49. Ägypten – Riffe und Inseln

Cruising in Ägypten: Die tollste Unterwasserwelt, eine beängstigend flexible Preispolitik und eine undurchschaubare Bürokratie


Von Suakin, Sudan zum Abu Fendera Riff, an der Grenze zu Ägypten


Der Weg nach Norden, 240 Seemeilen und zwei Tage Südwind

27. März 2018

Schon bei unserer Ankunft in Suakin war uns das spezielle Wetter der nächsten Zeit bewusst. Es war Südwind vorausgesagt, welcher normalerweise nur bis Höhe Suakin im Roten Meer vorkommt, danach wechselt das Windsystem auf Nordwinde. So war das etwas Besonderes, was wir auf jeden Fall ausnützen wollten. Damit war auch klar, dass wir nur zwei Tage in Suakin bleiben werden um danach mit dem tollen Südwind so weit nördlich wie möglich zu kommen.

Wir machten Wetterrouten die wir dann über unsere GRIB Wetterfiles legten und so planen konnten, wie weit wir in den nächsten zwei Tagen etwa kommen werden. Das ist eine fantastische Möglichkeit, man gibt verschiedene Abfahrtszeiten und Geschwindigkeiten ein und kann so gut nachvollziehen, wo wir uns zu welchen Zeiten und Wetterbedingungen befinden werden.

Beizeiten am Morgen hoben wir in der friedlichen Bucht von Suakin unseren Anker. Der Wind war für den ersten Tag noch nicht zu stark gemeldet und sollte sich dann im Verlauf des zweiten Reisetages bis zu 25Knoten steigern. Das war eine tolle Windstärke zum Rückenwindsegeln, wir waren optimistisch und freuten uns.

So kam dann der schöne Südwind und wir kamen gut voran. Von Unterwegs checkten wir wieder den Wind für die nächste Nacht und wo wir am Morgen einen Schlupfwinkel finden können, wenn dann der Wind innerhalb von ein zwei Stunden drehen wird und mit voller Stärke (20kn) uns auf die Nase blasen wird. Wir entschieden uns hin und her, zwischen einem näheren Ziel an der Küste und einem Riff an der Strecke. Wir würden dort am morgen, (wie alle Tage bei strahlendem Sonnenschein) ankommen und hätten noch gut Zeit um einen guten Ankerplatz zwischen den Riffen zu finden, bevor der Wind dann drehen würde. 

 

 

 

Pläne und Entscheidungen und wie sie sich in der Realität verhalten. Es kommt anders als geplant und es gibt nur noch ein tapferes Vorwärts – ins Ungewisse!

27. März 2018

Der gute alte Wind hielt sich aber leider nicht an den Plan und brachte uns noch eine Überraschung mit… Die Windrichtung änderte sich schon einige Stunden früher, noch bevor wir das Riff erreicht hatten. Es wurde hart mit dem Vorwärtskommen. Wir mussten aufkreuzen, das heisst, einen Winkel zum Wind fahren, obwohl das einen Umweg bedeutete. Direkt in den Wind und in die schnell aufgebauten Wellen zu fahren bedeutete, dass wir kaum mehr vorwärts kamen… Zweifel, ob wir uns richtig entschieden hatten, kamen langsam hoch.

 

Ungeplante, unangenehme Überraschung

In der Morgendämmerung sahen wir dann noch etwas anderes, das uns Sorgen bereitete: Es war ein Dunst in der Luft, der die Sonne kaum mehr durchliess. Und dieser wurde immer dichter, das Wasser spiegelte sich bläulich im grauen Umfeld. Zuerst dachten wir es sei Regen, doch dann bemerkten wir den roten Staub, der sich überall auf dem Boot absetzte. Bald war unser grünes Sonnenverdeck rot und unser weisses Deck auch. Es war krass. Die Sicht setzte sich auf Null herab und so wollen wir in ein Riff hineinfahren, mit vielen gefährlichen einzelnen Korallenstöcken, die man nur mit «Eyeball Navigation» sicher passieren kann?! Das ist nicht die Entscheidung, die wir treffen würden! Wir zogen es in Erwägung, umzudrehen und zurück zu fahren aber es war zu weit. Es gab nur noch VORWÄRTS, ob wir wollten oder nicht. Unter grossem innerlichen Druck kämpften wir uns vorwärts in Richtung des Riffs. Die Wellen liessen langsam nach und wir bekamen die ersten einzelnen Riffe zu sehen, die von den Wellen wild umschäumt waren, ein wichtiges Indiz um die Riffe zu erkennen wenn kein Sonnenlicht da ist. Mit angespannter Mine und höchster Konzentration hielten wir vorne am Bug, voll dem Wind ausgesetzt, Ausschau nach Riffen und dirigierten den Kapitän darum herum. Schliesslich fanden wir einen Sandflecken in 15m Tiefe, wo wir den Anker herunter liessen. Trotz meinem innigen Wunsch, dass das Ankern ohne Zwischenfälle gut verlaufen wird, hatten wir dann trotzdem noch ein Problem. Zur Sicherheit wollten wir ein Seil mit einer Boje am Anker anbringen, damit wir den Anker allenfalls mit Hilfe des Seils wieder heben könnten, falls wir an einer Koralle hängen blieben… Wir waren nicht zufrieden mit dem Platz, wir schwojten zu nahe ans Riff heran, also hoben wir den Anker wieder. Dabei verschwand plötzlich unsere Ankerboje im Wasser und wir hingen mit dem Boot nur noch am Seil, das sich unter einer Koralle verklemmt hatte. Wie gesagt, es war grau in grau, windig und wellig…. Kim verschwand kurz im Wasser um die Situation zu betrachten. Ich wünschte mir sehnlichst, dass bald alles in Ordnung kommt – der Anker sicher und gut unten. Nach ein paar Manövern mit dem Motor kam dann das Seil los und wir legten noch ein paar Meter hinter uns zu einem besseren Platz. Da war endlich gut.

Wir waren im «Nirgendwo» gelandet. Wir machten die Schotten dicht, um den grässlichen Staub nicht noch im Inneren des Bootes zu haben und schauten einen oder auch zwei Filme! Wir liessen den grauen (roten) Tag, mit der wagen Hoffnung dass der Staub vielleicht am nächsten Morgen weg sein würde, verstreichen.



Das Blau des Himmels reflektiert bläulich und auf mystische Weise 

 


Es sieht aus wie Nebel doch es ist Wüstenstaub, der uns die Sicht nimmt!


Durch den Sandsturm unheimlich schwierig, Riffe zu erkennen. Nur durch die brechenden Wellen waren sie zu erkennen


Das Schiff ist sicher geankert, nun heisst es «Schoten dicht und abwarten!»


Am nächsten Morgen ist die Luft wieder klar doch das Boot mit einer Dicken Staubschicht bedeckt! im Hintergrund ist die Boje wo sich unser Anker befindet


Das ganze Boot ist dick mit Wüstenstaub bedeckt!


Alle Schoten sind rot, nicht mehr weiss!


Unterdessen konnten wir auch sehen, wo wir geankert hatten. Da waren Riffe hinter uns, aber in guter Entfernung!


 

Drei Tage am Riff

30. März 2018

Und es war tatsächlich am Morgen ein wiederum strahlend sonniger Tag! Wir blickten uns ungläubig umher und nur noch die dicken roten Sandspuren zeugten vom vorhergehenden grässlichen Tag. Der Wind blies mit regelmässigen 15 Knoten und trotz den Wellen lag die ELAS ruhig vor Anker. Es war gut.

Wir würden weitere drei ganze Tage hinter dem Riff verbringen, darunter auch Neeles elfter Geburtstag! Wir hatten viel Zeit für Schularbeiten und machten mindestens einmal einen Ausflug mit dem Dinghy durch die Wellen zum Schnorcheln. Die Bedingungen waren natürlich nicht gerade optimal dafür, es war unruhig und gab auch viel Strömung. Aber die Unterwasserwelt war atemberaubend und das Wasser traumhaft klar!


Wir exporen das Riff mit dem Dinghy. Es ist windig und wellig!


Die Elas sitzt sicher im Blauen Wasser


Ein spezieller Tag, Neeles 11 Geburtstag!


Neeles sonniger Geburtstagsmorgen


Der Dinghy Anker sitzt gut


Schnorcheln bis zum «geht nicht mehr»!


Die Korallen im Roten Meer sind farbig und lebendig, es ist eine Pracht!


Farben im türkisblauen Wasser


Abu Fendera heisst das Riff wo wir einsam ankerten


Die «Clambs» Muscheln kommen in allen Farben und Musterungen vor


Im seichten Wasser, die Sicht ist perfekt


Feuerkorallen, besser nicht berühren!


Tauchen und Trainieren!


Gar nicht ängstlich..


Viel zu sehen


Ein gut getarnter Steinfisch


Eine Moräne



 


 

 

 

Eine weitere Herausforderung: Neue Arbeitsaufteilung und ankern im dichten Korallenfeld

Kap Ras Banas oder auch «Cape Nose»

2. April 2018

Auf unserm Weg nach Norden lag nun die 70sm lange Bucht, die «Foul Bay». Die Foul Bay hatte wohl diesen Namen weil sie voller Riffe ist. Der Wind blies nun voll von Norden, direkt von unserem Ziel her mit relativ starken 15 Knoten. Also planten wir die Strecke durch die Nacht zu segeln und einen grossen Schlag in Richtung Küste und dann einen weiteren wieder zurück in Richtung des Kaps zu machen. Dieser Plan funktionierte recht gut und wir erreichten ohne grosse Zwischenfälle am Morgen bei gutem Tageslicht das Kap. Kim fragte mich unterwegs mal so beiläufig, ob ich in unserem Segelführer über den geplanten Ankerplatz gelesen hätte, hatte ich nicht. Der Autor schlug darin vor, beim Anker aufholen dann schon mal ins Wasser zu gehen, um die Kette von den überall vorkommenden Korallen zu entwirren… das waren ja gute Aussichten. Kurz überlegten wir, auf eigene Faust ein Platz zum Ankern zu suchen, entschieden uns dann trotzdem zum Kap zu fahren. 

Tatsächlich war die ganze Bucht beim Kap, wo wir in der Ferne in der Wüstenlandschaft ein Paar Bretterhütten, ein paar Menschen und ein Dromedar in der Sonne liegen sahen, voller Korallen. 

 

Adrenalin pur!

Die «Augapfel Navigation» erwies sich als schwierig. Die Höhe der Korallenköpfe war extrem schwierig auszumachen. In der Ferne sahen wir einen hellen, türkisblauen Flecken wo wir Sand vermuteten. Doch kommen wir über die gelblich braunen Flecken hinweg, wo sich Korallen darunter befinden?

Als wir in die Nähe des vermeintlichen Ankerfeldes kamen, hüpfte Kim ins Wasser, um einen sicheren Platz für den Anker zu finden. In dem Fall war es mein Turn, das Boot zu steuern, wobei ich sagen muss, dass ich dies bis anhin immer Kim, unserem erfahrenen Kapitän, überlassen hatte! So waren wir inmitten dem Korallenfeld und der Wind presste. Aus Zweifeln, das Boot mit den vorhandenen Windverhältnissen nicht steuern zu können, wollte mich wieder aus der Affäre ziehen…. Aber Kim bestand darauf, also musste ich, und es musste auch auf jeden Fall klappen! 

Wir liessen den Anker ein Stückchen nach unten und Kim hängte sich daran, während wir langsam durch die Korallen fuhren….! 

Unter absoluter Konzentration und auf die immer währenden Befehlen von Kim, übermittelt von Lenja die am Bug Ausschau hielt, hörend, drifteten wir langsam über die Korallen, die teilweise erschreckend hoch kamen. Es funktionierte gar nicht übel, das Boot zu steuern, nur als wir den Wind plötzlich von hinten hatten, bekamen wir zu viel Fahrt… Es kam mir ewig vor, wie wir da hin und her, im Zick Zack durchs Wasser fuhren. Irgendeinmal befanden wir uns wieder an dem Fleck, wo wir schon zu Beginn waren. Es war wohl der einzige, ein paar Meter lange Sandfleck der gesamten Bucht, und dort liessen wir dann gezielt den Anker hinunter. Es war ein Paradebeispiel für ein gelungenes Teamwork. Kim im Wasser, Lenja am Bug, ich am Steuer und Neele mit beiden Daumen gedrückt….! Meine Erleichterung und auch die Freude, dass es mit dem Manövrieren so gut geklappt hatte, war gross – aber ich brauchte noch einen kurzen Moment, bis das Leben wieder weitergehen konnte!


Unser Weg der Küste entlang


Eine neue Arbeitsaufteilung beim schweisstreibenden Ankermanöver in den Korallen: Kim im Wasser, Lenja an der Ankerwinde und ich am Steuer. Lange Suche bis eine kleine Sandstelle gefunden wurde!


Am Ufer sind nur ein paar Leute, Hütten und ein Dromedar!


Das Riff ist unheimlich spannend und absolut unberührt. Kein Taucher kommt hierhin und so bekommen wir grosse Tiere zu sehen: Eine Riesenmoräne die zweieinhalb Meter lang war und ein grosser Rochen


Ein Rochen mit einer Spannweite von ca. 1.5m


 

 

Wir befinden uns in Ägypten! Und die Unterwasserwelt – wen verwunderts – ist unglaublich!

2. April 2018

Als wir unseren Adrenalin Pegel wieder gesenkt hatten, hüpften wir alle ins Wasser. Es war unterdessen Mittagszeit und das Licht fabelhaft. Der Vorteil war natürlich, dass wir direkt vom Schiff aus die phänomenale Unterwasserwelt geniessen konnten. Und das war sie – die Riffe fielen tief ab und kamen wieder hoch bis zur Oberfläche, wo die (Feuerkorallen?) im Sonnenlicht glitzerten. Es war ein unbesuchter Ort und wir bekamen grosse Tiere unter Wasser zu sehen: Ein riesiger Rochen buddelte am Grund Sand auf, seine Spannweite war sicher zwei Meter lang. Furchteinflössend war aber die Riesenmoräne, die durch ihr Territorium patrouillierte! Wir begegneten ihr einige Male! Sie war über zwei Meter lang und der Durchmesser ihres Körpers war etwa dreissig Zentimeter. Die Moränen die wir bisher gesehen hatten, waren um einiges kleiner und sassen immer in irgendwelchen Löchern. Dies war ein anderes Kaliber!

Die Nacht konnten wir sicher an dem Platz verbringen. Die Windrichtung änderte sich nur leicht. Trotzdem mussten wir ein paarmal beim Ankerheben am Morgen pröbeln, bis wir die leicht verhakte Kette wieder von den Korallen los bekamen. Aber ich schätze, das gehört einfach zum Gesamtpaket «Segeln und Ankern an ausserordentlich schönen Orten» dazu!


Die abwechslungsreiche Unterwasserwelt beim Cap Nose


Nicht nur die grossen Tiere sind interessant, es gibt auch viele Details zu bewundern!


Eine «Clamb» Muschel die sich zugezogen hat


 Eine Koralle bei der man die Korallentierchen, die Polypen, sehen kann!


Hier kann man die Polypen besonders gut erkennen. Diese Leben in Symbiose mit Bakterien und bilden gemeinsam die Koralle


Koralle und ein «Christmastree-Worm»!


Es gibt so viele verschiedene Arten… Jede hübscher als die andere!


Eine Qualle 


Eine Clamb in leuchtend Blau!



Diese «Blumen» öffnen und schliessen sich abwechslungsweise




 

Destination «Dolphin Reef», eine riesige türkisblaue Lagune – reines Seelenbalsam

3. April 2018

Wir bekamen bereits den Tip für das «Dolphin Reef» als wir noch in Australien weilten. Wir haben es uns gemerkt und nun waren wir nur noch ca 20 sm davon entfernt. Der Wind war gut und wir überlegten uns, vielleicht weiterzufahren. Immer gilt es,  Entscheidungen zu treffen, die uns wettermässig keine Nachteile bringen wird. Aber wir sahen dass sich der Wind in den nächsten Tagen gleichmässig verhalten wird, und so hielten wir Kurs gegen das Dolphin Reef.

Wir kamen vom tiefblauen Wasser urplötzlich ins helle, türkisblaue Wasser, wo sich die Riffe dunkelblau und gelblichbraun abzeichneten. Über die dunkelblauen kommen wir ohne Probleme hinweg, vor den gelblichbraunen müssen wir uns in Acht nehmen und umfahren. Wir sind überwältigt von der Farbe des Meeres – je weiter wir in die Richtung des Riffes kommen, wo sich die Wellen brechen und es seichter wird, umso leuchtender ist das türkisblau des Meeres. Dieser Anblick ist immer wieder fantastisch und kaum zu fassen. Die Farbe geht direkt ins Herz und ist Seelenbalsam pur!

Das Ankern ist um Vielfaches einfacher als am Tag zuvor, da es grosse Sandflächen gibt und wir uns nur um die kleinen, niedrigen Korallenstöcke kümmern müssen. Wir wollen keine beschädigen und auch nicht mit der Kette hängen bleiben.


Das Dolphin Reef liegt im Fury Shoal in Ägypten. Hinter dem Riff ist eine riesige, Swimming Pool-artige Lagune!


Es gibt genügend Sand und nur wenige Korallenköpfe, wir können schnell einen guten Ankerplatz finden


Das Gefühl mit dem eigenen Boot in einer solch fantastischen Umgebung zu sein, ist einfach unglaublich!

Freude pur!

Das Dolphin Reef wird auch von den sogenannten «Live-aboards» besucht, Boote auf denen man eine Woche Tauchferien buchen kann, die von Port Ghalib her kommen


 

Wir wissen nun, weswegen das Riff «Dolphin Reef» heisst!

Kaum verwunderlich bei der paradiesischen Wasserfarbe ist, dass wir nicht das einzige Boot in der Lagune sind. Vier fünf dicke Ausflugsmotorboote, zum Teil sogar mit Rutschbahn, liegen auch vor Ort. Als wir unser Boot sicher geankert hatten, machten wir uns mit dem Dinghy auf den Weg in Richtung der anderen Boote, ein kleineres Motorboot winkte uns freundlich und zeigte in die selbe Richtung. Beim Näherkommen bemerkten wir eine grosse Menschenmenge im Wasser plantschen und wunderten uns, was sie da trieben. Vielleicht war ein Wrack im Wasser, doch wir konnten keine Farbveränderung bemerken… Irgendwann sahen wir die Delfinflossen auftauchen! Es war eine riesige Gruppe Delfine, die ruhig ihre Kreise durch die Lagune zog und sich wegen der Menschenmenge nicht aus der Ruhe bringen liessen!

Im selben Moment wo wir uns ins Wasser liessen, waren wir umgeben von den Körpern dieser wunderschönen Wassertiere. Es waren so viele Delfingruppen unterwegs, dass wir alle paar Minuten wieder umringt waren. 


Wir entdecken von weitem viele Menschen im Wasser und hatten keine Ahnung dass es grosse Gruppen von Delfinen gab!


Hinter dem Dophin Reef befindet sich eine riesige, türkisblaue Lagune wo sich Delfine versammeln. Ein paradiesischer Ort!


Zufälligerweise sind wir zur rechten Zeit am rechten Ort! 


Grosse Gruppen der Delfine ziehen gemächlich unter uns vorbei!


Die Tiere kommen auch ganz nahe und kennen keine Scheu vor den Menschen


Wir konnten das Spektakel eine lange Zeit geniessen!


Es gab viele Mütter mit ihren Jungen, die wohl hinter dem Riff Schutz finden


Ein glückliches Erlebnis an diesem Tag!



 

Es ist zu schön, um weiterzufahren – wir bleiben noch einen weiteren Tag

4. März 2018

Trotz dem Drang, im Roten Meer bei den ruhigen Bedingungen, das heisst bei wenig Gegenwind, voran zu kommen, entschieden wir uns noch einen Tag an diesem schönen Ort, anzuhängen. 

Dem Riff entlang konnte man wunderbar schnorcheln, wir beobachteten zwei Feuerfische, die scheinbar schwerelos über dem türkisfarbenen Grund schwebten. Kim und Lenja sahen erstaunlicherweise auch einen recht grossen Hai! Die Delfine waren an diesem Tag nicht mehr so zahlreich unterwegs, wir hatten es am Vortag perfekt und unerwartet getroffen!


Schnorcheln im Dolphin reef


Das Wasser ist glasklar hinter dem Riff


Korallen und Sandboden


Die drei Grazien!


 Und nochmals drei Grazien!


Ein Feuerfisch


Feuerfisch Portrait


Diese zwei Feuerfische sind gemeinsam unterwegs


Ein lachender Papageienfisch!




 

Fury Shoal (Dolphin Reef) nach Mahabis Island, auf direktem Weg 20sm

Wieder ein Traum-Ankerplatz 

5. März 2018

Natürlich hatten wir Gegenwind. Aber zum Glück nicht so starken. Wir verliessen das schöne Riff am Morgen zu einem Zeitpunkt, wo Sonne bereits so hoch war, dass wir die Korallenstöcke sehen konnten. Nach ein paar Stunden unter Motor aufkreuzen, waren wir am frühen Nachmittag bei den Inseln, den Mahabis Islands, wo wir bis zum nächsten Tag bleiben wollten. 

Schon beim Näherkommen konnten wir wieder das leuchtend türkisblaue Wasser sehen –  der Ankerplatz sah hinter der flachen Sandinsel sehr vielversprechend aus! Diesmal konnten wir sogar in seichten 5m Wassertiefe ankern, es war fantastisch! Wir schnorchelten vom Boot aus über das grosse flache Riff zur Insel. Überquerten das Inselchen barfuss wo wir von den brütenden Seevögeln angegriffen wurden! Wir sahen auch ein Adlernest mit am Boden, mit Jungen. Lachsfarbige Krebse bauten kleine kegelförmige Hügel und Lenja sagte dazu: «Man merkt dass wir in Ägypten sind – sogar die Krebse bauen Pyramiden!»


Lenja: «Sogar die Krebse bauen Pyramiden in Ägypten!»


Viele Krebs Pyramiden


Die Seevögel verteidigen ihre Nester und greiffen uns an!


Ein einsamer Ankerplatz vor einer unbewohnten Insel – ein Traum!


Ein Seeadler auf den Mahabis Islands

Die Vögel verteidigen ihre Nester und sind angriffslustig


Seevögel auf Mahabis Island


Eine flache Sandinsel – Mahabis Island


Mit dem Neopren auf Erkundungstour über die Insel


Flaches Riff


Mahabis Island


Mahabis Island, eine der unbewohnen Insel der Inselgruppe


An Land schwimmen…


 



Seeadler im Anflug, sie sitzen auf den Windmesser und das ist nicht gut!


Ein Seeadler mit der blauen Spiegelung des türkisfarbenen Wassers


Aller Lärm nützt nichts! 


Seeadler auf Mahabis Islands



Gut getarnt!


Ein gutes Versteck



 

Von den Mahabis Islands in Richtung «Port Ghalib» mit Stop beim «Ernesto Riff»

Auf direktem Kurs 70sm

6. März 2018

Wir rechneten mit einer kleinen Flaute in der kommenden Nacht. Wir planten diese zu Nutzen und über Nacht in die Nähe von Port Ghalib zu gelangen. Es waren 70sm, die wir hinter uns zu bringen hatten, eigentlich nicht viel, doch mit jedem Kurswechsel drehte auch der Wind wieder, und zwar immer in die Richtung in die wir wollten! Wir brauchten für die ganze Strecke den Motor und kamen am Morgen um zehn bei einem kleinen Riff an, wo wir geplant hatten, über Nacht zu bleiben.



Das Boot an einer Mooring Leine beim Ernesto Riff

 


So nahe sind wir selten am Riff!


Es gibt Mooringleinen wo wir daran fest machen können


Für die Nacht machen wir noch eine zweite Leine fest, damit sich das Boot nicht in Richtung Riff bewegen kann



 

Über Nacht ganz nahe beim Riff – beim Ernesto Riff

7. März 2018

Es gab nicht viel Platz zum Ankern und es war tief. Doch es gab verschiedene dicke am Grund befestigte Leinen von denen wir mal eine schnappten. Wir waren uns zu Beginn nicht ganz sicher, ob wir die Nacht wirklich so nahe am Riff verbringen wollten! Vorerst war es mal gut, der Wind kam von der richtigen Seite und hielt das Boot vom Riff entfernt.

Das Riff kam aus dem tiefblauen Wasser bis an die Oberfläche und es sah sehr reizvoll aus. Schon bald kamen auch ein paar Gummiboote mit Touristen um beim Riff zu schnorcheln – also musste es schön sein! Und das war es!

Um die Nacht sicher so nahe beim Riff verbringen zu können, vertäuten wir das Boot noch mit einem Seil an einer Kette, die bei einem «Bommie», einem einzelnen Korallenstock, festgemacht war. So konnte das Boot bei Flaute nicht gegen das Riff drehen. Wir verbrachten eine windlose, extrem ruhig Nacht!


Schnorcheln über dem Ernesto Riff

 

Tiefentauchen Training!


Eine Gruppe Squids (Kalamare)

 

Beim Erschrecken ändern sie die Farbe

 

Kalamare

 

In der Tiefe beim Ernesto Riff

 

Ernesto Riff

 

Anemonen mit ihren Nemos

 

Neele beobachtet die Anemonenfische

 

 Anemonen Fische


Wer kann die grosse Morände entdecken?

 

Gut getarnt

 

Eine Nahaufnahme einer Weichkoralle 

 

 Mit Licht erscheinen viele Farben!

 

 

 

 

 



 

 

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