51. Ägypten Suezkanal

Mit «Südwind» ein Stück gegen Norden! Verwirrung über unsere Rechte, uns frei an Land zu Bewegen

17. April 2018

Zusammen mit «Lycka» dem Boot der beiden Deutschen Sybille und Dieter, verliessen wir Port Ghalib am Abend, kurz vor der Dämmerung. Es kommen Erinnerungen auf – wir segeln an «Makadi Beach» vorbei, wo wir vor drei Jahren unsere Tauchausbildung machten!

Am Nachmittag des nächsten Tages kamen wir in einer grossen Bucht an, wo wir uns mit allfälligen Käufern der «Elas» treffen wollten! Wir lagen in seichtem, klaren Wasser an einer (teuren!) Mooringboje. Es gab ein langer Steg wo die Touristenboote festmachten und einige Riffe in der Umgebung zum Schnorcheln! Zum wohl letzten Mal vorerst genossen wir es, an der Riffkante hinunter zu tauchen und die fantastische Unterwasserwelt in uns hineinzusaugen!

In der Bucht lagen Hotelanlage an Hotelanlage. Viele davon unfertig, grau und trostlos mit leeren Fensterlöchern! Die fertigen Anlagen waren schön gepflegt, wirkten aber doch irgendwie unbelebt! Es war wohl Zwischensaison… 

Unklarheit herrschte, ob es uns nun erlaubt war, überhaupt an Land zu gehen! Wir bekamen nämlich ein Telefon vom dem Marinamanager. Aber warum wir nicht erlaubt seien, konnte er uns auch nicht erklären- und wir hatten ja unsere Touristenvisa! Jetzt, nachdem wir Ägypten bereits verlassen hatten, waren wir was dies anbelangt, ein wenig schlauer geworden: 

Das militärisch regierte Ägypten führt eine Art Krieg gegen Islamistische Rebellenführer, die sich auf dem Sinai verschanzt hatten. Damit kein Risiko für Reisende wie wir entsteht, ist es (scheinbar) für uns überall verboten an Land zu gehen, wo wir nicht Einklariert waren…Aber nicht mal unser Agent, klärte uns darüber auf. 


Erinnerungen werden wach. Vor drei Jahren machten wir hier unsere Tauchausbildung als Vorbereitung für die Segelreise!


Die Elas im Abendlicht 


Von unten durch die Wasseroberfläche, eine ganz andere Perspektive!


Kopf!


Das Ufer mit den vielen Resortbauten, die teilweise noch unfertig sind!


Es ist immer noch warm!


Sonnenuntergang 


WIr wandern durch das Resort… Wären wir wohl nicht erlaubt dazu gewesen..!


Ein langer Steg 




Ägypten Tourismus.. Elektrowägelchen zum hin und herfahren!


Die Elas und Lycka an der (teuren!) Boje


Besuch auf dem Glasbodenboot


Die Haustiere auf dem Glasbodenboot!


Zum ersten Mal im Innern eines Glasbodenbottes. In Ägypten eine gute Idee für Leute die nicht Schnorcheln!


Das Wasser ist unheimlich klar! Dieser kleine Rochen schwimmt am Ufer


Es gibt überall etwas zu sehen!


Kleiner Kofferfisch!


Es gibt ein Riff in der Nähe wo getaucht wird..



Lenja übt Apnoe-Tauchen!

 

Wir ankern vor «El Tur», einer authentischen ägyptischen Stadt auf dem Sinai und erleben auf dem Weg dahin die Unannehmlichkeiten des starken Gegenwindes des Roten Meeres! 80sm – 130sm

20. April 2018

Von unserem Agenten bekamen wir den Tip, vor der Stadt «El Tur» an der Sinaiküste, in einer Bucht vor einem Resort, unseren nächsten Stop zu planen. Langsam war es für uns an der Zeit, nach Norden, in Richtung Suez, zu kommen. Schweren Herzens liess ich die Korallen hinter mir, wissend, dass wir uns von nun an an Ölplattformen vorbei, gegen Norden kämpfen werden.

Doch zunächst war komfortabler Südwind gemeldet worden, mit welchem wir auf leichte Art zum nächsten Ort zu gelangen planten. Dieser Südwind aber trat nie ein!

Der erste Teil der Strecke konnten wir noch gut hinter uns bringen, weil wir mit unserem Kurs zum Kap der Halbinsel Sinai einen grossen Winkel zum Wind hatten. Doch sobald wir in der Verkehrsstrasse in Richtung Suezkanal waren, wurde es für uns schwieriger! Der Wind kam mit 20kn genau aus der Richtung, in die die Schiffsverkehrsstrasse führte. Also kreuzten wir auf und kamen in verschiedenste Ölfelder und wurden per Funk wieder zur Verkehrsstrasse zitiert! Mühsam versuchten wir Kurs gegen Wind und Wellen zu halten, doch vergeblich. Wir hatten so genau noch 1.5kn Geschwindigkeit. So konnte das nicht gehen! Also kreuzten wir wieder von der Schiffsstrasse weg und danach wieder zurück. Unterdessen klärten wir den Officer am Funk auch auf, dass wir nicht ein «Motorvessel» sondern ein «Sailingvessel» seien, und wir nicht ein so starker Motor hätten, um in der Schiffsstrasse zu fahren! Das ging dann den ganzen Nachmittag, Abend und die ganze Nacht so. Wir legten auf diese Weise natürlich die doppelte Strecke zurück! Und trotzdem. Irgendwie war es auch befriedigend, festzustellen, dass man trotz allen Widrigkeiten, einen Weg vorwärts finden kann, auch wenn nicht wirklich komfortabel! Grosse Wassermengen kam im Minutentakt über das Deck der Elas. Wir tauchten tief in die Wellen ein oder krachten mit lautem Lärm aufs Wasser. Meine Schultern waren die meiste Zeit hoch zwischen meinen Kopf gezogen und die Anspannung liess erst spät nach!

Unser «Buddy Boot» Lycka war mehr oder weniger an der Schiffsstrasse geblieben, sie hatten mit ihrem langen Kiel und dem neuen Motor bessere Möglichkeiten, hart am Wind zu fahren als wir. Lustigerweise waren wir aber dann kurz vor El Tur wieder genau gleich weit! Am späten Nachmittage konnten wir in El Tur dann endlich den Anker werfen und uns ausruhen. Zu erwähnen ist noch, dass unsere Mitsegler seit Djibouti einen defekten Autopiloten hatten, und sie die ganze Zeit über abwechslungsweise von Hand steuern mussten. 



Es bläst heftig aus Norden, wir sind froh um den geschützten Ankerplatz und verlassen den ganzen Tag dass Boot nicht!



Die Flotte im Hafen von El Tur, man beachte das pinkfarbene Motorboot!



Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Farben und Kontrast unserer Aussicht sich mit der verändernden Tageszeit immer ändert!



Lycka und Elas noch vereint am Anker in El Tur



El Tur



Wir spazieren mehrmals an der langen Sandzunge entlang und geniessen den Ausblick



Wieder eine andere Tageszeit und andere Farben. Lycka hat uns unterdessen verlassen



Auch die Einheimischen kommen an den schönen Strand beim Resort



Süsses Ägyptermädchen


 

Gewisse Teile vom Resort brauchen ein wenig Pflege… 

 


Windsurfing Equipment en Masse! Auch noch ein Plan für einen weiteren Tag in El Tur



Der nette Besitzer des Resorts mit seiner indonesischen Frau, schade konnten wir nicht mehr Zeit mit ihnen verbringen!

 


Erste Surflektionen!



Die Kinder lernen schnell!



Eine tolle Erfahrung!

 


 

Ein geschützter Ankerplatz in El Tur und wir bleiben länger, als geplant!

21. April 2018

Die Bucht lag grünlich blau vor uns, mit vielen türkisfarbenen Holzfischerbooten vor Anker. Es war wiederum ein wunderschönes Farbenspiel mit der ockergelben Wüstenlandschaft im Hintergrund. Nachdem wir geankert hatten, holten wir unsere Deutschen Mitsegler mit unserem Dinghy ab, und wollten uns mal umschauen, wo wir da gelandet waren. Es gab einen grossen Strand, man konnte Windsurf Equipment mieten und weiter vorne gabs das Resort. Das Resort hatte wohl schon bessere Zeiten gesehen, doch man konnte dort wohl recht preiswerte Ferien machen. Wie sich herausstellte, war das Resort vor allem in der Ukraine und in Serbien bekannt und die Mieter der Surfschule kamen auch aus dieser Region. Wir wollten eigentlich eine Runde laufen, das Städtchen war nur zwei Kilometer entfernt. Aber der Kleidercheck liess dann doch nur einen Strandspaziergang zu! Wir sind ja in einem muslimischen Land…

Das Meer lag noch den ganzen nächsten Tag aufgewühlt mit weissen Schaumkronen vor uns und so verbrachten wir auch fast den ganzen nächsten Tag auf dem Schiff. Wir wurden es langsam leid, die Umgebung nur vom Boot aus beobachten zu können und beschlossen gegen Abend dann trotzdem, obwohl der Wind kaum nachgelassen hatte, das Boot alleine zu lassen und zum Städtchen zu fahren. Es war eine nasse Angelegenheit! Die Wellen spritzen nur so ins Dinghy hinein und wir waren alle durchnässt! Da wo wir unser Beiboot festmachten war gerade eine Militärstation und wir wurden ausgiebig gemustert. Doch, wir dürften an Land, es sei in Ordnung, wurde uns dann erklärt. 

 

El Tur – Ein Spaziergang durch eine authentische Ägyptische Stadt auf dem Sinai

22. April 2017

Gespannt liefen wir gemeinsam mit den Leuten von «Lycka» auf der sandiger Strasse in die Richtung der Stadt. El Tur ist eine der grösseren Zentren auf dem Sinai, neben Scharm-el-Scheich. Doch eben überhaupt nicht touristisch. Zunächst kam es uns sehr ausgestorben vor und die Bauten erinnerten uns an Bauten in Ostblock Ländern. Aber es wurde zunehmend lebendiger, Menschen auf der Strasse, Läden, Märkte! Wir wurden überrascht gemustert und meistens freundlich gegrüsst! Wiederum sind wir ein einem Ort wo Touristen sehr selten angetroffen werden. Wir finden einen Pizzaladen und es wurde für uns extra einen Tisch hingebracht – wir wurden verwöhnt! Die Stadt war sauber und den Leuten schien es relativ gut zu gehen. Natürlich erfahren wir in der kurzen Zeit, in der wir irgendwo weilen, immer nur ganz wenig über den besuchten Ort. Unsere Eindrücke sind von intuitiver Art. Von den Problemen erfahren wir manchmal erst im Nachhinein.



Unser Erster Eindruck von El Tur.. 



Die Häuser veränderten sich, je näher wir dem Zentrum kamen – El Tur 



Im Zentrum wurde es moderner – El Tur, Sinai



El Tur, eine der grösseren Städte auf dem Sinai



Symbole an den Hauswänden! Was die wohl bedeuten?



Im Zentrum von El Tur


Im Abendlicht



Wohnen in El Tur



Militärpropaganda auf dem Grossbildschirm neben der Mosche


Beim Bäcker


Es ist toll, frische Sachen einzukaufen, immer auch eine Begenung



Hier gibts sackweise getrocknete Datteln und Nüsse



Ägypten ist bekannt für die Dattelproduktion und sie schmecken super!


Die bekannten Flickenteppiche 



Arabische Flickenteppiche



Zwei süsse Mädchen versuchen sich in Englisch



Viele, viele ganz verschleierte Frauen bekommen wir in Ägypten zu sehen…



Eine fröhliche Näherin



Kim kauft ein! Typisch arabische Lämpchen



Pizza in El Tur


Diese zwei warten auf ihre Take away Pizza!


 

 

Die mehrmals verschobene Abfahrt – El Tur

23. April 2018

Nach unserem erfolgreichen Spaziergang durch die interessante Stadt El Tur, waren wir eigentlich bereit, weiter nordwärts zu fahren. Die Wettervorhersage schaute nicht schlecht aus, aber auch nicht optimal. Mit unserer Erfahrung von der Strecke nach El Tur, wo wir auch gegen Wind und Wellen kreuzen mussten, dies aber so einigermassen geklappt hatte, wollten wir es wagen. Unsere Mitsegler von Lycka waren auch am Morgen mit uns losgefahren.

Je weiter wir aus der geschützten Bucht heraus kamen, umso heftiger wurde der Wind. Weisse Schaumkronen rasten vom Wind gepeitscht übers Wasser! Von den vorhergesagten 10 Knoten war nichts zu erkennen – der Wind war mehr als doppelt als gemeldet. Ein paar Seemeilen kämpften wir uns vorerst mal in die richtige Richtung, aber es hatte keinen Sinn. Wir drehten wieder um – manchmal muss man auch den Mumm haben, eine Idee aufzugeben!

Die Bucht lag wieder flach und ruhig vor uns. Es gab uns die Zeit für ein paar Stunden Schule und der sonnige Tag verlockte zum spielen am Strand. Hatten eine nette Begegnung mit dem Besitzer des Resorts, der ganz und gar kein typischer Ägypter war und mit einer Indonesierin verheiratet ist. Wir genossen den geschenkten Tag!


Nochmals einen geschenkten Tag in El Tur und Windsurfing Lektionen

24. April 2018

 

Am Tag darauf war die selbe Situation nochmals! Aus der geschützten Bucht waren die Verhältnisse draussen schwer auszumachen. Voller Zuversicht und Überzeugung hoben wir abermals den Anker, um nach Suez zu segeln. Diesmal war die Entscheidung, abermals umzudrehen um einiges härter! Wir wollten nicht schon wieder zurück! Aber abermals waren die Bedingungen so schlecht, eine Tortur für Schiff und Crew! Zum zweiten Mal drehten wir um. Dafür bekamen die Kinder ihre erste Lektion im Windsurfen – fast den ganzen Tag lang versuchten sie, die Balance zu halten und in die gewünschte Richtung zu steuern! Wiederum ein geschenkter Tag – doch irgendwann mussten wir ja von El Tur wieder wegkommen!



Nach zwei vergeblichen Versuchen bei guten Wetter losfahren zu können, starten wir den dritten Versuch!



Der Wind ist gegenan aber noch moderat! Das sollte sich bald ändern!



Die Küste vom Sinai ist spektakulär!

 


Wir kommen der Küste durch unser Aufkreuzen recht nahe und können die spektakuläre Landschaft geniessen



Dieser Berg hat uns mit seiner Zweifarbigkeit fasziniert



Noch kommen wir gut voran…

 

 

 

 

Beim dritten Mal fahren wir wirklich und laufen in die Falle!

Wir 25. April 2018

Beim dritten Anlauf, die friedliche Bucht von El Tur zu verlassen, bleiben wir schlussendlich auf Kurs gegen Suez. Die Wetterbedingungen waren zunächst akzeptabel… Mit zehn Knoten Gegenwind konnten wir leben und wir fuhren Meile um Meile in die gewünschte Richtung. Wir kamen an bizarren Felsformationen und Wüstenlandschaften vorbei. Doch leider verschlechterten sich die Bedingungen von Stunde zu Stunde. Gegen Abend kommen wir in einen kleinen Sturm mit 30 Knoten Wind und sogar ein paar Regentropfen. Die Sicht war schlecht und wir mussten vielen Ölplattformen ausweichen. Es war auch erstaunlich, wie schnell die Wellen gross wurden und die Elas immer wieder hart aufschlug! Es war nicht lustig. Wir kamen kaum mehr vorwärts Es galt nur noch Stück für Stück weiter zu kämpfen! Meine Schultern verliessen ihre Position – hochgezogen und den Kopf eingeklemmt – kaum noch, so angespannt war ich. Wir wussten, es war alles in Ordnung, jedenfalls sagten wir es uns innerlich immer wieder. Und doch war es ein ungutes Gefühl, das Schiff und uns diesem harten Wetter auszusetzen. 

Wir hatten teilweise immer noch Internetverbindung und so chatteten wir mit Mahmoud, der in Kairo war. Wir erfuhren auf diese Weise, dass das Wetter gerade verrückt spielte. In Kairo regnete es so stark, dass es grosse Überschwemmungen gab. Also hatten wir einfach Pech gehabt. Ein wenig erklärte dies auch die Unstimmigkeit mit dem Wetter Grib, das nur leichte Winde voraussagte.

Es gab eine kurze Zeit für ein paar Stunden ein Beruhigung, der Wind hatte nachgelassen. Unser Not-Ankerplatz, den wir anlaufen wollten, passierten wir dann mitten in der Nacht. In der Dunkelheit konnten wir aber keinen Ankerplatz anlaufen, also fuhren wir weiter in Richtung Suez. Unterdessen blies der Wind aber wieder so heftig wie vorher und wir waren wieder mit den selben Bedingungen konfrontiert. Die Zeit verrann während wir fast vergeblich versuchten voran zu kommen. Wir waren in vielen Stunden noch nicht viel weiter als unser Not-Ankerplatz gekommen und eine Wetteränderung war nicht in Sicht. Um vier Uhr morgens drehten wir um.



Die Intensität des starken Gegenwindes und des Wellenganges ist auf Fotos kaum erfassbar!


Gemeinerweise mussten wir zu dem starken Gegenwind noch vielen Bohrplattformen ausweichen



 

Unser Not-Ankerplatz. Ankommen bei Tagesanbruch und Militär, das uns wegschicken will!

26. April 2018

Die Zeit die wir brauchten um die Strecke wieder zurück zu segeln, reichte gerade aus, dass wir bei den ersten Sonnenstrahlen, um fünf Uhr, in die Bucht einfahren konnten. Der Weg zurück war so geschmeidig und leicht – wenn man den Wind im Rücken hat! Man spürt den Wind kaum und die Wellen tragen einem in die richtige Richtung. Es ist wie Kämpfen und Loslassen.

Unser Not-Ankerplatz war eine Bucht mit ein paar Häusern, einem zerfallenen Steg und eine unfertige Hotelanlage. Der Sandstrand kam flach hoch und das Wasser lag türkisblau und klar da. Im Hintergrund war eine lange, rote Bergkette. Es war schön.

Wir fuhren langsam ein und suchten einen Spot zum ankern. Kurz darauf wurden wir aber durch vehementes Winken und rufen der beiden Soldaten am Ufer bei unserem Manöver gestört: Wir sollen verschwinden! «Go! Go!» riefen sie. Müde und erschöpft wollten wir einfach nur den Tag rasten und das Wetter abwarten… Es gab ein weiteres hin und her und als ich schliesslich «Emercency!» rief, «Notfall!» liessen sie uns gewähren und zogen weiter. 

Einen Augenblick lang genoss ich die goldene Morgenstimmung und die Ruhe, dann legten wir uns alle nochmals für ein paar Stunden ins Bett!


Der Wind war immer noch stark, in Kairo gab es sogar Überschwemmungen während des Strurms. 



Wir drehten um und fuhren mit Rückenwind zu einer Bucht. Wir kommen beim ersten Tageslicht an



Wir wurden zwar vom Militär weggeschickt, zu guter Letzt wars dann aber doch in Ordnung und wir konnten besseres Wetter abwarten


 

Ein goldener Tag an unserem «Not-Ankerplatz» und Besuch von Delfinen

26. April 2018

Als wir wieder aus unseren Kojen krochen hatte sich der Wind schon ziemlich gelegt und es war ruhig in der Bucht. Es sollte im Verlauf des Tages noch ruhiger werden. Am Abend war – fast gespenstisch – Windstille! Wir schwammen vom Boot – wir getrauten uns nicht an Land zu gehen – genossen die Sicht und so verbrachten wir den Tag. Am Abend hatten wir das schönste Abendlicht, die ganze Umgebung erschien in Goldenem Glanz. Wie um das Bild noch perfekter zu machen, erschienen Delfine aus dem golden-schimmernden Wasser, und kamen auf uns zu geschwommen! Es waren ganz grosse Tiere, die kurz neugierig unter unserem Rumpf durch schwammen und wieder verschwanden! 

Es war so ruhig, windstill und eine schöne Stimmung. Wir wollten nicht mehr länger warten und fuhren im Abendlicht wieder aus unserer Not-Ankerbucht hinaus.



Die Küste vom Sinai



Und plötzlich war da Windstille! 



Delfine erschienen im Goldenen Abendlicht und kamen zu unserem Boot geschwommen… 



Wir können nicht mehr länger warten und brechen in der speziellen Stimmung auf nach Suez



Goldenes Wasser…



Es ist windstill aber enorm dunstig, wir haben einen Nachttrip vor uns und am Morgen werden wir in Suez ankommen



Ein wenig erschöpft sind wir schon nach der heftigen Nacht zuvor!


 

Letzter Nachttörn nach Port Suez. Diesmal war wirklich Windstille, nicht nur auf dem «Wetter Grib File»!

27. April 2018

Wir kamen Meile um Meile unter Motor Port Suez näher. Wir waren so froh, kein Gegenwind mehr zu haben! So einfach könnte es also sein! Am frühen Morgen mussten wir unseren Speed auf 3 Knoten drosseln, damit wir nicht zu früh in Port Suez in der Marina ankamen. Um sieben Uhr hatten wir dann die Marina erreicht, machten zuerst an einer Boje fest und durften dann aber an dem behelfsmässigen Steg festmachen. Wir waren in Suez! Nun stand uns noch die letzte Etappe des Roten Meeres bevor und dann waren wir im Mittelmeer! 

«Lycka» war schon da, und «AnnaSaara», das Boot der beiden Finnen. Schon bald wurden wir von unserem Agenten, der für uns zuständig ist und alle Formalitäten für den Suezkanal für uns organisiert, begrüsst. Dabei stellte sich heraus, dass wir mit der Kanaldurchfahrt noch ein wenig gedulden müssen: Es war Freitag und wir konnten frühestens am Montag durchfahren. Das war in Ordnung, das Einzige was wir hofften waren gute Winde. Für die Kanaldurchfahrt und für wenn wir aus dem Kanal kommen werden, für die Überfahrt in die Türkei…



Um ca vier Uhr nachts sehen wir schon die ersten Frachter vor Anker liegen



Es wird heller, wir sehen schon die ersten Häuser von Suez



Wir fahren in Richtung der Marina, die in einem Seitenarm des Kanals liegt



Industrie in Suez



Die Stadt Suez

 


Tuckboote und Moschee auf gleicher Höhe in Suez



Die Polizei darf am Seezeichen festmachen!



Die «Marina» kommt in Sicht! 



Noch ist kein Verkehr im Kanal, alles liegt noch ruhig da. Es ist 7h morgens



Der Marinaarbeiter schickt seine Katze zu uns aufs Boot – wohl wissend, dass wir sie füttern würden! Es gab danach noch oft Besuch von ihr!



«Marina» Port Suez



Katzenbabys im Boot, Marinasteg Port Suez



Die Marinakatze hat ein sicheres Plätzchen für ihre Jungen gefunden!



Die Kleinen können sich gut im Boot verstecken!



Neele portraitiert die Katzenmama



…und ihre Füsse!



Ein Fisch für ihn und ein Fisch für die Katzen!



Da ist dringend Hilfe angesagt! Neele hilft Fischen für die Katzen und zieht ein paar von ihnen aus dem Wasser!



Die «Marina» Port Suez



Die Elas in Port Suez



Der Katzenliebhaber und Marinaarbeiter von Port Suez



Wir gewöhnen uns an den Anblick vorbeifahrender Frachter!



Alle Zehn Minuten fährt ein Frachter vorbei



Am Morgen fahren sie gegen Süden am Nachmittag gegen Norden..



Ein Containerschiff macht seinen Weg gegen Norden. Die Durchfahrt kostet für ein Schiff über eine Million Dollar!

 


Tuckboat 



Maersk Line hat ein eigener Frachthafen in Port Said



Wir bekommen ein Gewitter! Ein ganz seltenes Phänomen in Port Suez!



Dramatische Lichtverhältnisse in Port Suez nach dem Gewitter



Wir sind sicher am Steg festgemacht



Eine Bar neben der Marina



Im Quartier vor der Marina, es gibt alte Häuser aus der Zeit der Europäer



Ein altes Haus, viele davon sind leider zerfallen, schade!




 

Drei Tage in Port Suez und die Eindrücke, die wir mitnehmen

28. April 2018

So hatten wir drei Tage Zeit, bis wir dann durch den Kanal fahren würden. Das Wort «Marina» ist eigentlich für das was es ist, übertrieben. Es gabt einen Holzsteg wo maximal vier Boote an jeder Seite festgemacht waren. Doch der Ort ist penibel überwacht. Es gibt den Marina-Arbeiter und einen Secutitas-Mann, dem wir den Pass sogar beim Gang zur Toilette zeigen mussten. Und dies nicht nur beim ersten Mal, sondern jedesmal, auch wenn er uns unterdessen gekannt hatte!

Die Marina liegt nicht im Zentrum von Suez, sondern in einem eher kleinen Viertel, wo nicht viel los ist, wie wir bei einem kleinen Spaziergang feststellten. Das Gebiet um die Marina hatte viele, teilweise bewohnte und teilweise zerfallene Häuser aus der Zeit wo der Kanal noch in europäischen Händen war. Es waren schmucke Einfamilienhäuser mit Terrassen. Schade war es um die, die am zerfallen waren. 

Am Tag darauf nahmen wir für umgerechnet dreissig Rappen ein Taxi für die fünf Kilometer in die Stadt. Wir waren gemeinsam mit Sibille und Dieter von der Lycka unterwegs. Wiederum war es ein kunterbuntes Erlebnis, durch diese Stadt zu schlendern! Tausende von Eindrücken prassen auf uns nieder in den Strassen, visuelle und auch andere, Gerüche, Geschmäcker. Und immer wieder die Begegnungen. Blicke, Lachen, Erstaunen, Freude, nochmals Erstaunen und Willkommensgrüsse – und dann oft noch ein «Selfie»! Meistens reagieren die Menschen positiv auf uns Besucher. Nur ganz selten beschleicht uns ein ungutes Gefühl von Abneigung. Es ist berührend zu sehen, wie viele Menschen sich freuen über fremden Besuch und überrascht und interessiert sind! Das ist doch bei uns Zuhause ganz anders.. Das Fremde wird wenig begrüsst. Für mich ist es einfach nur schön, zu sehen, dass sich Menschen für Menschen aus einer anderen Kultur interessieren. Begegnungen stattfinden. Momente beim Gemüse kaufen oder auch einfach auf der Strasse. Oft sind die Begegnungen auch durch den natürlichen Humor meines lieben Mannes so leicht und fröhlich!

So erkunden wir den Nachmittag lang Teile der Stadt Suez. Doch den Teil, den wir auf der Karte so interessant fanden, weil die Häuser und Strassen ganz nahe beieinander lagen, liessen wir an diesem Tag aussen vor.



Selfie mit Kind!



Die Hochhäuser von Suez



Suez



 



Propaganda



Der Kanal ist eine wichtige Einnahmequelle für Ägypen



Eine kurze Taxifahrt in die Stadt mit Sibille und Dieter von Lycka



Recycling Sparbüchsen



Auf dem Gemüsemarkt in Suez



Suez



Lebendige Entchen werden angeboten!



Und ausgewachsene Enten kann man auch erstehen!



 und andere Vögel!



Einkaufen auf dem Markt – immer eine Begegnung!



Fischverkäufer



Fleischverkäufer



Auf dem Markt in Suez



Ein Bettlerkind..



Hier werden grosse Elektromotoren neu gewickelt!



Elektromotoren Werkstatt, es wird repariert was repariert werden kann



Ein untypischer Ägypter mit roten Haaren!



Ein edles Wohnhaus



In den Strassen von Suez



Wohnhaus in Suez


 

Interessantes Werbeplakat, entspricht nicht ganz unserem Schönheitsideal!



Tee auf der Strasse



Mädchen in Port Suez



Es ist ungemein spannend, so durch die Stassen zu wandern!



Frischer Organgensaft



Markstand mit ungewöhnlichen Papiersachen



Fancy Coiffeurladen



Selfietime vor Abfallhaufen



Port Suez



Überall gibts Container, doch es liegt trotzdem viel Müll herum



Wohnhaus in Port Suez



Wenn ich mal gross bin…!



Es wird uns zugelacht und gejubelt! Wir lachen zurück!



So viel Spass!



Vor dem Kleiderladen in Port Suez



Esel sind immer noch ein gängiges Transportmittel!



Ein Lastwagen wird beladen



Dekoration?



Wieder ein Selfie mit zwei jungen Frauen



Zwei süsse Jungs warten auf ihre Eltern



Shisha Zeit


 Suez



 

Eine «verrückte» Begegnung an einem intensiven Ort und durch Gegenden schlendern, wo sich nur wenige hintrauen

29. April 2018

Wir hatten Lust, uns nochmals in die Stadt zu begeben, es war ein Leichtes mit dem Taxi hin und wieder zurück zu kommen. Neele, unsere jüngere Tochter liessen wir in der Marina zurück. Es hatte sich langsam herausgestellt, dass sie lieber schön sauber Einkaufszentren hatte, als die wilden-schmutzigen-bevölkerten Spaziergänge durch Städte wie Suez. Wir haben Verständnis! Und es war auch besser so, weil wir nämlich bei unserem Spaziergang durch die auf der Karte gesehenen schmalen Gassen der Stadt liefen. Die wenigen Touristen die es wohl manchmal in Suez hat, davon laufen wohl keine wie wir durch Strassen wie diese! Bald hatten wir eine Schar Kinder hinter uns herlaufen, die lachten, schrieen und sich anrempelten vor Freude. Wir waren eine Attraktion! Wir waren schon auf dem Weg wieder aus dem Quartier heraus, als wir von einem jungen Mann mit Bodybuilder Statur, der mit Kollegen in einem Teehaus sass, angesprochen wurden, wir sollten mit ihnen Tee trinken! Wir dankten und liefen dann aber weiter, bis er uns nachgerannt kam und uns nochmals fragte. Ok, so gingen wir zum Teehaus zurück und setzten uns mit ihnen zusammen hin. Es waren Jungs im Alter zwischen zwanzig und dreissig Jahren die alle nicht schlecht englisch konnten. Sie waren gut drauf! Der Bodybuilder begleitete uns dann noch durch die Strassen und wir zogen noch mehr Aufmerksamkeit auf uns! Bemerkungen die wir nicht verstanden, Lachen und Witze! Bei einem Brotverkäufer nahm er einfach Brot vom Gestell und schenkte es uns – wir wollten bezahlen aber er verweigerte es uns. Wir hoffen immer noch dass er die Schulden beim Bäcker dann noch bezahlt hatte! Schlussendlich hielt er einen Kollegen an, der mit dem Auto unterwegs war und hielt ihn an, uns zur Marina zurückzubringen! Es war wie im Zirkus – zu sechst im Wagen fuhr uns der arme Kollege dann zurück, der zu dem Liebesdienst verknurrt wurde! Es war eine lustige und verrückte Episode!



In den engen Gassen von Suez



Nicht viele Ausländer gehen durch diese Gassen



Meistens werden wir freundlich gegrüsst



Auf dem Stadtplan sieht man den Grundriss der schmalen Gässchen gut – uns hats interressiert!



In dem authentischen Stadtteil in Suez



Kinder laufen uns nach!



WIr werden zum Teetrinken eingeladen! Eine lustige Bande junger Männer führt uns herum!



Selfie von …… aus dem Facebook


Viel Fun beim in die Marina zurückfahren! Der Typ verknurrt einfach einer seiner Kollegen uns zurück zu fahren! Eine lustige Begegnung!




 

Es geht durch den Kanal – Tag Eins – bis nach Ismailia

30. April 2018

Es ging nicht früh los. Um zehn waren die Leute der drei Boote, die an diesem Tag den ersten Teil der Kanaldurchfahrt machten noch immer alle auf dem Steg versammelt. Alle warteten auf den Agenten, der mit unseren Pässen noch bei der Einwanderungsbehörde war. An diesem Tag war starker Südwind, was uns freute! Dieser Wind würde uns nämlich flott voran treiben! Unser Pilot traf ein und war ein wenig nervös, als unser Agent immer noch nicht erschienen ist..

Auf einmal ging es dann schnell. Wir bekamen unsere Pässe und legten vom Steg ab. Kurz darauf übernahm unser Pilot das Steuer. Seine anfängliche Nervosität legte sich dann und wir hatten mit ihm entspannte Gespräche. Er war sogar bereit, verbotenerweise ein wenig Segel auszurollen, wobei sich aber wiederum herausstellte, dass er wohl einfach so schnell wie möglich nach Ismailia kommen wollte: Kaum in Ismailia sprang er von Bord, das Boot war noch nicht mal fertig vertäut. Kim bekam von ihm noch ein knappes «Auf Wiedersehen». Das war ein wenig schade, wir hatten doch den ganzen Tag mit ihm verbracht, ihn mit einem feinen Menu verpflegt und ihn in unserem Gästebuch mit Foto verewigt!

Die Fahrt durch den Kanal der später in den «kleinen Bittersee« und dann in den «grossen Bittersee» führte, war fast ein wenig langweilig. Die Küste war Wüste und sah mehr oder weniger gleich aus. Spannend waren die grossen Frachter, die wahnsinnig nahe an uns vorbeizogen. Nie hätten wir uns unterwegs gewagt, so dicht an einem der Giganten vorbeizufahren! Aber hier war das etwas anderes. Fast alle zehn Minuten passierten wir einen Riesen, einmal war es sogar ein Kreuzfahrtschiff, dem wir zu hupten und wild winkten! Darauf hin kommt mir gerade in den Sinn, dass wir einem der fetten Tuck Boote ausweichen mussten. Wir hatten ein kleines Stück Segel draussen… Unser Pilot funkte mit dem Tuck Boat Piloten und er sagte, er sei das Segelboot…. Der Pilot des Tuck Boats sagte, «Oh no, you are FELUKA!» Felukas sind ja die motorlosen Segelschiffchen auf dem Nil! 



Das Ufer des Kanals ist eintönig. Hier eine der vielen Kontrollstellen. Der Kanal wird minutiös überwacht!



Wir passieren ein Schiff nach dem andern!



Alle Arten von Schiffe passieren uns



Wer entdeckt den Bus?



Suezkanal



«Pacific Winter»



Dieser Frachter trägt Windgenerator Propeller



Unser Pilot, ders so eilig hatte!



 

Suezkanal Selfie!


 

Unfreiwillig zwei Nächte in Ismailia

1.Mai 2018

Der starke Südwind wurde von den Einheimischen als «schlechtes Wetter» beurteilt. Es war war. Der Himmel war mit dichtem Wüstenstaub angereichert und grau. Als wir am Abend in Ismailia ankamen, war der Wind und die Wellen auflandig und es wurde eine Riesenmenge Müll und Pflanzenmaterial angeschwemmt, das sich alles hinter unserem Boot verhakte. Es war ein frustrierender Anblick. Es wurde uns dann auch vermittelt, dass wir allenfalls am nächsten Tag nicht weiter fahren könnten, falls das schlechte Wetter mit dem Südwind anhalten würde. Aus unserer Sicht wäre der Südwind kein Problem gewesen, doch wir wissen natürlich nichts vom grossen Ganzen. Es könnte sein, dass die Frachter und Containerschiffe ihren Zeitplan so nicht erfüllen konnten oder sonstige Gründe haben.. Jedenfalls war es dann wirklich so. Erst am Mittag erfuhren wir, dass wir am Tag darauf nach Port Said weiterfahren konnten. Wir hattens vermutet, der Wind blies nämlich wiederum heftig aus Süden. 



Am Tag unserer Ankunft in Ismailia lag das Wasser nicht so ruhig da! Es herrschte starker Südwind und es kamen grosse Wellen in den Hafen!



Am frühen Morgen des nächsten Tages. Wir wären bereit für die Weiterfahrt, doch wir müssen warten



Das grosse Motorboot mit ägyptischer Flagge und englischem Skipper kommt auch nordwärts ins Mittelmeer



Zum Glück war der vom Südwind angeschwemmte Abfallhaufen weg, der sich hinter unserem Boot angesammelt hatte!



Die Marina in Ismailia, leider waren alle Restaurants zu und der Pool leer! Aus dem Hafen raus zu gehen war uns nicht erlaubt!



Die Elas in Ismailia



Warten auf Bescheid, der Wind hat wieder aufgefrischt!



Die Umgebung der Marina in Ismailia



Ein trüber Tag bei der Abfahrt. Wir kommen uns vor wie auf dem Nil! So viele Wasserpflanzen schwimmen herum!



Ismailia ist mit einem Kanal mit dem Nil verbunden, die Wasserplanzen wurden durch den starken Wind hergetrieben



Ein Pilotboot schleppt einen Fischer aus dem Hafen



Bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Ismailia



Wieder im Kanal, diesmal ist es eine kürzere Strecke doch wir sind langsamer weil wir keinen Rückenwind mehr haben



Interessante Szenen unterwegs



Ein Pilotboot passiert uns



Eines der vielen Containerschiffe das wir passieren



Morgenessen auf dem Suezkanal



Brücke beim Suezkanal. Der Suezkanal wird stark militärisch bewacht



Schwimmpontoons für temporärer Brückenbau. Wir sehen viele davon auf dem Weg!



Auch ein Kreuzfahrtschiff fährt an uns vorbei!



David und Goliath! 



Szene im Suezkanal. Wir haben Mittagessen gekocht, der Pilot wird mitverpflegt!



So nahe sind wir den Giganten auf unserer Reise sonst nie gekommen!



Wie hoch diese Buchstaben wohl sind?



Ausblick auf das Containerschiff. Wir sind nur einige Meter davon entfernt. Unser Boot wird vom Piloten gesteuert



Spannend und eindrücklich



Unser netter junger Pilot wird am Ende des Kanals vom Pilotboot abgeholt



Der Mann mit der Flasche war unser Pilot, der andere wollte Bakschisch!




 

Wir erreichen Port Said und kommen nach drei Jahren wieder zurück in unser «Heim-Meer», dem Mittelmeer!

2. Mai 2018

Um zehn Uhr kommt unser junger Pilot. Wir können als Erste von der Marina ablegen. Es ist windstill und der junge Mann steuert unser Boot. Der Käpt’n hat nichts dagegen. Die Strecke von Ismailia nach Port Said ist weniger lang als am Tag zuvor. Trotzdem fahren wir den ganzen Tag lang da bald der normalen Nordwest Wind uns bremst. Wir kommen nur langsam voran, im Gegensatz zur ersten Strecke, wo wir dauerhaft mit acht Knoten rasten! Es war so gegen sechs Uhr abends, als wir den Kanalausgang erreichten und unseren Piloten absetzten. Dieser war übrigens ein anständiger und angenehmer Kerl und freute sich über die paar Kleinigkeiten, die wir ihm für seinen kleinen Sohn mitgaben.



Wir kommen am Abend aus dem Kanal



Es sind noch viele grosse Schiffe unterwegs



Wir wissen nicht so recht, ob wir uns freuen sollen!


Der kleine blaue Pfeil sind wir. Wir sind gerade aus dem Kanal gefahren und sind nun, nach drei Jahren und einer Weltumsegelung wieder im Mittelmeer!




 

Nun waren wir also wieder im Mittelmeer…

 

Monate zuvor hatte ich mir diesen Moment, wenn wir wieder im Mittelmeer ankommen, als wahnsinnig überwältigend vorgestellt. Unsere augenblickliche Stimmung war aber gar nicht so phantastisch –  eher ein wenig bedrückt. Uns ist das baldige Ende unserer Reise bewusster denn je. Wir bereiteten uns auf die dreitägige Strecke quer übers Mittelmeer in die Türkei vor. 



Wir haben ein lachendes und ein weinendes Auge! Einerseits Stolz über unsere Leistung aber auch Trauer über das Ende der Reise!



Die schönste Zeit im Mittelmeer vor uns! Danach müssen die Kinder wieder die Schulbank drücken und wir an die Arbeit!



 

Die Wetterfrösche vom Mittelmeer haben auch nicht immer recht!

2. Mai 2018

Tagelang zuvor hatten wir die Windvorhersage beobachtet und er war gut! Der normale Wind kommt aus Nordwesten, also genau in der Richtung in der wir segeln wollen, doch es war Ostwind gemeldet worden. Wir waren froh, dass wir das gute Wetterfenster durch die Verzögerung nicht verpasst hatten!

Was weniger gut war, war dass wir feststellen mussten, dass die Meteorologen im Mittelmeer genau so unkorrekte GRIB Files berechneten wie die im Roten Meer, was ja noch eher verständlich war. Wir hatten Nordwest Wind!

 

 

 

 

Wohl die längste letzte Strecke mit der «Elas», der Trip von Port Said nach Finike in der Südtürkei. ca 300sm. Wir nehmen die Tage und die Winde wie sie kommen!

3. Mai 2018

So segelten wir vorerst mit Motorunterstützung weiter gegen den Wind. Im Verlaufe der Nacht wurde der Wind schwächer und drehte mehr gegen Osten. Wir konnten den Motor ausmachen und segeln. Wir waren super langsam… mit 3 Knoten tuckerten wir über die Flache See. Auch nicht schlecht, auch so würden wir irgendwann mal in der Türkei ankommen! Unser Ziel war ja eine Stadt in der Südtürkei, wo wir auch einklarieren konnten, doch schlussendlich waren wir frei, einen anderen Hafen anzulaufen. Wohin uns der Wind treiben wird!

So schlichen wir zwei Tage langsam gegen Norden. Am dritten Tag frischte die Brise auf und wir waren wieder fix und erhebend unterwegs! Wenn wir so weiterfahren konnten, würden wir am nächsten Tag am Vormittag in «Finike» ankommen!




Gute Verpflegung ist wichtig auf der Elas, vorallem auf Überfahrten!



Szenen von unterwegs! Was man sich so alles beim Abwasch einfallen lassen kann!


 

 

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s