schule gemacht!





An jedem neuen Ankerplatz gibt es unter Wasser etwas zu Entdecken! Agios Stefanos, Korfu


 

Agios Stefano

 

 

Kleiner Drachenkopf, man muss gute Augen haben, um ihn zu sehen!

 

 

Dieser Schrift Barsch schwimmte sogar über den gut getarnten kleinen Drachenkopf

 

 

Blickkontakt!

 

 

Filigrane Wasserpflanzen

 

 

Unter Wasser in Agios Stefano


 

Wieder etwas unbekanntes und fremdartiges unter Wasser entdeckt, vielleicht eine Schwammart? Agios Stefano

 

 

Sardinen??

 

 

 

 

 

EIn Meerpfau

 

 

 

 

 

Flache weisse Felsplatten unter Wasser

 

 

Ein Krake

 

 

Krake

 

 

 

Wir parkieren um, in eine nahegelegene Bucht bei Agios Stefano, und entdecken mehr unter Wasser!

 

 

Für die Nacht wollten wir dann aber nicht in Agios Stefanos bleiben und fuhren eine ganz kurze Strecke wieder zurück, in eine grössere Bucht. Diese war zwar nicht als eine Ankerbucht vermerkt, wohl weil sie ziemlich offen war, aber es war kein Wind und wir verbrachten eine ruhige Nacht. Kim und die Kinder machten noch einen Schnorchelrundgang, wobei Kim einen riesig grossen «Nudibranch», eine Nackt-Meereschnecke, fand! Ich konnte es kaum glauben! Lenja kam nochmals mit mir mit, um mir den Ort zu zeigen und ich war freudig mit der Unterwasserkamera parat! Der «Nudibranch» war etwa fünfzehn Zentimeter lang und fast zehn Zentimeter breit. Hatte einen weissen Rand und war dunkel-weinrot. Er kroch gemächlich auf dem steinigen Grund ca zwei Meter von der Wasseroberfläche entfernt, vorwärts. Es war genial. Zähneklappernd machten Lenja und ich uns wieder zurück zum Boot, das Wasser war immer noch so kalt!


 

Die Bucht ist leer, viel Platz für uns!

 

 

 

 

 

 

Kim entdecke eine grosse Art «Nudibranch»! Sein Name ist «Pleurobranchus testudinarius»!

 

 

Ein wirklich grosser Nudibranch, und schnell unterwegs

 

 

 «Pleurobranchus testudinarius»

 

 

Ein typisch griechischer Nudibranch!

 

 

Bordleben, Sicht in die Bucht und den Kanal zwischen Albanien und Korfu!

 

 

Bordleben, Abwasch!

 


Bordleben




Wir freuen uns, im Hafen von Kassiopi im Norden von Korfu einen Platz zu finden!

20. Juni 2018

 

Wir hatten die Idee, mit einem Mietauto von Kassiopi aus nach Korfu zu fahren, um aus Griechenland auszuklarieren. Wir wussten jedoch nicht, ob wir in dem kleinen Hafen von Kassiopi einen Platz finden würden! Umso mehr freuten wir uns, als wir gegen Mittag ankamen, dass noch einige Möglichkeiten zum festmachen offen waren. Es hatten zwar alle Varianten so ihre Tücken, sei es dass der Wind von der Seite drücken würde oder dass es zu seicht würde, was wir dann auch feststellen mussten. Bei unserem ersten Anlegeversucht kamen ausgerechnet nur gerade hinter uns die Steine hoch und wir würden diese mit dem Ruder touchieren, wenn wir weiter zurückfahren würden. Glücklicherweise war der Platz nebenan auch noch frei und da sah die Situation schon besser aus. Und so lagen wir mit dem Heck festgemacht an der Hafenmauer direkt vor der kleinen Ortschaft! Rings um uns gabs nette Restaurants wo friedlicher Betrieb war. Es war touristisch aber hübsch! Wir freuten uns auch, weil wir nun wirklich ein Auto mieten konnten und nicht mehr mit dem Boot nach Korfu Stadt zurückfahren mussten.

 

 

 

Wir haben Glück, es gibt noch viel Platz im Hafen von Kassiopi, im Norden von Korfu

 

 

Die Hafenmauer ist saniert doch die Steine unter Wasser kommen bis weit vorne gefährlich hoch, Kassiopi, Korfu

 

 

Gerande noch genug Wasser zwichen Ruder und Steinen! Gutes Augenmass ist gefragt! Kassiopi, Korfu

 

 

Noch hats viel Platz am Steg, Kassiopi, Korfu

 

 

Der Steg hat sich gefüllt! Kassiopi, Korfu



Ankertrunk mit Lachsbrötchen!



Unterwegs in Kassiopi, Blick auf den Hafen



Eingewachsener Eukalyptusbaum



Spaziergang in Kassiopi



Beach!



Wir finden einen schönen Rundweg um eine Halbinsel in Kassiopi im Norden von Korfu



Strand in Kassiopi, Korfu



Kassiopi, Korfu



Kassiopi, Korfu



Hübscher Privatstrand in Kassiopi, Korfu



Kassiopi, Korfu



Der Dorfpriester von Kassiopi!


Kassiopi, Korfu




 

 

 

Ein Tag mit dem Auto quer über die Insel Korfu, die grösser war, als gedacht und das Ausklarieren klappt 

21. Juni 2018

 

Wir fuhren mit unserem Mietauto am nächsten Morgen in Richtung Westen und dann quer durch Korfu zurück zur Hauptstadt. Wir genossen zunächst das Reisen und Schauen und genehmigten uns ein grosses Englisches Frühstück am Meer! Erst als wir bemerkten wie weit es immer noch durch Hügel und Täler bis in die Hauptstadt ist, und wir ja noch genügend Zeit zum Ausklarieren brauchten, kamen wir ein wenig in Stress! Es war dann nicht mehr viel mit anhalten und umschauen, doch erwischten wir noch ein paar schöne Ausblicke tief hinunter aufs Meer und die naheliegenden Inseln.

In Korfu konnten wir dann das erledigen, weswegen wir hauptsächlich gekommen waren. Wir tauchten bei der Hafenbehörde auf und liessen unser «Transit Log» abstempeln. Gleichzeitig informierte die Lady noch die Einwanderungsbehörde und somit mussten wir nur noch zur Zollbehörde. Diese zu finden war dann noch eine kleine Krux, doch auch das schaffen wir dann noch! Wir waren nun aus Griechenland ausklariert.

Der Nachhause Weg konnten wir dann nochmals so richtig geniessen. Die Fahrt der hügeligen und kurvenreichen Ostküste hoch, wo ein kleiner Strand nach dem anderen lag und zu denen wir immer mal wieder runter fuhren, war schön. Es gab kleine Restaurants vor den Stränden mit dem azurblauen Wasser und den weissen Felsen… wo sich gut klettern liess. Schön.




Auf den Felsen klettern bei einem Halt in einem winzigen Fischerhafen im Norden von Korfu





Ein süsser Kater beommt seine Streicheleinheiten



Kleiner Fischerhafen im Norden von Korfu



Hier werden Boote gemalt und wird zu «Kunst»!



Interessante Sandsteinfelsen mit Einschlüssen



Blick auf eine grosse Bucht im Westen von Korfu



Auf der Westseite von Korfu, die Insel ist grösser als gedacht!



Strand auf dem Rückweg, auf der Ostseite von Korfu



Die Strände werden kleiner und hübscher!



Umkleidekabine zwischen den Felsen!


Klares Wasser und weisse Kieselsteine, hübsch!




Interessante Wasserhahn-Lampe in einem Strandrestaurant!


 

Planänderung!

21. Juni 2018


Als wir das Auto zurückbrachten und die Kinder zum Boot schickten, um die Einkäufe zu versorgen, liessen sich diese lange lange nicht mehr blicken, bis sie schliesslich kamen und erzählten, dass das Boot viel weiter weg vom Steg sei uns sie es beinahe nicht geschafft hätten, auf Boot zu kommen. Lenja erzählte dann, sie hätten alles geregelt und die Leinen wieder angezogen. Wunderbar und gut gemacht, doch die Frage war, warum sich die Position des Bootes verändert hatte? Das mussten wir herausfinden und machten uns auch auf den Weg zum Steg.

Die Situation war bald klar. Es hatte einen Tausch gegeben, einige Boote waren weggefahren und ein anderes gekommen. Dieses Boot hatte über unseren Anker geankert und uns auch leicht verschoben. Kein grosses Unglück, doch wir wollten am frühen Morgen um sechs Uhr los, was wir so nicht konnten. Die Nachbarn waren nicht an Bord. 

Wir machten Lagebesprechung und schauten uns noch das Wetter an. Die Strecke bis nach Dubrovnik war nach einer Nachberechnung länger als gedacht, wir würden dafür zwei Nächte brauchen. Das Wetter sagte für den kommenden Tag Starkwind an, dem könnten wir ausweichen, wenn wir sofort fahren würden… Vielleicht sollten wir sofort fahren?

Wir kamen mit der Hiobsbotschaft bei unserem Feriengast an, der unterdessen genüsslich beim Bier im Restaurant sass. Der nächste Schritt wäre eigentlich gewesen, ein Restaurant auszusuchen, vielleicht eine Pizzeria? Mit den beiden Punkten, Wetter und Dauer des Trips hatten wir unseren Entscheid bald getroffen. Wir würden sofort fahren und etwas Feines auf dem Boot kochen. Neele war zunächst überrumpelt und schockiert, es kommt immer anders als man denkt! Die Kinder hatten zuvor unsere Nachbarn gesehen und wussten, wie sie aussahen. Glücklicherweise fanden wir sie, die Beiden sassen nahe beim Hafen in einem Restaurant und waren gerade fertig mit Essen. Sie wussten über den überlappten Anker Bescheid und waren sofort bereit, allenfalls abzulegen, damit wir unseren Anker heben konnten. Aber dies war nicht mal nötig. Nachdem unser Nachbar seine Ankerkette entspannte, konnten wir unseren Anker leicht unter seiner Kette durchziehen. Wir waren frei und ab gings, in die unterdessen dunkle Nacht: Nächstes Ziel, Kroatien!



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






Eine Antwort zu “54. Korinth Kanal

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