42. Malaysia

Malaysia, das Land zwischen Indonesien und Thailand


Changi Sailinclub nach Port Dickson, Malaysia

29. Oktober 2017

Wir umrundeten die Insel von Singapur der Südküste entlang von Ost nach West und wie wir wussten, können da starke Strömungen vorhanden sein. Aber wie auch immer in welcher Richtung die fliessen würden, wir mussten am frühen Morgen los, um am nächsten Nachmittag nach einem Overnighter in Port Dickson anzukommen. Und wir hatten Glück, die meiste Zeit waren wir unter Motor 6-7 Knoten schnell unterwegs, als wir die vielen geankerten und fahrenden Tanker und Frachter passierten. Es gab viel zu schauen und war sehr interessant, an welchen Kolossen wir da vorbei fuhren! Der Plan wäre gewesen, am Abend einen Halt vor einer kleinen, vorgelagerten Insel zu machen für die Nacht, falls der Wind nicht mitspielte. Die Entscheidung weiterzufahren, fiel uns aber leicht, wir konnten schliesslich mit unserm Gast an Bord und einem wunderbaren Wind die Nacht durchsegeln und kamen am späteren, bewölkten Nachmittag des nächsten Tages in Port Dickson an.

 

 

 



Viel Verkehr um Singapur! Wir fahren mit Wind und Strömung mit guter Geschwindigkeit!


Es gibt ringsum viel zu sehen



Der Grossvater hat eine neue Frisur bekommen!



 

Port Dickson, ein paar Tage in der Marina

30. Oktober 2017

Es war ja viele Monate her, seit wir das letzte Mal in einer Marina festmachten, umso mehr freuten wir uns wieder mal, das Boot an einem Steg festzumachen, wo dann alle einzelnen Familienmitglieder sich mehr oder weniger frei bewegen konnten! Zudem hatte die Marina einen schön angelegten, grossen Swimmingpool!

Die Tage darauf trafen wir auch immer mehr Segler von der Sail 2 Indonesia Rally wieder, die die Zeit in der Marina auf der malaysischen Seite von Singapur verbracht hatten und es war schön, die bekannten Gesichter wiederzusehen!


Bei Regenwetter legen wir nach einer schönen Nachtüberfahrt, legen wir in der Marina Port Dickson an


Die Elas ist schon lange nicht mehr in einer Marina gewesen! 


Wir freuen uns über den Pool und die Abwechslung, wieder mal in einer Marina zu sein


Auch das gehört immer dazu – den dreistufigen Behördengang: Hafenmeister, Zoll und Immigration. 


In Port Dickson



Port Dickson in Malaysia, moderner als viele Orte in Indonesien




 

Mit Peter von «Melipal» unterwegs. Einklarieren und drei Tage in Melakka und Kuala Lumpur mit dem Auto.

31. Oktober 2017

Auf unserm Trip nordwärts kam es, dass Peter, ein Einhandsegler aus Malta mit seiner Hallberg Rassy gleichzeitig mit uns unterwegs war. Wir trafen Peter schon zu Beginn unserer Reise und überquerten den Atlantik mit der ARC+ gleichzeitig. In Fidschi habe wir uns dann wieder getroffen und dann ergab es sich, dass wir wieder zusammen in der Sail2Indonesia Rally gewesen waren. So waren wir «Reise-Verbündete» und trafen uns in der Marina Port Dickson wieder. 

Unser erster gemeinsamer Gang war am nächsten Tag nach Port Dickson mit dem Taxi um in Malaysia einzuklarieren. Zum Behördengang kamen alle mit, Herbert der Grossvater, die Kinder, Peter und wir beide. Das Prozedere dauerte etwa zwei drei Stunden, bis wir alle Ämter besucht hatten und jeweils alle Zettel ausgefüllt! Das Leide war, dass wir gesagt bekamen, dass wir den Hafenmeister nochmals bei unserer Abreise von Port Dickson aufsuchen mussten, und dies scheinbar in allen Orten durch ganz Malaysia! Dies hatten es uns hier nicht so vorgestellt, Malaysia sollte im Gegensatz zu Indonesien in dieser Beziehung easy und einfach sein. Aber bald darauf war uns klar, dass wir als «Next Port» Langkawi (unser letzter Stop in Malaysia vor Thailand) angeben mussten und somit dann Ruhe hätten.

Port Dickson war somit unsere erste malaysische Stadt die wir zu sehen bekamen und wir waren aufgeregt was wir zu sehen bekämen. Die Modernität im Vergleich zu Indonesien war da und auch wieder nicht. Port Dickson war keine fancy Stadt, aber auch nicht heruntergekommen. Die eindrücklichste Meile war die Foodmeile am Meer entlang; Mc Donalds, Dominos Pizza ect waren angesiedelt und es war scheinbar das was man in Port Dickson tut. Das interessante war, dass unsere zwei kleinen Snack Pizzas in Dominos Pizza, gleich viel gekostet hatten, wie ein Menu für 5 Personen inklusive Getränke in einem traditionellen Restaurant in der Stadt. Und es war erst noch wunderbar gekocht! Das Menu in der Stadt kostete für uns fünf tatsächlich nur chf 15.-, also super günstig. Was wir in Port Dickson auch zu schätzten wussten, war der grosse Supermarkt wo es alles gab, was man brauchte.

 

 

Melakka – Eine Stadt mit Geschichte

1. November 2017

Unsere Rallyfreunde hielten mit ihren Booten vor der berühmten Stadt «Melaka/Malakka», welche sehr schön und interessant sein musste. Wir taten uns mit Peter und der Idee zusammen, gemeinsam ein Auto für drei Tage zu mieten und nach Melakka und in die Hauptstadt von Malaysia, nach Kuala Lumpur zu fahren. Melakka lag ein paar Autostunden südlich von Port Dickson und ist für seine Geschichte berühmt. Es war das frühere Singapur – ein wichtiger Handelsplatz, immer wieder umkämpft und von vielen Völkern besucht, die alle da ihren Eindruck hinterliessen. Auch «Sir Stamfort Raffles» der Gründer von Singapur war damals zugegen. Die Stadt war touristisch und es gab viel zu sehen! Die schmalen Strassen durch die alten Häuser waren voll mit interessanten Läden wo es allerlei Schmuckes zu erstehen gab. Auf dem Fluss der durch die Stadt führt, konnte man Flussfahrten mit dem Boot machen und es gab auch einige Ruinen und Stätten der Hoch-Zeit von Melakka zu besichtigen. An unserem Tag durch die Stadt war es ein heisser Tag mit strahlendem Sonnenschein und es war toll, durch die Strassen zu wandern, vorbei an den Spuren der heutigen und der vergangenen Zeit!


Dei Chinesesen sind in Melaka stark vertreten!


Häuserzeile in Melaka

Lustige Strassenszene

Chinesische Medizin



Strassenszene

Uhrmacher in Melaka

Häuser aus Zeiten der Kolonialherren

Auf dem Fluss durch Melaka kann man eine Bootstour machen


Bootstour durch Melaka



Promenade in Melaka


Strassenbild in Melaka

Die Christ Church in Melakka, eine Kirche aus dem 18.Jh.

Mit diesen bunten «Rischkas» kann man Melaka besichtigen – laute Musik inbegriffen!



Aussicht auf die Altstadt Melakas


St. Pauls Kirche, Melaka. Gebaut in 1521 und ist somit das älteste Kirchengebäude in Südostasien!




A Famosa war ein portugiesisches Fort in Melaka. Die Porta de Santiago ist ein Überbleibsel davon.



 

Zwei Tage in Kuala Lumpur

2. November 2017

An diesen zwei weiteren Tagen mit unterwegs mit Peter, wollten wir irgendwo in einem Motel in Kuala Lumpur übernachten. Am ersten Tag wollten wir das Stadtzentrum erkunden und am zweiten danach in Richtung «Batu Caves», zu dem berühmten Hindu-Tempel mit der grossen goldenen Statue, fahren.

Kuala Lumpur ist eine Millionenstadt und bietet wiederum schicke Einkaufszentren bei den berühmten «Twin Towers», aber auch das kunterbunte Gemisch der verschiedenen Völkergemeinschaften die in der Stadt leben, wie zum Beispiel in «Chinatown». Wir zogen auch durch Naturpärke die inmitten der Stadt lagen, deren Wege dann aber unerwartet endeten und wir auf abenteuerliche Art und Weise wieder auf die Strasse gelangten! Wir hätten es uns auch einfacher machen können mit unserer Stadtbesichtigung und einfach in den «Hop on – Hop off» Bus steigen! Aber wie immer sind wir mehr für die kreativen Lösungen und am Ende des wiederum sonnig heissen Tages, nach einem teuren Bier, kehrten wir zu unserem Mietwagen zurück, um ein wenig aus der Stadt hinaus zu fahren um eine praktische Übernachtungsmöglichkeit zu suchen.


Kuala Lumpur – wir kommen!

Kunterbunte Szenerie in Kuala Lumpur




Alte und neue Gebäude 


Auch in Malaysia wird hauptsächlich auf der Strasse und nicht zuhause gekocht und gegessen! Streetfood in allen Variationen


Der Klang River mit Moschee


Sultan Abdul Hamad Building von 1897, benamt nach dem zehnten Sultan von Selangor

 

Immer gerne wandern wir in Grossstädten durch Parks – hier in luftiger Höhe!


Der bekannte Aussichtsturm in Kuala Lumpur – eine Touristenattraktion die wir missten…


Wo führt uns dieser Weg hin?

Über den Berg durch den Park –  über Wege die gemäss Bautafel eigentlich vor zwei Jahren bereits saniert sein sollten!

 Wir habens geschafft! Über verschüttete und weggeschwemmte Wege durch den Urwald, die Zivilisation wiedergefunden!

Die Petronas Towers von Kuala Lumpur – Ein Wahrzeichen 

Vor den Chromstahl -Türme der Twin towers von Kuala Lumpur


Wir testen unsere neu erstandene Fischaugenlinse!


Nur die teuersten und bekannteten Marken befinden sich im Entrée der Tower

Nach langer Wanderung durch die Stadt bei tropisch heissen Temperaturen gibt es endlich ein kaltes Bier!

Einer der vielen Tempel in Kuala Lumpur – ein Hindutempel

Die liebevollen Dekorationen aus Palmenblättern vor dem Eingang zum Tempel

Tempelszene


Opfergaben für den Tempelbesuch

Buddhistischer / Chinesischer Tempel in Kuala Lumpur


Zwei verschiedene Lychee Arten



Feines und vorallem günstiges Essen gibt es fast überall! Hier Chinesisch direkt vor unserem Hotel…


 

 

Kuala Lumpur und Batu Caves

3. November 2017

Unser Hotel lag dann in einem der belebten Aussenbezirke der riesigen Stadt, ein grosses blinkendes rotes Schild mit der Aufschrift «Hotel» erzielte mit Erfolg unsere Aufmerksamkeit! Wir entschlossen uns dann aber in das Nachbars Hotel einzuchecken, weil das mit dem grossen Schild keine passenden Zimmer hatte! Es war praktisch und gut – eine Herausforderung für uns, mit den beiden (fast und ganz) Teenager Girls in einem Raum zu schlafen! Es wurde gekichert und geschwatzt, wohl vor lauter Aufregung und Freude, wieder mal in einem Hotel zu schlafen! Zuvor fanden wir gerade next door, einen guten Chinesischen Take Away wo wir superfeines Essen serviert bekamen.

Am nächsten Morgen versammelten wir uns alle, Peter und Herby, der Grossvater wieder vor dem Hotel, um die letzte Strecke zu den «Batu Caves» zu fahren. Es war nicht mehr weit und wir konnten die Hügel wo die Höhlen waren schon bald entdecken. Erstaunlicherweise waren die Caves aber nicht ausserhalb der Stadt, sondern immer noch mitten drin. Es war imposant! Schon die riesige goldene Statue und die lange, Steile Treppe hoch zu den Höhlen mit den vielen hundert Leuten von weitem zu sehen! Ich erinnerte mich, mal im Fernsehen zuhause eine Dokumentation von dem Tempel gesehen zu haben –  dass es für viele Hindus ein Muss ist, einmal da gewesen zu sein. Erstaunlicherweise waren es aber Besucher aus der ganzen Welt, die sich bei den gigantischen Kalksteinhöhlen versammelten – Buddhisten, Hindus, Moslems, Christen ect. 

Wie gesagt ragt eine lange steile Treppe mit 272 Stufen, bewacht vom Kriegsgott Murugan zu der mit 100m Höhe die grösste Kalksteinhöhle hoch, die wir je gesehen haben. Diese waren riesig! Die Treppe hochzulaufen bietet übrigens zwei Dinge: Ersten etwas Gutes zu tun, indem man freiwillig einen Ziegelstein mit nach oben nimmt, und zweitens, Wünsche die man sich auf der ersten Treppenstufe gewünscht hatte, werden wenn man alle 272 Treppenstufen geschafft hatte, in Erfüllung gehen!

Die riesige Höhle beherbergte mehrere Hindu Schreine mit den typischen farbigen Figuren. Speziell lustig und interessant machten aber die Makakken, die kleinen Affen das Erlebnis! Schon auf den Treppenstufen begleiteten die frechen Tierchen die Menschen, um ihnen kurzerhand die Lebensmittel aus den Händen zu klauen! Teilweise wurden sie gefüttert und dann auch wieder mit einem lauten Knall, der in der Höhle mächtig hallte, verscheucht, um dann nach zehn Minuten das gleiche Spiel wieder von vorne zu beginnen! Aber die Tiere sind gewift und die Menschen werden von den Gesichtsausdrücken auf den kleinen Gesichtern immer wieder angezogen und fasziniert! Da hatte es grosse Männchen und viele junge Mütter mit ihren winzigen Jungen am Bauch – für mich waren diese Tiere Teil des Erlebnisses der «Batu Caves»!

Gleich neben an war dann noch eine weitere Höhle die man gegen Bezahlung betrachten konnte. Es tönt vielleicht despektierlich, was aber nicht so gemeint ist, beim Eintreten in diese Höhle kam man fast ein wenig vor wie in «Disney Land». Es war eine ganze Welt voll Geschichten aus der Hinduistischen Religion mit grossen, farbigen Figuren dargestellt. Die grösste Figur war ein «schlafender Riese» der wohl etwa zehn Meter lang ausgestreckt da lag! Leider wissen wir einfach zu wenig über diese Geschichten und so blieb das Erlebnis rein visuell, aber nicht minder eindrücklich.


Ein kleiner Teich vor dem Tempel

Vor den Batu Caves, ein weltweit bekannter Ort wo sich Menschen aller Kulturen einfinden, um sie zu sehen

272 Stufen führen in die 100m hohe Höhle. Die riesige goldene Figur ist der hinduistische Kriegsgott Murugan

Wenn man sich bei der ersten Stufe etwas wünscht und sie bis nach ganz oben abschreitet – geht der Wunsch in Erfüllung!

Die Affen auf dem Weg sind auch eine Attraktion

Es wird gebaut – wir werden unten gebeten, je einen Ziegelstein mit nach oben zu tragen

Der Blick in die Höhle, auch da wird gebaut

Überall sind viele Affen, davon viele Weibchen mit Jungen am Körper

Wenn man genauer hinschaut, sieht man, dass der ganze Fels voller Affen ist

Balanceakt

Die Affen werden gefüttert 

Die Affenbande ist spannend zu beobachten

Einer der hinduistischen Schreine

Ein witziger Inder

Die faszinierenden Figuren der hinduistischen Religion

Eine kleine Ruhepause…

Die Höhlen sind mehrstufig

Überall gibt es Schreine


Die Stadt Seremban auf unserem Rückweg

Häuserzeile aus der Kolonialzeit in Seremban

In Seremban

 

Werbung!

Überall entdeckt man Spuren der Religionen

Räucherstäbchen der Buddhisten

Shops verkaufen erfolgreich Objekte für die Tempelbesuche

Blumen sind wichtig in der Hinuistischen Religion

Opfergaben

Chinesisch Essen

Mit Peter von «Melipal» unterwegs

Chinesischer Handel

Unterwegs in Seremban

Das sauber renovierte grüne Haus sticht aus der Umgebung


 

Weiterreise nach Port Klang, 35nm

6. November 2017

Die weiteren zwei drei Tage in Port Dickson verbrachten wir mit Alltagsgeschichten; Schule, Kleider waschen, Dinghy reparieren usw. Wir mussten ja nochmals in Port Dickson ausklarieren und so verliessen wir die Marina am Tag vor unserer Weiterreise nach Port Klang am Mittag und ankerten bei der «Mc Donalds Anchorage» in Port Dickson. So hatten wir dann am Morgen des nächsten Tages nicht weit bis zum Harbourmaster, um unsere Papiere abstempeln zu lassen. So hatten wir auch die Gelegenheit, Port Dickson noch bei Nacht zu erkunden und wir schlussendlich nochmals in dem Restaurant landeten, wo wir schon am ersten Tag fein gegessen hatten!



Der grosse Frachthafen von Port Klang – vor den Toren Kuala Lumpurs


Kurz vor der Einfahrt in die Marina bei Port Klang, welche wegen der starken Verschmutzung und der Strömung eine der übelste für uns war


 

Keine Bilder von dem traurigsten Anblick in der unvorteilhaftesten Marina in Port Klang –  vor den Toren Kuala Lumpur’s – und ein überfüllter Freizeitpark!

7. November 2017

Die Küste Malaysias zersplittet sich bei Port Klang zu mehreren grossen vorgelagerte Inseln, die durch einen Flusslauf geschaffen worden sind. Es bildeten sich mehrere Kanäle zwischen den Inseln und bei der Einfahrt einer dieser Kanäle befand sich ein grosser Frachthafen. Die Krane der Docks zogen sich hunderte von Metern weit, also ein grosser Hafen vor den Toren der Hauptstadt! Wir zogen gemächlich daran vorbei, mit dem Ziel in der Royal Marina Port Klang festzumachen. Unsere Freunde von der Billaroo, Kerry und Sue stoppten vor einigen Jahren damals da mit ihren Kindern, um mit ihnen in den damals relativ neu errichteten «Sunway Lagoon» Wasserpark zu gehen und wir doch mit ihnen mitgehen könnten! 

 

 

Berge von Plastikmüll und ein Baumstamm am Ruder

Wir kamen immer weiter in den breiten Kanal hinein und erreichten die Marina. Billaroo war schon an einem der äusseren Stegen festgemacht. Unser zugeordneter Platz war gerade auf der anderen Seite des Steges, der aber noch mit einem Seil mit dem nächsten Steg verbunden war und zuerst gelöst werden musste, bevor wir in den Platz hinein fahren konnten. Später in der Nacht wussten wir dann auch zu welchem Zweck dieses Seil diente: Durch den Gezeitenwechsel ergab sich eine ungemein starke Strömung (2-3 Knoten schnell! Das Wasser rauschte nur so vorbei.) die dann alle paar Stunden wechselte und die so stark an den Verankerungen der schwimmenden Pontoons riss, dass diese zusammengehalten werden mussten. Was mit der Strömung alles mit geschwommen kam, kann man sich nicht vorstellen! Berge von Plastikmüll und ganze Baumstämme flossen die selbe Strecke Kanal aufwärts und sechs Stunden wieder Kanal abwärts! Es war ein Anblick, der einem die Haare zu Berge stehen liess. Am allerschrecklichsten war es bei der Slack-Tide, wenn das Wasser kurz still steht. Der schwimmende Müll bedeckt dann das braune Brack Wasser in grossen Flächen und bleibt hängen. Wir machten uns Gedanken, warum der Kanal nicht gereinigt wird – wie wir feststellen konnten waren Malaysische Städte moderne Städte und doch hatte die Hauptstadt Kuala Lumpur das Müllproblem nicht im Griff. Am frühen Morgen traf ich auf Fischer, die gerade von ihrem Fang zurückkehrten und ich fragte diese, was sie von dem schwimmenden Müll hielten. Ihr Kommentar war, dass dies von Kuala Lumpur her komme und immer so sei, das Reinigen sei von keiner langer Dauer… 

Unser Boot lag einmal mit dem Bug in der Strömung und der Müll konnte am Boot vorbeiziehen. Doch wenn die Strömung drehte, kam sie von hinten an das Boot und wir machten uns Sorgen um unser Ruder. In der Nacht erwachten wir dann tatsächlich von einem lauten «rummps», als ein dicker Baumstamm von der Elas gebremst wurde. Ein paar Stunden später löste sich dieser dann mit der wechselnden Strömung wieder und wurde wieder weggeschwemmt. Aber Spass machte dies nicht. Es war frustrierend anzusehen was alles im Wasser schwamm.

 

 

 

Sunway Lagoon an einem Rabatt Tag!

Die Sunway Lagoon macht einmal im Monat an einem Dienstag einen Sonderpreis und dieser Tag passte gerade gut in unseren Zeitplan, also buchten wir! Die Kinder freuten sich natürlich sehr über die Idee, in einen Wasserpark zu gehen! Wir kamen mit unser neusten «Handy Errungenschaft – der Grab Car App – mit der wir uns eine günstige Fahrgelegenheit in die Stadt organisieren konnten, in der Lagoon an und waren gerade zu Beginn schockiert, wie viele Menschen den Park an diesem speziellen Tag aufsuchten! Die Menschenmenge zog sich dann auch im Park durch, beim Anstehen in der Schlange für ein Wertsachenfach, beim Essen besorgen und natürlich bei den Bahnen! So waren wir bald ziemlich enttäuscht und wir hatten nicht die Geduld, eine Stunde lang für einen kurzen Ritt, Schlange mit all den Jugendlichen Malaysiern zu stehen! Ein kleiner Reinfall! Doch wir genossen den Tag trotz allem und zogen nach dem Park noch durch die abendliche Stadt und kamen dann wieder mit einem «Grab Car», einem der günstigen Privat Auto Taxidienste wieder zurück zur Marina.


Im grossen Freizeitpark Sunway Lagoon

Alle Bahnen sind besetzt und überfüllt, aber im Tierpark gibt es auch spannendes zu sehen!


Sogar Löwen und Tieger gibt es in der Sunway Lagoon

Das ist eine andere lustige Figur: Kerry von «Billaroo»!

Der weisse Tieger im Park

Der Park ist riesig, es gibt viel zu sehen – nur hat es zuviele Leute!

 

Sunway Lagoon 

Über die Hängebrücke auf die andere Seite des Parkes

Das Wellenbad im Park

Viele Jugendliche Malayen geniessen den Tag im Park!

Zeit zum relaxen!

Eines der Highlights der Kinder – Go Kart!



 

Das Bild ändert sich – Port Klang nach Pulau Pankor, 90nm

8. November 2017

Am Morgen früh lösten wir die Leinen wieder, froh von dem furchtbaren Ort wegzukommen und bereit für neue Horizonte! Schon wenig weiter wurde die Umgebung wieder friedlicher und aufgeräumter. Fischerboote lagen vor den Inseln ruhig vor Anker und wir durchquerten den Kanal wieder in Richtung offenes Meer. Die Strecke bis zur «Pankor Island» war zu lange um an einem Tag zurück gelegt zu werden, aber 60 Seemeilen weiter gab es eine Flussmündung, wo wir spät am Nachmittag dann ankerten. Von da aus war es dann am nächsten Morgen nur noch 30 Seemeilen bis nach Pankor Island.


Der Ausschnitt der Seekarte von Port Klang – durch die Kanäle fliesst das Wasser mit fast drei Knoten Strömung


Nach der schrecklichen Nacht in der Marina in Port Klang, legen wir am frühen Morgen ab


Das Meer liegt hier wieder einigermassen sauber glatt vor uns – im Gegensatz zu der schrecklichen Müllansammlung im Fluss

Ein kleiner Frachter liegt am Morgen friedlich vor Anker 

Fischer an der Arbeit im meilenweit flachen Meer


Segeln in Malaysia ist eine Seltenheit – wir haben ein wenig Wind!

Der Ankerplatz vor einer Sandbank scheint inmitten des Meeres zu sein! Wir haben noch knappe 40cm unter dem Kiel

 

 

 

Pankor Island, ein malaysisches Ferieninsel-Idyll

9. November 2017

Die Pankor Island ist eine kleinere Insel mit einer idyllischen Westküste und einem geschäftigen Dorf auf der Ostseite. Wir ankerten vorerst mal an der Westküste in einer grossen Bucht. Am Tag darauf wollten wir uns wieder mit Frischwaren versorgen und zogen mit der Elas um die Südküste der Insel herum auf die Ostseite und ankerten vor dem Fischerhafen. Das Wasser war erstaunlich sauber, trotz den vielen Booten und der Siedlung und wir schwammen vom Boot aus, um eine kleine Abkühlung in der grossen Hitze zu bekommen. Wie ich mich da im Wasser hinter dem Boot so entspannte, blickten mich auf einmal zwei kleine Reptilienaugen an, die zu einem  schwimmenden Leguan gehörten. Wir waren beide nicht schlecht überrascht vom Andern!

 

Auf Pankor Island, das erste Mal unterwegs – Südost Asiatisches Leben pur

10. November 2017

Unser erster Spaziergang durch das Dorf führte uns bis zum alten Holländischen Fort. Vorbei an vielen T-Shirt Läden, Essenständen mit frisch Frittiertem und der Häuserzeile dem Strand entlang. Es ist das typische Südost Asiatische Leben auf der Insel und wie immer in den letzten Monaten ist es drückend heiss! Herby schwitzt seine T-Shirts regelmässig alle Stunden einmal nass und deckt sich dann in den vielen Läden mit neuen, trockenen ein! Unsere Erkundungstour führt uns auch zu einer neu gebauten Moschee die aufs Wasser gebaut wurde. Leider dürfen wir nicht hinein. Ein grosser Felsbrocken mit alter Inschrift ist liebevoll mit einem grossen Dach überbaut worden, hier sollte mal ein Tiger ein kleines Mädchen gerissen haben… Ein grosser Waran beobachteten wir in einem Sumpfloch direkt neben der Strasse, wir waren erstaunt – der Waran war fast so gross wie die berühmten Komodo Warane!



Wir ankern zuerst auf der Westseite der Insel

Die Bucht ist gross. Mit Schwell ist zu rechnen


Pankor Island ist eine hübsche Ferieninsel


Viele Malayen verbringen auf Pankor Island ihre Ferien



 


Die Navy passiert uns



Auch hier sind viele Häuser auf Stelzen gebaut


Grosse Felsen ragen aus dem Wasser

Malaysisches Stilleben



Pankor Island

 


Moschee auf dem Wasser


Leben auf Pankor Island

Rambutan, eine Art Lichee


Zwiebelgewächs deren Blumen sehr fein riechen…

Stein mit Geschichte – hier soll in der Vergangenheit ein Mädchen von einem Tieger gerissen worden sein

Grosse Echsen entdecken wir in einem Tümpel direkt neben der Strasse

 



 

Die grosse Party!

11. November 2017

Am nächsten Tag zogen wir mit dem Boot in Richtung Festland und ankerten vor der Marina, wo sich dann auch alle Rallyboote der «Sail to Malaysia» Rally befanden. Die Marina war wegen den freien ersten fünf Tagen voll. Der Geschäftsführer der Marina war unglaublich grosszügig und wir kamen in den Genuss von einer grossen Party mit Live Musik – Frei Bier und einem wunderbaren Buffet. Alles gesponsert von der «Pankor Marina». Viele Boote liessen in der Marina dann auch Arbeiten verrichten und genossen den tollen Service, gute Hilfe beim Besorgen von Ersatzteilen usw zu haben. Wir freuten uns besonders, Amanda von der «Angel Wing» wieder zu treffen. Lenja und Amanda bauten in der vergangenen Zeit eine richtige Freundschaft auf und Lenja genoss die Inspirationen von ihr! So war es eine tolle Party und ein gutes Wiedersehen mit vielen Leuten.


 

Die Pankor Marina offeriert uns ein tolles Fest

 

 

Viele bekannte Gesichter welche uns seit vier Monaten begleiteten


 

Tagesausflug nach Pankor Island und ein wundervolles Essen am Strand!

12. November 2017

Obwohl wir die Insel ja schon teilweise gesehen hatten, fuhren wir mit der wiederum von der «Sail to Malaysia» Rally offerierten Tour mit. Alle stiegen in die Fähre zur Insel und dann in einer der knall pinkfarbenen Taxi Busse wo wir zuerst zum Holländischen Fort fuhren. Der nächste Stop war dann bei einer riesigen chinesischen Tempelanlage in dessen herumzuwandern eine Pracht war. Ein kurzer Besuch bei einem lokalen Bootsbauer und einer Fischtrocknungsanlage und unser Trip endete dann an einem tollen Strand an der Westküste, bei einem wunderbaren Lunch. 


Taxischilder der pinkfarbenen Taxis auf Pankor Island



Clarke und Beverley von «our Reflexions» und Sue von «Billaroo» haben eine gute Zeit!

 

Getrockneter Tintenfisch gefällig?


Lebendige Street Art

In der Fähre zur Pankor Island

Amanda und unser Grossvater Herby

Pankor Fähre


Die grosse Chinesische Tempelanlage auf Pankor Island





Die Sicht aufs Festland



Hier wird allerlei Fisch getrocknet 





Die typischen Asiatischen Fischerboote


Schöne Street Art


Auf der Westseite in der Insel ist ein hübscher Strand 


Seafood perfekt zubereitet und die richtigen Leute


 

 

Zwei Tage in der Coral Bay auf Pankor Island

13. November 2017

Wir verlassen den Tag darauf den Marina Ankerplatz, um nochmals vor dem Strand der «Coral Bay», wo wir so fein gegessen hatten, zu ankern. Das Wasser war sauber und mehr oder weniger klar und eine kleine Insel mit Sandstrand und grossen Granitblöcken war unser Spielplatz. Uns gefiel auch die kleine Feriensiedlung am Land, wo wir viele kulinarische Möglichkeiten zur Verfügung hatten! Einen Tag später gesellten sich dann auch unsere Freunde von «our Reflections», «Billaroo» und «Unwind» dazu und es ergab sich wieder mal ein Moment wo wir das Strandspiel «Finska» spielten, wobei man mit einem runden Holz, andere im Sand steckende Hölzer umwerfen musste. Kerry von Billaroo meint immer, es sei ein gutes Spiel da man es mit einem Bier in der Hand spielen könne!


Wer wohnt da wohl?


Nochmals ankern wir auf der Westseite der Insel


«Finska» Spiel am Strand

 

Einer der schönsten Ankerplätze in Malaysia – Pankor Island




Abendstimmung auf Pankor Island

 


Elas 

Hamburger zur Vorspeise

Man verpflegt sich auf der Strasse

 

 

 

Die Insel «Penang» ist unser nächstes Ziel

16. November 2017

Ein paar unserer verrückten Freunde wollten am frühen Morgen wieder mal ein «Boot Camp» veranstalten. Das heisst mit Badetuch und Yogamatte an den Strand und dann wird fleissig gesprungen, gespielt und Körperübungen gemacht. Ich zog es vor, mit der Ukulele zu Beverley zu gehen und ihr meine neusten Lieder, die ich mir angeeignet hatte, vorzuspielen. Der Plan war dann aber nach unserem Morgenprogramm weiterzufahren, in Richtung der grossen Insel «Penang» und «Unwind» war mit von der Partie.

Die Gegend an der Küste auf unserem Weg war mehrere Meilen weit hinaus sehr seicht, wir fuhren lange Zeit in Meerestiefe von teilweise weniger als 5 Metern! Es gab einen Ankerplatz für die Nacht vor einer grossen Sandbank. Die Kartentiefe stimmte aber überhaupt nicht mit der reellen Wassertiefe überein und so tasteten wir uns ganz langsam, mit nur noch knapp einem Meter unter dem Kiel durch das grünbraune, seichte Wasser, bis wir den Anker senkten. Visuell befanden wir uns im Nirgendwo, soweit das Auge reichte war Wasser und die Küste war weit entfernt. Durch die geringe Wassertiefe war das Wasser ganz ruhig und es war ein schönes Gefühl, diese Weite um uns zu haben! Mein Sprung ins Wasser endete damit, dass ich mit dem Füssen den Grund berührte und in den feinen Schlamm eintauchte! Igitt!


Ankern «in the middle of nowhere»

 

 

 

Unter zwei spektakulären Brücken hindurch

17. November 2017

Am Mittag waren wir dann auf der Höhe von Penang, der grossen Insel die unter anderem auch bekannt ist für ihre guten medizinischen Institutionen. Die Insel ist mit zweien langen Brücken mit dem Festland verbunden. Die südliche, unsere erste unter der wir durchfuhren, ist 13,5 km lang und geschwungen gebaut. Die Zweite dann in der Mitte der Insel.


Diese geschwungene Brücke ist ganze 13.5 Kilometer lang und verbindet die Insel Penang mit dem Festland


 

Ankern in Penang: Von allen Varianten wurde uns abgeraten – die Marina war besetzt und der «Fishermenswharf»

Die Infos der Sail Malaysia Rally über Ankermöglichkeiten in Penang waren unattraktiv: Es las sich in etwa so: Bei Ankerplatz A wird man geduldet aber es können Schwierigkeiten auftreten, Ankerplatz B ist ein NoGo, bei Ankerplatz C gibt es keinen Zugang ans Land und die Marina ist wegen einer Regatta voll. Man könnte zwar davor ankern, aber diese lag ganz im Norden der Insel und der Ankerplatz davor schien von Wind und Wellen nicht so richtig geschützt zu sein.

Als wir die diversen Orte passierten beobachtete Kim aufmerksam die Umgebung. Es gab viele geankerte Boote; Schlepper, Fischerboote, Transporter ect. Fischfarmen und Fähren, es war geschäftig. Schon auf dem Weg zum Ankerplatz vor der Marina, funkte Kim unserem Buddyboot «Unwind», dass wir zurückdrehen würden. Kim sah auf dem Plotter das AIS eines anderen Segelbootes, das vor Anker lag und wollte den Ort mal näher betrachten. Ehrlich gesagt, war ich zuerst nicht so begeistert von seiner Idee – doch danach zeigte sich dass wir den Jackpot gezogen hatten! Wir lagen vor einer aufgeschütteten Halbinsel wo die Fischer eine fast unbenutzte Marina zur Verfügung hatte, wunderbar mit Dinghysteg und allem. Das Problem mit der Fischermarina war diese aufgeschüttete Halbinsel. Das Meer kreist darum herum und bringt massenweise Schlamm mit sich, der sich dann beim Ufer ablagert. Das hiess der ganze vordere Bereich der Marina war verschlammt! In Sisifus Arbeit versuchten Arbeiter den Schlamm wieder loszuwerden.

Doch für uns war es perfekt. Es war extrem ruhig, nur zwischendurch kam mal ein stinkendes Lüftchen von all dem Schlamm am Ufer. Das Beste aber an diesem Ort war der «Fishermenswharf». Eine überdeckte grosse Halle mit zig kleinen Shops wo man sein Essen bestellen konnte. Das Essen war fantastisch und preiswert und das Bier günstig! So kam es dass wir jeden Abend schlussendlich im Fishermenswharf verbrachten. Der einzige Nachteil war das verflixte Tor, das oftmals verriegelt war und der Zugang zum Dinghy verunmöglichte. Es war jedesmal eine Lotterie, jemanden mit einem Schlüssel zu erwischen. Doch es ergaben sich daraus auch ein paar lustige Momente, wo ein paar von uns versuchten am Stacheldraht vorbei zu kommen, oder wir bei Niedrigwasser alle über die schlammigen Steine an Land zu geraten versuchten! Unser Ankerplatz sprach sich dann nämlich herum, und bald gesellten sich auch «Billaroo», und «our Reflections» zu uns!


Szene vor Anker in Penang


Elas und Unwind vor Anker in Penang


Die guten Schwimmstege der Fischer bieten uns einen guten Platz zum anlanden….


…doch der Trick ist, wie kommt man danach am geschlossenen Tor vorbei?

Abenteuer ist immer inklusive!


Der Biergarten mit vielen verschiedenen Essenständen entwickelte sich zum abendlichen Treffpunkt



Lebendige Street Art


 

Street Art und Tempel Erlebnisse in Georgetown, «Penang»

18. November 2017

Wir zogen einige Tag los, um die spannende, «World heritage» Stadt Georgetown zu Fuss zu erkunden. Das tollste war sicher die Street Art. Nach einem Plan suchten wir die verschiedenen gemalten Kunstwerke an den Häusern der Strassen auf, es war eine spannende Entdeckungstour! Ich muss dabei erwähnen, dass es dabei brütend heiss war. Der Schweiss rann uns nur so den Körper runter! 

Ein «Little India» gabs in Georgetown auch. Die indische Musik tönte laut aus den Läden, die Kleider, Religionsutensilien und vieles mehr verkauften und schuf eine eigene Atmosphäre! Einmal kamen wir an einem alten Bhuddistischen Tempel vorbei, wo gerade den Armen Almosen ausgehändigt wurden! Da war etwas los! Die Leute standen Schlange, um an das ausgehändigte Geld oder Essen zu kommen, andere standen betend mit Räucherstäbchen vor dem Gesicht da. Draussen gab es Opfergaben zu kaufen und riesige pinkfarbene Rauchstäbe. Bei den Buddhistischen und Hinduistischen Tempel hat man freien Zutritt und darf den Praktizierenden über die Schultern schauen. Sogar das Fotografieren wird anstandslos akzeptiert – was natürlich mein Fotografenherz freut! Als dann später Beverley und Clarke an dem Ankerplatz auftauchten, durchschlenderten wir zusammen mit ihnen noch viele weitere Strassen von Georgetown und entdeckten noch weitere Street Art Kunstwerke, weitere interessante Tempel und den Botanische Garten!




In Georgetowns Strassen


Wohnen und Arbeiten 

Die Jugend

Müde vom rumlaufen gabs hier für Neele und Clarke einen kleine Fernsehpause




Clarke 

Eine Metallwerkstatt 

Viele Läden verkaufen Dinge für die Tempelbesucher


Besuch bei einem der ältesten Tempeln in Penang – das Räuchern ist Tradition

In den Öfen werden rituelle Dinge verbrannt

Riesige Räucherstäbe. Es werden den Leuten Gaben verteilt







Lotus Kerzen




 Türbilder von einem Chinesischen Tempel


Wohnhaus über dem Tempelhof

Dachfiguren des alten chinesischen Tempels

 



In den Strassen von Georgetown

Alte Europäische Architektur

Der Abwasch ist gemacht

Ein bekannter Pier in Georgetown

Hier sollte mal eine Marina entstehen – warum diese wohl nicht fertig gebaut worden ist?

Bei der berühmten «Chew jetty», lange, beidseitig auf das Wasser hinaus gebaute Häuserzeilen



Beste Aussicht zum Beten

Jeder der Jettys wird von einem anderen chinesischen Clan bewohnt

Ein anderer Clan bewohnt diesen Jetty

Wieder ein anderer Clan lebt an diesem Jetty

Hier wird gefischt

Zwischen den Häusern..

Der Jetty ist eine Touristen Attraktion – die Leute sind Besucher gewohnt

Das übliche Fahrzeug 


Hier wird Religion praktiziert – jedes der gefalteten Papiere stellt Geld dar. 

Der grosse Haufen wird daraufhin verbrannt

Die golden bunten Papiere

Nebenan haben Hindus ihre Gebetsstätte. Auch hier wird geräuchert


Seerosenteich beim grossen Chinesischen Tempel an der Wasserfront

Mit bester Aussicht auf den Hafen

Dieser Tempel ist zweistöckig. Von oben hat man noch eine schönerer Sicht!


Aussagekräftige Statuen 



Im Botanischen Garten


Blumen die aus dem Baumstamm herauswachsen





Eine Echse sonnt sich 

Diese Echse suhlt sich im Wasser





Penang Street Art!

Es macht unheimlich Spass durch Georgetown zu wandern – überall findet man tolle Street Art










Clarke zähmt den Drachen!

Ein Date!?

Cute little doggy

In der Bar…










Chinesenaugen


Da schaut jemand auf dich hinab – Clarke!


Miaauuu

Kleiner Panda


 

 

Es ist einfach zu heiss – Alternative: Shopping Mall!

9. November 2017

Die Hitze ist kaum auszuhalten – weder auf dem Boot noch in der Stadt. Wir waren so viel in der Hitze herumgelaufen, dass es uns gar nicht anmachte, nochmals die Stadt aufzusuchen. So stiegen wir in ein Taxi und fuhren zum Einkaufen in eine der grossen Shopping Malls. Normalerweise nicht unsere Lieblingsbeschäftigung, doch für unsere überhitzten Körper war es eine Wohltat!


Die Hitze ist krass – der Schweiss läuft einem Tag und Nacht nur so runter!

Da ist ein Besuch in einer der Shoppingmalls eine Erfrischung!


 

 

Wir haben uns leider fast daran gewöhnt: Wie fast immer in Südost Asien, meist unter Motor in Richtung Langkawi

23. November 2017

Nach fast einer Woche in Georgetown an unserm (fast) perfekten Ankerplatz gings wieder weiter in Richtung der bekannten malaysischen «Duty Free – Ferieninsel «Langkawi».

Diese lag ca 60 Seemeilen entfernt und wir planten bei einer der 99 Inseln um Langkawi herum im Süden zu ankern.


 

Schülerin und Lehrerin!



 

Die Landschaft verändert sich drastisch und ein unerklärliches nächtliches Treiben

Gegen Abend kamen wir in die Gegend von Langkawi, deren grosse Insel von 99 kleinen, davon drei bewohnten Inseln umgeben ist. Die Landschaft gibt ein drastisch anderes Bild ab und wir geniessen die Veränderung. Spektakulär ragen steile, spitze, dunkle Felsen neben dichtem grünem Urwald in die Höhe. Es war wunderbar, durch die Passagen der vielen Inseln zu fahren. Wir ankerten zusammen mit «our Reflections» in einer Bucht mit einem schönen Sandstrand. Strände sind in der schroffen Landschaft eher selten, so genossen wir es am Abend noch ein Feuer zu machen und es gab Hamburger auf Stein gebraten!

Die Nacht entpuppte sich dann aber als Überraschung: Schon zu Beginn der Dämmerung hielten sich Einheimische am Strand auf. Es gab gespannte Netze deren Zweck uns schleierhaft blieb. Als wir dann schon alle in unseren Betten lagen, begann es: Ein langanhaltendes, in gewissen Variationen tönendes Vogelgeschrei, das an ein grosses Tier erinnert. Doch was für ein grosser Vogel könnte das nur sein…. Das «Vogelgeschrei» dauerte die ganze Nacht an und schlich sich in unser Unterbewusstein – schräge Träume war die Folge! Menschen zogen mit Taschenlampen durch den Busch und dem Strand entlang… all das war unerklärlich und eigenartig. Am Morgen gab es unter uns viele Spekulationen; Wurden Affen mit dem Geschrei angelockt? War das Geschrei ab Tonband? Wir wurden nicht weiter schlau, aber es war klar dass wir keine zweite Nacht an diesem Ort verbringen wollten. In der Nacht waren übrigens nicht nur die «Jäger» unterwegs, sondern auch viele kleine stillstehende Holzfischerboote mit starken grünen Halogenlampen, die wohl auf Garnelenjagt waren. 


Farbänderung des Wassers beim Durchqueren eines Flussauslaufes

 


Die Landschaft hat sich drastisch verändert

Langkawi hat 99 kleine Inseln ringsum 

Es ist spektakulär zwischen den Felsen hindurch zu fahren

Ein Feuer am Strand aber keine Nachtruhe – künstliche erzeugte Vogelgeräusche (zum Jagen?) stören unseren Schlaf

 


Garnelenfischer soweit das Auge reicht – gespenstische Grüne Lichter 

 



 

Der See der schwangeren Jungfrau und Affengeschichten!

25. November 2017

Auch bei einer der vorgelagerten Insel von Langkawi gab es einen grossen Süsswassersee, den See der schwangeren Jungfrau! Der See entstand vor Millionen Jahren, als eine Kalksteinhöhle zusammenstürzte. Natürlich war der Ort super touristisch. Man konnte Boote mieten, auf Riesenschwäne Peddalos paddelnd den See überqueren usw. 

Wir hatten unseren Spass vor allem wegen den Affen, die auf den Bäumen am Ufer turnten! Es gab ein langes Seil an dem man sich hochziehen und dann fallen lassen konnte – oben am Ast sassen dann die Affen und man wusste nie so genau, was diese vorhatten, diese frechen Dinger! 

Die Makaken die es in Malaysia zu hauf gibt, sind süss und putzig anzusehen – wenn sie aber die Zähne fletschen weil sie etwas zu essen haben wollen oder versuchen, einem die umgehängte Tasche zu entreissen, ist dann fertig lustig! Meine Haltung gegenüber diesen Tieren wurde beim Rückweg geprüft! Ich bin trotz den Bedenken Fan von den Tieren, liebe es sie zu beobachten und vor allem auch zu fotografieren. Mutig entschied ich mich einen Weg zu nehmen, wo gerade zwei Jüngere Tiere sich prügelten. Einer kam dann danach auf die Idee, am meinem Jupe zu zerren – alles noch ganz lustig – ich natürlich am filmen… Dann kommt der zweite und beginnt auch noch zu mitzuzerren bis ich mich fragte, ob ich nun meine Bekleidung ablegen muss , um sie wieder loszuwerden! Diese Idee verwarf ich dann aber schnell wieder. Das Spiel wurde dann langsam ernst und als dann noch ein dritter jugendlicher Raufbold mir von hinten ans Täschchen wollte, gabs dann als Notwehr einen Klaps mit meinem Telefon auf das kleine Affenköpfchen! Da war ich sie dann Gottseidank wieder los – nicht aber die lachenden Gesichter der Andern!



Beim Süsswassersee: Lake of the pregnant maiden (See der schwangeren Jungfrau)

Der See entstand, als in der Vergangenheit eine riesige Höhle einstürzte

Die Affen zu beobachten macht Spass, hat aber auch seine Tücken!



Dieser Jugendliche Raufbold hat sich an meinem Jupe vergriffen – und liess nicht mehr los!


 

Noch einmal Pancakes auf «our Reflections» und ein Abschied auf Zeit 

26. November 2017

Nach einem weiteren Morgen mit interessanten Geschichten aus dem Leben unserer beiden Freunde, Beverley und Clarke hiess es nach einigen Monaten gemeinsamen Reisens, mal vorerst Abschied zu nehmen. Die Beiden haben auf Rebak Island für einen Monat Marina gebucht. Unser Ziel war auch eine Marina aber wir wollten Einkaufen und wollten hierfür ans Festland, in die Royal Langkawi Marina.


Gute Freunde geworden – Clarke und Beverley


 

Ein paar Tage in der Royal Langkawi Marina 

26. November 2017

Wir waren gespannt auf die Insel Langkawi, war doch diese auch in unseren Breitengraden als Ferienziel bekannt. Der Duty Free Status half wohl auch zu deren Bekanntheit und liess die Touristen in Scharen kommen, nachdem sich der Tourismus zuvor nicht so richtig durchgesetzt hatte. Der Flughafen wurde in der Hoffnung für Massenbesuch aus der ganzen Welt für Jumbo Jets ausgelegt, jedoch nie benutzt.

Unser Platz in der Marina war dann aber nicht so erquickend – zuhinterst mit Blick auf eine graue hohe Wand, es gefiel uns nicht wirklich. So entschieden wir schon bei unserer Ankunft, nur ein/zwei Tage zu bleiben…. Schlussendlich waren es dann vier Nächte – Krankheit und intensiver Regenfall liess uns in der Marina verweilen.


Graues Wetter in Langkawi – hinter der Mauer vertäut in der Royal Langkawi Marina




Eine Tour durch Langkawi – Besuch bei einer Seegurkenöl Fabrik, einer Batikwerkstatt, mit der Seilbahn auf den Berg und ein leckeres Nachtessen

27. November 2017

Noch ein letztes Mal wurden wir in einem grossen Car mit all den Rallyteilnehmern, die wir nun seit Monaten kannten, durch Langkawi chauffiert und zu interessanten Orten geführt. Mein persönliches Highlight war eine Batik Werkstatt, wo von Hand die typischen Muster auf lange, in Rahmen gespannte Stoffbahnen gemalt wurden. Die Technik ist interessant, da die Linien mit flüssigem Wachs aufgetragen werden. Da hüpfte mein kreatives Herz und am liebsten hätte ich selbst Hand angelegt… Auch den Gang durch den dazugehörigen Verkaufsladen war ein Vergnügen – Reihenweise standen Batikstoffe nach Farben geordnet in den Regalen, bereit für die Weiterverarbeitung.

Hingegen die Seegurken-Verarbeitung zu einem Gesundheitsöl war für meinen Geschmack eher gruselig! Da werden getrocknete Seegurken in riesigen Kübeln mit heissem Öl und ein paar anderen Zusätzen wie gewissen Hölzern und Pflanzen, 24 Stunden lang geschmort, bis sich die Seegurken aufgelöst haben. Dieses in Langkawi bekannte Öl wird dann überall verkauft und soll bei kleinen Wunden Wunder wirken!

Weiter gings dann die Westküste Langkawis hoch, bis Telaga Harbour. In der Nähe gibt es eines der «Must do» von Langkawi: Die Fahrt mit der besonders steilen Seilbahn auf den zweithöchsten Gipfel der Insel. Von da oben gab es einen wundervollen Blick über die bewaldeten Gipfel und hinunter aufs Meer und den Hafen. Zudem war die Luft entspannend und angenehm kühl – im Gegensatz zu der tropischen Hitze auf Meereshöhe!

Der Abschluss dieses wundervollen Tages war dann das gemeinsame Abendessen in einem traditionellen Restaurant, wo auch die Behörde des Malaysischen Tourismus zugegen waren. Eine Vorstellung von malaysischen Tänzern rundete den Anlass ab!


Der Adler ist das Symbol der Insel Langkawi


Hier werden getrocknete Seegurken in Öl gekocht! Lecker!

Getrocknete Seegurken schwimmen in heissem Öl


Besuch bei einer Batik Malerei

Die Muster sind traditionell und werden alle von Hand auf Seide oder Baumwolle gemalt

Da schlägt das Künstlerherz höher


Diese steile Seilbahn führt auf den zweithöchsten Berg Langkawis – auf den Mount Mat Cincang (705m)

Die kühlere Luft auf dem Berg ist wunderbar und die Aussicht auch!


Die «Sky Bridge» 

Telaga Harbour – wo wir ein paar Tage später in die Marina fahren





Wieder in der Stadt, in Kuah

Einer der berühmten Strände von Langkawi

Busy auch bei nicht so sonnigem Wetter!



 

Ausklarieren in Telaga Harbour mit ungeplanter Überraschung!

30. November 2017

Unser Zeitplan liess uns, im Gegensatz zu vielen unseren Seglerfreunden, weiter nach Norden weiterziehen. Unsere Recherche zeigte dass wir im Norden der Insel, in Telaga Harbour von Malaysia ausklarieren können. Nach drei vier Stunden kamen wir am Nachmittag bei der Marina an. In der schwelenden Hitze des Nachmittags suchten wir die Büros auf, wo wir zu unserem Erschrecken gesagt bekamen, der Hafenmeister, eines der wichtigen Ausklarierungsstelle, sei in den Ferien: Wir müssten wieder zurück nach «Kuah», der Haupstadt von Langkawi, von wo wir gerade herkamen! Es gab nichts anderes als ein Taxi und unsere Dokumente zu nehmen, und wieder zurück zu fahren – diesmal eine halbe Stunde pro Weg auf der Landstrasse! Gerade noch knapp rechtzeitig vor Büroschluss, waren wir dann von der Unternehmung wieder zurück und konnten die beiden anderen Büros, die Zollbehörde und die Einwanderungsbehörde, auch noch abklappern!


Telaga Harbour im Norden von Langkawi

Morgen bei der Abfahrt in Richtung Thailand

Telaga Harbour

Der Leuchtturm von Telaga

Der Ankerplatz in Telaga

 

 

 

Los in Richtung Thailand!

30. November 2017

Die kleinen Ferieninsel Koh Lipe liegt neben ihren beiden grossen Schwesterninseln nur 25 Seemeilen weit entfernt und das Tolle war, dass wir dort Einklarieren konnten! Bei Tagesanbruch verliessen wir die in Telaga Harbour, hübsch gelegene Marina in Richtung Thailand!


Einen kurzen Turn nach «Koh Lipe»

 

 

 

 

 

 

 

 

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