46. Indien

Von Galle nach Cochin, ca. 350 Seemeilen

4. – 7. Februar 2018

 

Vier Tage waren wir auf See für die kurze Überfahrt, der Westküste entlang hoch, bis nach Cochin oder auch Kochi genannt. Die Reise war immer in Küstennähe und es war immer Verkehr, besonders in der Nacht mussten wir dauern auf der Hut sein, lagen rund um uns herum immer wieder Fischerboote, bei denen man nie wissen kann, was sie vorhaben. Es kam auch schon vor dass diese nach langer Zeit an Ort dann plötzlich Kurs gegen uns nahmen und ein Ausweichmanöver nötig war! Die Nachtwachen forderten immerwährende Präsenz aber waren daher auch nie langweilig. Der indischen Küste entlang nordwärts hatten wir keinen Wind mehr und zudem starke Gegenströmung. Wir kamen unter Motor nur sehr langsam vorwärts, die Strömung war anhaltend bis nach Cochin! 

 

 

 

Die Segel sind gerefft – zwischen Sri Lanka und Indien herrschen starke Winde


Die Art zu geniessen!




Die Liebe zur See 😉


Die Elas braust über die flache See


In Cochin angekommen. Diese Art Fischerei wie sie am Ufer zu sehen ist, haben wir noch nie gesehen


Begrüssung zu Wasser


Die das Hafengebiet in Cochin muss immer wieder ausgebaggert werden


Auf dem Weg zum «Malabar» Ankerplatz, zum Einklarieren



Coast Guard


Ausblick in der Nacht von der Marina in Richtung Ernakulam


 

 

 

Ankommen in der indischen Stadt «Cochin/Kochi», ein Einblick in Indiens Bürokratie, die Marina, die  Nachbars-Stadt «Ernakulam» und eine defekte Ankerwinde

7. Februar 2018


Am Mittag kamen wir beim Ankerplatz der Einklarierungsbehörde an, wo wir mit Erstaunen feststellten, dass unsere Ankerwinde sich nicht mehr rührte, obwohl wir sie in Sri Lanka gerade noch gebraucht hatten. Keine nette Überraschung für den ersten Tag in einem neuen Land! Wir müssten dann den Anker danach halt von Hand wieder heben müssen… Bald darauf bekamen wir Besuch auf dem Boot von einer der Behörden denen wir ein ausgefülltes Formular mitgeben mussten. Wir erfuhren auch, dass es wohl ziemlich knapp werden würde mit dem Einklarieren, die Einwanderungsbehörde würde ihr Büro um drei schliessen. Wir mussten so schnell wie möglich an Land – aber unser Dinghi lag zusammengefaltet auf dem Deck…

Wir durften dann mit dem Hafenmeister Boot mit an Land fahren, wo wir dann unseren «Marathon» begannen. Von einem Büro zum anderen, Zettel ausfüllen – warten. Glücklicherweise war gerade noch ein zweites Boot angekommen und es reichte gerade noch uns beide abzufertigen, bevor das Büro schloss. (Die Prozedur war aber noch nicht beendet. Am nächsten Tag musste Kim nochmals antanzen und es dauerte mehrere Stunden bis es dann fertig einklariert war. Kaum zu glauben. Die Zollbeamten verschwanden plötzlich aus dem Büro und als Kim sich erkundigte, wohin sie gegangen waren, kam die Antwort sie seien zum Mittagessen gegangen!) Danach durften wir in die Marina. Wir wussten dass wir nicht zuviel von der Marina Cochin erwarten durften, doch es war toll, das Boot am Steg zu wissen. Strom und Wasser gab es auch und das war viel! Die Marina lag an einer Insel, der «Bolgatty Island» wo es ein Resort in einem historischen Gebäude gibt. Ein ruhiger Ort wo nicht viel passiert.

Die Marina liegt am Fluss, der tief ins Landesinnere führt, wo viele Kanäle und Seen das Land durchdringen. Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt Ernakulam, eine grosse Stadt die eine Geschichte katholischer Missionare hinter sich hat, die bis in die heutige Zeit gelebt und praktiziert wird. Es gibt an jeder Ecke Kapellen und Kirchen, christliche Bücherläden und Läden mit Heiligenbildern – die klassisch indisch, kitschig farbig sind!



Kochi International Marina 


Seit langem wieder mal in einer Marina..


Wir bunkern für die lange Überfahrt ins Rote Meer 700Lt Diesel!



Diesel bunkern in Cochin, Indien


Es treffen nach und nach Boote ein, die sich auch auf den Weg zum Roten Meer machen werden



Zu Gast bei «Nazar», dem Mann für alle Fälle der Segler

Die Besatzung des Segelboots «Esprit» und wir sind bei Nazar zu Hause zum Essen eingeladen

 

Nazar arbeitet schon seit Jahrzehnten in der Marina und hilft den Seglern mit allen Belangen


Unterdessen hilft auch sein Sohn dabei


Die Frau seines Sohnes und Nazars Frau, wir fühlten uns sehr wohl in seinem Haus – Danke Nazar!


 

 

 

 

Ein neues Land – das Erkunden muss warten. Warten tun wir auch auf eine Lösung für unsere defekte Ankerwinde!

Ernakulam war auch die Stadt die für uns am nächsten war, es gab eine kleine Fähre mit der man alle halbe Stunde über den Fluss fahren kann. In Ernakulam machten wir dann auch unsere ersten «Indien» Erfahrungen. Tagelang erkundeten wir die Gassen von Ernakulam und Kochi, weil wir gehindert waren, weiter weg zu fahren; Wir waren begeistert von Sri Lanka und noch immer erfüllt von unserer Reise durch die tropfenförmige Insel. Wir waren versessen darauf, Indien auf die selbe Weise zu bereisen – mit dem Zug und Bussen. Doch wie sich herausstellte war unser Motor der Ankerwinde verbrannt. Indien ist das ultimative Land der Reparaturen: Dinge die bei uns direkt im Müll landen werden hier repariert. So waren wir auch guter Hoffnung, dass wir jemanden finden würden, der unseren Elektromotor der Ankerwinde reparieren, notfalls neu wickeln kann. 

Das leidige war die Warterei. Wir warteten Tage bis mal der erste Mechaniker überhaupt mal den Motor anschaute und verneinte. Dann der zweite, Superprofi, wie uns gesagt wurde. Auch dieser sollte bis Mittag telefonieren und am Abend war immer noch kein Bescheid! Wir waren blockiert! Mental und physisch. Sassen oft den ganzen Tag im heissen Boot (natürlich mit Schule die Zeit verbringend…) und warteten auf Bescheid. Unterdessen arbeiteten wir an Plan B: Eine neuen Ankerwinde bestellen. Das hiess, stundenlang im Internet surfen, Anbieter suchen, Preise und vor allem Liefertermine abklären.


In den Strassen von Ernakulam


Wir warten auf das Taxi nach Ernakulam


Unabsichtliche Street Art auf der Bolgatty Island


Filmplakate


Alles ist interessant und hat seinen besonderen Reiz: – Filmplakat in Cochin

Die Schrift und Sprache in Kerala heisst »Malam»


In Ernakulam ist die Kirche überall vertreten!


Die Santa Cruz Cathedral Basilica in Fort Cochin


Im innern der hübschen Kirche, alles ist bunt und kitschig


Fröhlich – kitschige Buntheit!


Maria und Jesuskind


Heiligenbilder in allen Variationen zu kaufen


Engel und tanzendes Hula Girl dicht beieinander

 

 

 

«Kochi International Marina», Ende Februar 2018, Flotten Sammelort für alle durchs Rote Meer reisenden Boote

 
Jedes Jahr nimmt die Zahl der durch das Rote Meer reisenden Boote wieder zu, wo immer noch Zwischenfälle mit Piraterie (meist bei Frachtschiffen) passierten. Viele lassen ihre Boote durchs Rote Meer verschiffen, viele segeln um Afrika herum, was auch nicht gefahrlos ist. Es war uns von Anfang an ein grosser Wunsch, durchs Rote Meer zurück ins Mittelmeer zu segeln und es war eine Erleichterung zu sehen, dass es eine Gruppe in «Facebook» gibt, die darauf hin arbeitet, Informationen zu sammeln, dass sich Boote treffen und zusammentun können, um die Passage gemeinsam zu druchsegeln. Das war das grosse Ziel und wir waren gespannt, wie viele Boote dann tatsächlich in Cochin waren. Es war mal die Rede von Zwanzig bis Dreissig Booten. In der Marina waren gerade mal 8 Boote. Ein paar waren noch unterwegs, von denen wir wussten. 

Es kam dann aber alles anders. Lustigerweise waren alle interessiert, sich zusammen zu tun, und doch wollten nahm keiner Rücksicht. Jeder hatte noch seine Sachen zu erledigen, Dinge reparieren. Wir mussten auf eine Lösung mit unserer Ankerwinde warten. Während wir dann endlich wussten dass wir die Winde auf Ende Februar kriegen würden, hatten sich die beiden Boote, die ungefähr den selben Speed haben, bereits alleine auf den Weg gemacht. Übrig blieb noch das Boot «Esprit» und «Balikcil», beides schnelle, moderne Boote, welche unbedingt mit uns reisen wollten.


Dieses einfache Fischervolk treibt in schwimmenden Körben den Fluss hinunter – ein einzigartiger Anblick!


Am Abend treiben sie dann wieder mit der Flut flussaufwärts…


Oftmals fragen sie uns nach Wasser


Bei der Fähranlegestelle in Ernakulam begegnen wir dem Fischervolk wieder

 

Hier arbeiten sie an den Netzen


Die Promenade in Ernakulam in Abendlicht


Promenade in Ernakulam – auf der gegenüberliegenden Seite ist das Bolgatti Island Resort und die Marina




Unterwegs in Ernakulam


Bilder vom Gemüsemarkt in Ernakulam


Ernakulam Gemüsemarkt – es gibt alles was das Herz begehrt


Händler



Kohl


Bananen Bananen!


Die Kochbananen werden frittiert und schmecken hervorragend!


 Ernakulam

 

 

 

 

Unterwegs in Fort Kochi

Fort Kochi ist gut mit der Fähre zu erreichen, aber von der Marina doch ein wenig weiter entfernt. Fort Kochi wird von vielen Indischen Touristen besucht und es gibt viel zu entdecken – vor allem die ausserordendliche Art zu Fischen mit den beweglichen Fischernetz Anlagen!


Diese speziellen Netze werden durch Steingewichte abgesenkt und gehoben


Kontrast an den Ufern in Fort Kochi


Beim Absenken der Netze


Szenen am Ufer in Fort Kochi


Fort Kochi

Fort Kochi

Ein windiger Tag in Fort Kochi


Fort Kochi in Gegenlicht – Sonntags



 

Ein wunderschönes Indisches Mädchen in Fort Kochi


 

Eiscreme Tuk Tuks!


Altehrwürdige Schule


Wir sind bei einem Hotel/Restaurant das stilvoll und mit vielen Antiquitäten ausgestattet ist! Das Ginger House Hotel Museum


Der Restaurant Garten im Ginger House Hotel Museum


Eine tradiditonelle Maskenfigur ziert den Eingang, Ginger House Hotel Museum


Altes Tor in Fort Kochi


Wieder der Garten des wunderschönen Restaurants mit vielen Antiquitäten, Ginger House Hotel Museum


Beim Gewürzladen


Schätze der Maharadschas, goldbestickter Edelsteinteppich und ein Elfenbein Schachspiel


Goldbestickter Edelstein Wandteppich – aus der Zeit der Maharadschas


Antiquitätenladen in Fort Kochi


Antike Holzdruck Stempel

Ein Mann in der Strasse von Fort Kochi


Es ist Sonntag – die Läden sind zu und die Ziegen haben freie Bahn


Street Art in Fort Kochi


 Street Art ist nicht so verbreitet doch in Fort Kochi finden wir ein paar 



 

Eine Lösung ist gefunden und wir sind frei für eine Reise durch Indien – wohin soll die Reise gehen?

16. Februar 2018

Fast zehn Tage nach unserer Ankunft in Indien waren wir frei, um «INCREDIBLE INDIA» durchreisen zu können. Dieses Land ist riesig! Wohin sollte die Reise gehen? Wir hatten eine Woche Zeit. 

 

«Kollam» – Hausboote auf dem berühmten Thekkumbhagan See

Im Norden, drei Stunden Autofahrt von Kochi entfernt, gab es die Stadt «Munnar», welche in den Bergen liegt wo es Teeplantagen gibt und ein kühles Klima. Wir entschieden uns aber dem Meer entlang in Richtung Süden zu reisen, nach «Kollam». Kochi liegt im indischen Staat «Kerala» und besitzt einige touristisch lukrative Orte wie eben Kollam. Kollam ist berühmt für seine riesigen Seen und Fjorde, wo man luxuriös in Hausbooten Ferien machen kann.

Wir kamen nach einer dreieinhalb Stündigen Zugfahrt am Nachmittag in der Stadt am Meer an. Ziel war: Der Strand und der alte Leuchtturm und dann eine Flussfahrt auf dem berühmten See.

Es war ein extrem heisser Tag und wir waren alle vom intensiven Sonnenschein schon erschöpft, als wir nach einer Wanderung durch die Stadt beim Strand ankamen. Beim Strand herrschte Badeverbot! Grosse wirbelnde Wellen erklärten dann auch warum. Ein wenig anders hatten wir es uns schon vorgestellt! Und die Sonne schien unbarmherzig, wir mochten keinen Schritt mehr in der glühenden Sonne wandern, nahmen daher ein Tuk Tuk zum Leuchtturm, bei dem sich auch ein historischer Teil aus der Zeit der Holländer befand.

Gegen Bezahlung durfte man den historischen Leuchtturm besteigen. Pikant war dass man sogar für das Fotografieren einen Betrag leisten musste! Wie sonderbar! Der Leuchtturm war vollständig renoviert und sogar mit einem Lift versehen. Die Aussicht über die mit Palmen bespickte Stadt und über das Meer zum Hafen war super. 


Ein Tee am Morgen, auf dem Weg zum Bahnhof


Railway Station in Ernakulam


Im Zug nach Kollam


Wir sind im Schlafwagen


Platz zum liegen!


Ankunft in Kollam



In Kollam, Kerala 

Riesiges Werbeplakat in Kollam


Bei einem Freizeitpark in Kollam


Der Strand in Kollam


Es ist brütend heiss und zu gefährlich zu baden!


Tuk Tuk Fahrt zum Leuchtturm in Kollam


Ausblick aus dem restaurierten Leuchtturm


in der Höhe!


Ausblick auf Kollam, die Häuser sind unter Palmen versteckt


Eine Palmenstadt!


Eine Übernachtung auf einem der bekannten Hausboote in den «Backwaters» in Kollam?


Wir entscheiden uns für eine Fährenfahrt über den See


Transportmittel um zu den Siedlungen am See zu kommen


Der Steuerstand der Fähre


Haltestelle


Im Abendlicht über den See


Ein Fischer in den Backwaters in Kollam


Die Hausboote die auf dem See verkehren, hier kann man Tage verbringen


Ferien auf den Backwaters in Kollam


Eine simple Art zu fischen – mit einem einfachen Stecken


 

Ein Tuk Tuk führte uns zum Fährhafen beim See, wo all die Hausboote lagen. Unterdessen war es späteren Nachmittag, als wir mehrere Angebote für eine Nacht auf einem der klimatisierten Hausboote bekamen. Es war verlockend…. Wir sparten doch auch die Hotelkosten, oder? Aber trotzdem war es viel Geld und wir entschieden uns, die Fähre zu nehmen – sehen tut man ja das selbe, oder? Die Fähre kostete für uns vier gerade mal zwanzig Rappen – war also sozusagen gratis. Sie hätte gemäss Angaben eineinhalb Stunden hin und die selbe Zeit zurück fahren sollen. Nach einer Stunde, bis hin zum einen Ende des ersten Fjordes des Sees, waren wir aber bereits wieder zurück. Wir sahen die bekannten Hausboote mit den weissen Touristen darauf, kamen an einfachen Häusern direkt am Wasser vorbei und genossen die Stimmung und die Ruhe. Menschen nutzten die Fähre um an ihre abgelegenen Wohnorte zu gelangen und wir waren mitten drin. Das Einzigartige an der Fähre war, wie sie bedient wurde: Einer der Männer war am Steuer. Der zweite Mann bediente den Motor. Kommuniziert wurde über eine kleine Glocke: Läuten hiess schalten. Es war gute Teamarbeit vonnöten!

So ganz unfroh waren wir nicht, als wir beizeiten wieder zurück waren. So hatten wir noch genügend Zeit uns eine Bleibe für die Nacht zu suchen. 


In Kollam


Es ist schon dunkel als wir ein Hotel fanden…

 

 

 


Mit dem Zug weiter nach «Punalur», quer durchs Landesinnere

17. Februar 2018

Immer noch war unsere Reise auf ein weisses Blatt Papier geschrieben: Es gab keine Anhaltspunkte für besondere Sehenswürdigkeiten.Wir wollten das Land sehen und entdecken und es  reizte uns, den Zug der Quer durchs Landesinnere im Süden von Indien führte, zu nehmen. Die Bahnlinie führte nur bis «Punalur», von da an würden wir mit dem Bus weiterreisen. 

Im Zug gesellten sich auf unserer ganzen Reise immer wieder Menschen zu uns. Es war nett doch auch oft anstrengend! Bei der Bahnfahrt nach Punalur lernten wir einen jungen Studenten kennen, der in einem Ort an der Stecke wohnte und mit dem Zug tagtäglich zum Studium fuhr. Er schwärmte leidenschaftlich für den indischen Staat «Kerala», der der schönste sei in ganz Indien und er konnte es nicht so ganz verstehen, dass wir nun auf dem Weg in einen anderen Staat waren. Es war interessant mit ihm zu reden.

In Punalur angekommen wanderten wir ein wenig durch die kleine Stadt, durch die einen Fluss führt und über den die bekannte, historische Brücke aus dem 18Jh führt und stärkten uns in einer klimatisierten Patisserie an einem kalten Getränk und Kuchen. Dann ging die Fahrt schon wieder weiter, nach «Thenmala» in den Bergen, wo es einen Staudamm gibt.


Eine der vielen Zug Bekanntschaften


Ende der Zuglinie in Punalur


In Punalur


Die historische Brücke in Punalur


Die Brücke ist aus dem Jahr 1877 


 Mit dem Bus nach Thenmala

 

Der Staudamm in Thenmala

Auf dem Thenmala Staudamm

Der Staudamm erinnert uns an die vielen Staudämme in der Schweiz, hier die Sicht auf den See

Thenmala Staudamm


Neugieriger Affe in Thenmala

 

 

 

«Thenmala», indischer «Öko Tourismus»

17. Februar 2018

Den Tip in Thenmala anzuhalten bekamen wir von dem jungen Mann. Es gäbe da den einzigen Ort in Indien, der Öko Tourismus anbietet. Der kleine Ort in nicht sehr hohem, bergigen Gebiet hat einen Staudamm, den man besichtigen kann, eine hübsches Flüsschen wo die Menschen badeten und auf den Steinen wuschen und eben noch diese «Freizeit-Natur-Parks» mit Seilbrücken ect. Diese interessierten uns nicht. Wir wollten lieber einen Platz finden, wo wir in dem hübschen Flüsschen baden konnten, nachdem wir in der Hitze zum Staudamm hochgeklettert waren. Es war schön still in dem kleinen Ort, stiller als in den stark befahrenen und belebten Städten. Wir genossen die Ruhe. Lustigerweise waren aber von der katholischen Kirche riesige Lautsprecher, die ohrenbetäubend laut indische Schlager über den ganzen Ort erklingen liess!

 

 

Ein Bad im Fluss



 

Mit dem Bus weiter nach «Shencottai», ein kleiner malerischer Ort im «Tamil Nadu»

17. Februar 2018

Wir waren auf der Busstrecke nach «Tenkasi», wiederum einem ein wenig grösseren Ort im südlichen Landesinnern. Die Leute im Bus waren ganz erstaunt und guckten uns ungläubig an, als wir dann ein kleines Dorf vor Tenkasi aus dem Bus ausstiegen. Ich war, ehrlicherweise auch erstaunt, werden wir da ein Hotel für die Nacht finden? Ich hatte so meine Zweifel! Kim hatte einen Plan. Das Dorf lag auf der Strecke zu den naheliegenden berühmten Wasserfällen, die wir am nächsten Tag besuchen wollten. Diese Wasserfälle waren ein Pilgerort und die Leute wuschen sich unter dem wenigen Wasser das in dieser Zeit des Jahres herunterkommt. Die Hotelsuche in Shencottai war übrigens weniger schwierig als gedacht, es gab genau ein einfaches Hostel in der Nähe der Bushaltestelle. Wir liefen an dem Abend durch den kleinen Ort und waren überrascht und berührt von seiner friedvollen Ausstrahlung. Die Gassen waren schmal und überall waren die Häuser in den buntesten Farben bemalt. Vor jeder der Eingangstüren gab es ein weisses Mandala Muster, zum Schutz und für gute Wünsche. Es war anders und es gefiel uns. Shencottai liegt im Staat «Tamil Nadu», jede der indischen Regionen hat seine eigene Kultur und Sprache. Es gibt hunderte von verschiedenen Sprachen und so ist auch die Kultur überall unterschiedlich.


Die Busfahrt von Thenmala nach Shencottai


Durch Tamil Nadu


 

Die farbigen Häuser in Shencottai


Das Dorf Shencottai machte einen sehr freundlichen Eindruck!


Shencottai


Shencottai


Wie kann man nur so süss sein?


Drei Ladies in Shencottai




Mit Kreidepulver malt die Frau ein Mandala in Shencottai

 

Gute Gedanken und Wünsche sind gespeichert!



 

Kurzer morgendlicher Abstecher zu den Wasserfällen in «Courtalam»

18. Februar 2018

Schon recht früh für unsere Verhältnisse machten wir uns auf zu den in der Nähe liegenden Wasserfällen. Es gibt mehrere in der Gegend. In der Regenzeit stürzen sich die Fluten über die abgerundeten Felsen, doch momentan sind es nur kleine Rinnsale. Man kann die Bekanntheit an den vielen kleinen Souvenir und Essenständen, die überall an den Strassenseiten entlang, schon am frühen Morgen ihre Waren anpreisen. Die Wasserfälle sind für Hindus ein Heiliger Ort. Es gibt auch einen Tempel. Was uns störte waren die vielen Abfälle in dem schönen felsigen Flussbett. Es lagen viele Kleidungsstücke im Wasser, was schade war und unserem Verständnis von «Reinigung» und «Sauberkeit» in die Quere kam…


Die Wasserfälle von Courtalam, zur Zeit gerade nur mit ganz wenig Wasser


Man wäscht sich sauber im Wasser des Wasserfalls, ein heiliges Ritual



Die Felsen sind voller Eingravierungen


Frühmorgendliche Wäsche


In Courtalam beim Wasserfall

 

 

 

Von «Tenkasi» nach «Madurai», quer durch Südindien mit dem Zug. Wir haben eine Idee

18. Februar 2018

Kurz darauf setzten wir uns wieder in den Bus in Richtung dem Zentrumsort «Tenkasi». Glücklicherweise mussten wir nie lange auf den Bus warten, diese verkehren alle Viertelstunden! Tenkasi ist eine Kleinstadt und das Zentrum der Gegend. Wir kommen an einem grossen Tempel vorbei, aber wir können nicht hinein, da wir nicht gemäss gekleidet waren. Schade. Lange halten wir uns dann aber nicht im Ort auf, sondern setzten uns in den Zug in Richtung «Madurai», einer grossen Stadt quer durch Südindien in Richtung Nordosten.

Madurai liegt auf dem Weg zu unserem Ziel, «Pondicherry». Pondicherry oder heute auch Puducherry war eine französischer Enklave während der Kolonialzeit und war noch bis in die Fünfziger Jahre französisch.

Es war eine lange Strecke durch wüstenähnliche Landschaft. Wiederum gesellten sich Menschen zu uns ins Abteil, diesmal Frauen und Kinder. Sie sprachen fast kein Englisch, aber hatten die ganze Zeit einen einen Grund, um auf irgendwelche Art zu kommunizieren! An Ruhe war nicht zu denken!


In den Gassen von Tenkasi


Tenkasi, im Südlichen Indien im Tamil Nadu


Die Häuser sind bunt!


Gebetstätte


In den Strassen von Tenkasi


Tenkasi hat auch einen riesigen Hindutempel – Der Blick von innen blieb uns verwehrt – unpassende Kleidung!

 

Mit dem Zug weiter nach Madurai


Der Tempel vom Zug aus gesehen – im Madurai gibt es noch den grösseren Tempel!
 

Zugfahrt durch Tamil Nadu


Zugbekanntschaft!


Dieser Felsen ist ein vielbesuchtes Wahrzeichen mit Tempelstätten, auf dem Weg nach Madurai



 

Für den der nach «Madurai» reist ist es ein Muss, den riesigen Tempel zu besuchen

18. Februar 2018

Beim Einfahren in die grosse Stadt – das Zentrum hat mehr als eine Million Einwohner – kommen wir an verschieden Gegenden vorbei. War mir aufgefallen war, waren die vielen Menschen die unter Brücken lebten. Ein hartes, gehetztes Leben umgeben von Lärm. Wir sind in Indien.

Der berühmte Tempel liegt ganz im Zentrum und es führen breite Strassen hinzu. Wir leisteten  einen Effort, um den Tempel diesmal von innen zu betrachten, doch dies scheiterte wiederum. Es war grotesk und possenreich. Nur zum Beispiel durften wir nichts in den Tempel mit hinein nehmen, alle Taschen inklusive Handy und Portemonnaie mussten draussen bleiben. Dass sich die Kasse aber drinnen befindet – und das Portemonnaie ja draussen ist – erklärt einiges zur Sache. Es blieb beim guten Willen und dem Versuch! Erstaunlich waren die vielen Reisegruppen von weissen Touristen, die scharenweise in den Tempel zogen . Bisher hatten wir auf unserer Indienreise noch fast keine Touristen gesehen.

Trotzdem genossen wir es in dieser Stadt. Wir sahen noch nie so viele Kühe in den Strassen! Unser Hotel lag dann in der Nähe des Bahnhofes in einer kleinen Strasse. Das Hotel war modern und mit einem grossen Glaseingang. Beim Hinaustreten durch die Glastür kommt man in eine ganz andere Welt – auf die lebendige indische Strasse mit den vielen Teeständen, Läden, Hütten, Leuten, Kühen und und und.


In Madurai gibt es einen der grössten Hindutempeln, ein Besuch ist ein Muss



Gigantischer Tempel 


Doch die Besichtigung von innen zeigte sich als unmöglich!


Ein Detail Stilleben des Tempels


Viel religiöser Schnick Schnack zu kaufen!


In den Strassen von Madurai


Backbord und Steuerbord sind an den Hörnern markiert!


Es wird auf der Strasse gekocht…


Wilde Hunde sind ein alltägliches Bild, oft werden sie gefüttert – scharfem Reis!

Am Abend in Madurai


 

Sieben Stunden im Zug nach «Villupuran» auf dem Weg nach Pondicherry 

19. Februar 2018

Es war schon verrückt, Indien ist einfach ein zu grosses Land oder wir haben noch nicht die richtige Form zum Reisen in Indien gefunden. Wir wollten nach Pondicherry, das im Nordosten am Meer liegt und wir wollten uns einen Sitzplatz reservieren. Diese sind aber, wie wir feststellen konnten, immer seit Wochen voraus ausgebucht. Das Zugreisen ist extrem billig, die siebenstündige Fahrt kostet pro Person nur 1 Franken! So erstaunt es nicht. Wir hofften natürlich trotzdem einen Sitzplatz zu ergattern, was uns auch für drei Stunden gelang. Dann trafen aber die Leute, die den Platz reserviert hatten ein und wir verbrachten die restlichen 4 Stunden – stehend, dicht gedrängt mit anderen «Stehern» – bis nach «Villupuram». Das machte hundemüde und brauchte Nerven! Glücklicherweise trafen wir dabei einen netten Inder, der uns wiederum gute Tips gab und uns dann noch – auf ganz indische Weise – zu einem Ticket für den Anschlusszug nach Pondicherry, besorgte. Die «indische Weise» war so: Es gibt zwei Ticketautomaten die jeweils ein Herr bediente. Eine riesige, pressende, drängende und stossende Menschenmenge drängt zu den Automaten bedienenden Herren zu, allesamt Geldscheinen fuchtelnd! Das ist Indien, meinte unser Freund nur lachend!


Wir standen vier Stunden von sieben im Zug!


Der Zug ist proppenvoll aber eine Zugfahrt kostet auch fast nichts!


Bei jeder Haltestelle kommen neue Fahrgäste hinzu


Die indische Art ein Ticket zu bekommen – pressen, drängen und rufen!



 

 

Nach Zugfahrt Marathon in «Pondicherry», heute «Puducherry» genannt, angekommen

20. Februar 2018

Dank unserem Freund erwischten wir noch den einstündigen Anschlusszug nach unserer «Marathon, Zugfahrt von Madurai, die wir aber trotz allem genossen hatten. Es war nämlich spannend, die sich langsam verändernde Landschaft zu beobachten. Teilweise fuhren wir durch steppenähnliche Landschaft, flach, trocken und nur mit Buschwerk bewachsen. Die Landschaft wurde dann wieder grüner, je näher wir gegen Osten kamen und die Reisfelder bestimmten die Landschaft.

Es dunkelte schon bald ein, als wir in dem Ort ankamen. Während wir durch die Gassen mit all samt französischen Namen schlenderten, fragten wir hier und da mal nach den Zimmerpreisen. Es waren alle Preisklassen vorhanden. Wir entschieden uns dann für die «Pension St.Laurent», wo wir einen riesigen Raum mit hoher Diele und grossen Fenster bekamen. Die Pension befand sich in einem der Häuser aus der Zeit der Franzosen. Die Hausherrin erwähnte, dass der nächste Tag ein Streiktag wäre und somit alle Geschäfte im Ort geschlossen. Falls wir noch etwas brauchen würden, müssten wir es uns noch heute besorgen. Dies gab uns den Anlass, nochmals raus zu gehen und einen weiteren Eindruck von dem geschichtsträchtigen Ort zu bekommen.


Aussicht auf die verschiedensten Landschaftstypen auf dem Weg nach Pondicherry


Reisefelder im Abendlicht


Die unaussprechlichsten Ortsnamen auf dem Weg nach Pondicherry


Ziegenjunges am Bahnhof Villapuram


In Pondicherry/Puducherry angekommen



 

Unionsterritorium Puducherry / Pondicherry – ein Ort der französischen Kolonialgeschichte

Das Unionsterritorium Puducherry entstand aus den ehemaligen französischen Besitzungen in Indien und wurde 1954 gegründet. Diese Entwicklung entstand nach der Indischen Unabhängigkeit von 1947. Zuvor wurde der Ort «Pondicherry» genannt.

Die französische Kolonialzeit Pondicherrys begann 1673, als die französische Ostindienkompanie einem Sultan das kleine Küstendorf abkaufte. Bereits 1693 wurde die Kolonie von den Niederländern, die mehrere Niederlassungen an der Koromandelküste besassen, erobert aber wurde unter einem Friedensvertag den Franzosen wieder abgetreten. Pondicherry entwickelte sich zu einer florierenden Kolonie und musste geschützt werden. 1724 – 1747 wurde die ganze Stadt durch einen Festungswall gesichert und konnte so 1748 einer Belagerung der Briten widerstehen. Doch die Stadt wurde immer wieder angegriffen und kam in den Besitz der Briten und wurde wieder zurückerobert – ein hin und her, bis schliesslich Frankreich 1816 wieder vollständige Kontrolle über Pondicherry gewann. 


In den Strassen von Puducherry, die Strassen sind hübsch gesäumt mit Bäumen


Ein wenig anders als das Strassenbild in anderen indischen Städten


Die Strassenschilder sind alle französisch


Die Stadt muss prunkvoll gewesen sein…


Streetart in Puducherry


Diese Mandalas zieren alle Hauseingänge


Beim malen werden gute Wünsche, Hoffnungen und Segenssprüche in Gedanden gefasst


Eine besondere Art von Strassenkunst!


Jedes der Mandalas ist anders


Sie werden tagtäglich neu gemalt





Diese Hunde fühlen sich wohl! Ob das etwas mit dem Mandala zu tun hat?




 

Einen Tag unterwegs in Puducherry, mit dem Motorrad und zu Fuss

20. Februar 2018

Es war tatsächlich ein anderes Strassenbild, als wir in den bisherigen Städten Indiens gesehen hatten. Die Strassen waren breit und mit Fusswegen die von Bäumen gesäumt waren. Am Meer war die «Promenade» Puducherrys, wo sich die Menschen in ganz «französischer Manier» am Abend hin gesellten. Was aber in der heutigen – indischen Zeit – ganz und gar fehlten, waren die Bars, Restaurant und Stände! Es gab gerade mal ein Restaurant, das in einem historischen Gebäude, direkt am Meer lag. Keine Chance auf ein Bier, was für uns Europäer einfach ungewohnt ist. 

Zu Fuss hatten wir bereits einiges von Puducherrys Kern abgewandert. Wir kamen zufällig an einer Motorroller Vermietung vorbei und entschlossen uns, für den restlichen halben Tag einen solchen zu mieten! Was ja, wenn man sich die indischen Strassenverhältnissen vorstellt, ein Abenteuer!

Durch die schmalen Gassen im äusseren Stadtteil zu fahren, wo wir an so vielen Begebenheiten vorbei kamen, kam uns vor wie in einem Spielfilm in welchem die Bilder an einem vorbeiziehen. Es war fantastisch. Wir kamen bis ans Meer im Norden von Puducherry und fuhren dann auf der rasanten Haupttrasse, wo sich alle Fahrzeuge, ob gross oder klein, immer und jederzeit überholten, wieder in die Stadt zurück.


Die grosse Ghandi Statue an der Promenade von Pondycherry


Auch in Puducherry gibt es Tempel – und einen berühmten Ashram


Die Frau giesst Kerzen für den Tempel …


Tempel in Puducherry


Wir lieben es die Umgebung per Motorbike zu erkunden!


Obwohl es nicht Ohne ist!


Am Strand angekommen..


Küche vor dem Haus!



Wundervoller Streetfood!


Das gelbe heisse Getränk schmeckt hervorragend!


Es ist eine Gewürzmilch!


Figuren in einem Antiquitätenladen in Puducherry


Antiquitäten in Puducherry


Ein interressanter Laden zum Stöbern!



 

Busfahrt von Puducherry nach «Mahabalipuran», einem kleinen Steinhauerdorf am Meer

21. Februar 2018

Von unserer Zugsbekanntschaft erfuhren wir von der berühmten Tempelstätte in «Mahabalipuran», das auf der Strecke nach «Chennai» liegt. Wir hatten noch nicht viel Ahnung was uns erwarten würde, aber was wir dann zu sehen bekamen, war sensationell.

Früh am Morgen nahmen wir ein Tuk Tuk zum grossen Busbahnhof in Puducherry den Bus in Richtung «Mahabalipuran». Unterdessen waren wir das Busfahren gewohnt und wir genossen die Fahrt dem Meer entlang. Der Bus hielt dann irgendwo ausserhalb von «Mahabalipuran» und wir zogen zu Fuss in Richtung Zentrum. «Mahabalipuran» stellte sich als hübsches aber touristisches kleines Dorf am Meer heraus. Indische Souvenierläden reihten sich in Reih und Glied. Schmuck, Taschen, Kleider und vor allem Steinschnitzereien. In indischer Manier wollten sie dich natürlich alle in ihren Shop locken.

Eine Häuserzeile führte direkt zum grossen Sandstrand mit vielen Fischerbooten, wo wir eine Bettlerfamilie trafen und ich mich länger mit einem ihrer Mädchen unterhielt. Eine ergreifende Begegnung.








 

 





 

 

 

«Mahabalipuran» – Eine historische Stätte mit aus Grantiblöcken gehauenen Tempeln aus dem 16. Jahrhundert

21. Februar 2018

Die historische Tempelstätte lag ein wenig ausserhalb des Dorfes. Wir kamen zu einem aus einem einzigen grossen Granitblock geschlagenen Tempel. Dieser Tempel war dann einer von vielen in einer fantastischen Granitstein Landschaft. Schon die Landschaft hatte etwas inspirierendes und dann überall diese in Stein gearbeiteten Spuren zu sehen, war fantastisch. Kleine Spuren, wie in den Felsen eingeritzte Brettspiele waren faszinierend oder die (aus einem Block geschlagenen) Tempel mit ihren Figurengeschichten an den Wänden. Einer der Granitblöcke war ein riesiger, kugelrunder Stein, der nur auf einem winzigen Punkt auf einer glatten Steinfläche zu balancieren schien. Daneben konnte man auf dem glatten Felsen hinunter rutschen! Es war ein tolle Ort.

Von der Geschichte dieser wunderschönen Steinmonumenten weiss man nicht sehr viel, ausser dass sie aus der Zeit der Herrschaft einer erfolgreichen Sippe aus dem 16. Jahrhundert stammen. Ein paar der Monumente seien lediglich Übungsstücke… wie zum Beispiel der grosse Elefant.

Es gab noch ein weitere Plätze im Ort mit diesen faszinierenden Steinbauten. Einer lag einen Kilometer weiter, wo eben diese «Übungsstücke» waren. Man konnte noch den Sockel des ehemaligen Steinblocks erkennen. Am Meer lag dann der älteste dieser Tempel, dieser wurde aber aus Stein zusammengebaut.


Dieser historische Tempel aus dem 16. Jahrhundert ist aus einem einzigen Stein gehauen!


Auf dem ganzen Gebiet gibt es diese Granitfelsen


Auch aus einem Stück geformt


Eine der vielen Felsformationen


Wir laufen über die Felsenplatten in Richtung Leuchtturm


Die Bilder von einem der Tempeln zeigen Alltagsgegebenheiten


Neeles Haustier!


Götter und Menschen vereint?


Hier erkennt man einer der Steinblöcken und die vielen anderen im Gebiet


Dieser Stein nennen sie «Shivas Butterball»


Der Stein hat nur eine kleine Auflagefläche!


Der Leuchtturm


Spuren im Felsen fon frührern Lebensgewohnheiten – Spiele


Mühlespiel in Fels geritzt


Der Leuchtturm in der Umgebung


Noch einer der schönen Steintempeln


Alles aus einem einzigen Stein gehauen


An einem weiteren Ort in Mahalipuran gibt es noch weitere der spektakulären historischen Steinhauerarbeiten


 

Mahabalipuram


Man sagt die Tiere wären nur Übungsstücke gewesen..?


Diese Figuren und Tempel waren die ersten der Steinhauerarbeiten in Mahabalipuram


Dieser Tempel ist einer der ältesten und befindet sich in der Nähe des Strandes, deshalb ist er verwittert




Auch der Strand ist mit den Felsen gesäumt



 

Auf dem Weg in die Riesenstadt «Chennai», früher hiess sie «Madras» – wie das Curry!

22. Februar 2018

Der Stop in Mahabalipuran war ein Highlight. Das Dorf mit seinen vielen Steinmetz Ateliers, das eine Jahrhunderte alte Tradition zu sein schien sowie natürlich diese gigantischen in Steinblöcke gemeisselten Monumente. Ich war froh um den Tip unserer Zugbekanntschaft und würde dieses Erlebnis keinesfalls missen wollen. 

Am Morgen danach setzten wir uns wieder in den Bus in Richtung der Millionenstadt «Chennai», oder früher auch «Madras» genannt.

Je näher wir kamen, umso mehr wurde uns bewusst, wie riesig diese Stadt ist. Der Bus hielt nicht im Zentrum, sondern in einem Vorort. Das Zentrum lag immer noch mindesten sechzig Kilometer  entfernt. Wir liessen uns dann mal in einem Restaurant nieder, um etwas Kleines zu essen. Später bestellten wir uns ein «Grab-TAXI», einer ähnlichen Taxifirma wie «UBER» und fuhren damit zum Zentrum, genauer gesagt wollten wir das «Fort» anschauen, das wir auf Google Earth gesehen haben.


Flagge beim Fort in Chennai

 

 

In Chennai


Ein Aussenquartier von Chennai


Die Kuh darf ruhen… Unterwegs in Chennai

 

Trinkwasser


Ein typisches Bild in Indien, es wird gekocht auf der Strasse!


Unterwegs in Chennai

 

 

Die Besichtigung des «Forts», das als Regierungszentrum gebraucht wurde, umherwandern in den dichten Strassen von Chennai und eine komfortable Heimreise

Chennai lag auf unserer Rückreisestrecke. Von da aus wollten wir mit einem «Schlaf-Reisebus» durch die Nacht wieder zurück nach Ernakulam, auf der Westseite Südindiens, reisen. Erst nachdem wir die Nase voll hatten vom stehend Zug fahren, entdeckten wir diese komfortable Reiseart durch das riesige Indien. Es gibt viele Anbieter und viele Abholorte, welche man im Internet bestätigt. Wenn man diese Reiseart nur schon früher entdeckt hätten!

Der Bus würde am späten Nachmittag an unserem Einsteigeort abfahren. Es war Mittag und wir hatten somit noch ein paar Stunden Zeit, uns einen Eindruck von der Stadt zu verschaffen. 

Das «Fort», das wir auf Google Earth gesehen hatten, stellte sich als Regierungszentrum heraus. Vieles war abgeriegelt und wir mussten durch Kontrollen hindurch. Wir wollten schon wieder gehen, aber als wir sahen, dass es ein Museum zu besichtigen gab, machten wir das. Das Museum war in die Jahre gekommen und wir waren fast die Einzigen da. Doch wir erfuhren trotzdem einiges über das alte Fort mit der interessanten Grundform. Es wurde in mehreren Jahrzehnten von den Engländern erbaut und erweitert, der Fluss wurde integriert und den Burggraben damit gefüllt. «Madras» war ein wichtiger Handelsort für die Engländer während der Kolonialzeit und wurde auch mehrere Male umkämpft.

In den Strassen der Altstadt von Chennai war wiederum ein grosser Tumult und Menschenauflauf. Wir liefen ein paar Stunden umher, wurden dann aber unheimlich müde davon und waren froh, dass unser Bus doch nicht erst später am Abend fuhr. Die Stadt war einfach zu gross und es gab auch keine besonderen Sehenswürdigkeiten. 

Wir setzten uns dann noch im ohrenbetäubendem Lärm, in einem winzigen Park unter eine Statue und assen eine Melone, warteten auf die Zeit wo wir zu unserem Abholort aufbrechen konnten und telefonierten mit FedEX wegen unserer Ankerwinde…. welche nämlich nicht zugestellt werden konnte weil Zollgebühren zu bezahlen waren. Ein wenig mehr Aufregung gab es dann noch, als wir einen Anruf des Car Unternehmens bekamen, dass unser Abholort annulliert sei und wir anderswo einsteigen müssten. Das lustige war, dass wir dann mit einem Auto eine Stunde lang durch Chennai fuhren und genau an dem Ort wieder abgeladen wurden, wo am Morgen der Bus hielt! Welch ein Zufall! Nun war noch einmal warten angesagt, bis unser Bus dann um halb neun am Abend losfuhr! Wir freuten uns wie kleine Kinder auf diese Fahrt. Der Bus hatte unten und oben Betten. Wir lagen in der oberen Etage. Die Fahrt quer durch ganz Südindien war dann doch ein wenig unbequemer als gedacht – es war bitterkalt mit der Klimaanlage, Decken gab es aber keine Kissen. Trotzdem verging die Nacht relativ schnell und am Morgen um 7.30 Uhr waren wir schon wieder in Ernakulam.


Sleeper Car, unsere komfortable Heimreisegelegenheit, in 12 Stunden waren wir wieder in Ernakulam


 

Betten zum Schlafen, ein wenig kalt wars aber trotzdem gemütlich!



 

Sleeper Car 

 

Wieder in der Marina – Die Lieferung der Ankerwinde organisieren und die letzten Tage vor der grossen Fahrt in Richtung Rotes Meer

23. Februar 2018

Ein wenig ein Hin- und Her mit Emailen und Telefonieren mit FedEx war es dann, bis wir die Winde in unseren Händen hatten und Kim mit dem Montieren beginnen konnte. Bei der Montage gab es natürlich wie meistens ein Paar Schwierigkeiten zu überwinden. «Nothing goes a strait way!», sagte einer der Segler dazu. Aber nach geduldgeprüften Tagen ratterte die Kette über die Winde und wir freuten uns! 

Unterdessen waren schon ein paar Boote welche die selbe Geschwindigkeit wie wir hatten, bereits losgefahren. Wir sprachen uns mit dem Boot «Esprit» ab, einer modernen, schnellen Yacht zusammen zu fahren. Sie würden einen Tag später fahren, damit wir uns auf dem Weg dann mit der Geschwindigkeit anpassen könnten… Aber das ist eine andere Geschichte!

 Die letzten Tage verbrachten wir Einkaufen für die lange Reise, gemütlichen Sundowners und besseres Kennenlernen der anderen Segler, einer Einladung von «Nazer», dem Helfersmann für alle Belange, zu sich nach Hause und mit einem zweiten Durchschlendern von «Fort Kochi», dem alten Teil von Cochin. Am frühen Morgen des 28. Februar brachen wir zur langen Etappe in Richtung Rotes Meer auf.


Wir verlassen Cochin in der Morgenfrühe


Ausfahrt aus Cochin


Wir haben einen weiten Weg von uns!


Vorbereitungen abgeschlossen?



Es sind noch andere unterwegs!


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