36. Flores Indonesien

Von Wakatobi (Süd Sulawesi) nach Flores, 210sm
23. August 2017
Die hinter uns zu bringende Strecke bedeutete, entweder zwei Nächte und einen Tag zu segeln, oder umgekehrt, zwei Tage und eine Nacht, was bedeutete, dass wir genug schnell sein müssten um am Abend noch bei Tageslicht anzukommen, Die Umgekehrte Variante ist von dem her gesehen entspannter, da wir noch einen ganzen Tag Zeit hatten, falls wir langsamer sein sollten als geplant. Wir entschieden uns für die zweite Variante!

Unser Ziel war eine Bucht zwischen zwei Rally Stops, genauer gesagt, zwischen Maumere und Maurole auf Flores. Der Wind und das Wetter war gut, wir kamen so voran wie gewünscht. Zwei Boote der Rally von hatten den gleichen Plan und waren uns voraus. Irgendwie reizte es uns, noch eine Nacht bei einer Insel auf dem Weg zu verbringen. Die Insel hatte ein schönes Riff umschlossen und schaute mit dem kleinen Dorf drauf interessant aus. Mit dem «Ovital», dem genauen Betrachten des Satellitenbildes, suchten wir Varianten aus, wo wir uns vorstellen konnten, zu ankern. In der Realität war es dann aber entweder zu tief oder zu seicht. Das Riff kam fast senkrecht aus grosser Tiefe herauf. Ein Fischer schaute uns interessiert bei unserer Suche zu und hätte sich scheinbar gefreut, wenn wir Anker geworfen hätten, doch es erschien uns nicht sicher und so winkten wir ihm zu, um ihm mit Zeichensprache zu erklären, dass es nicht geht. Schade. Doch unterdessen ist einige wertvolle Zeit verstrichen und wir mussten nun schauen, dass wir noch bei gutem Licht in unserer geplanten Bucht ankamen.

Je näher wir an die Insel Flores kamen, umso interessanter sah die Inselkette aus. Goldbraun und kahl zeichneten sich die Bergzüge am Horizont ab. Nie und nimmer hätten wir eine solche Landschaft erwartet, sondern eine tropisch bewaldete Insel. Aber es sah faszinierend schön aus.

Unsere beiden Boote waren schon ruhig vor Anker, als wir im Abendlicht in die Bucht hinein fuhren. Es war still und die Boote machten eine gutes Bild vor den bergigen Hängen. 

Viel war vom Untergrund nicht mehr zu sehen, das Wasser schaute dunkel aus und der Anker hielt beim ersten Versuch nicht. Also änderten wir den Spot, doch auch da war nicht besser – aber wir liessen es sein. Beim Gang ins Wasser sahen wir dass der ganz Grund voll mit Korallengeröll war, keine Chance dass der Anker hält! Im Guide stand, der Grund sein Schlamm… Aber es war in Ordnung für eine Nacht.

Unter Motor in Richtung Flores

Wir erwarteten eine ganz andere Landschaft, kahle Hügelzüge anstatt Regenwald!

Muscat und Billaroo liegen schon friedlich vor Anker, als wir ankommen

 

Morgenstund hat Gold im Mund
24. August 2017
Die goldgelbe Hügellandschaft um uns herum war äusserst einladend, zu erklimmen, und nach sechsunddreissig Stunden sitzen, eine gute Möglichkeit sich zu bewegen. Also verabredeten wir uns für die frühe Morgenstunde mit den «Billaroos» und den «Muscats». Trampelpfade gab es keine, wir suchten uns unsere Wege und stellten mit erstaunen fest, dass all das Goldgelbe trockenes Gras ist, das aber grossflächig an andern Stellen abgebrannt worden ist und wo nun frisches Grün wächst. Doch warum es abgebrannt wird und für welche Tiere das frische Grün ist, konnten wir nicht herausfinden. Wir stiegen bis auf den Gipfel und genossen den gigantischem Ausblick, wanderten weiter über die Krete und blickten auf der anderen Seite in die Bucht, wo wir später ankern wollten. Diese Landschaft ging mir direkt ins Herz!

Am Morgen – die Fischer kommen in die Bucht

Das Wasser wird zu seicht, die letzten Meter müssen wir laufen, und die Flip Flops verschwinden im Schlamm!

Der Blick von Oben, das Riff ist so gut erkennbar!

Goldgelb und grün ist die Landschaft

Querfeldein immer nach oben!

 

 

Wir blicken hinunter in die Bucht, wo wir später einfahren werden

Auch da könnte man Ankern

Die ELAS wartet auf uns

Später hoben wir den Anker und machten uns auf, zur derjenigen Bucht, die wir soeben von Oben betrachtet hatten. Wir waren die ersten und hatten die die Möglichkeit auszuwählen, wo wir den Anker schmeissen wollten. Wie an vielen Orten fällt das Riff relativ tief ab. Wir ankerten zwischen Korallen im Sand auf ca 8m Wassertiefe. Alle nachfolgenden Boote mussten dann tiefer, auf fast 20m ankern. Wir machen dies sehr ungern. Die Befürchtung dass sich in dieser Tiefe der Anker verhaken könnte, ist gross, vor allem weil wir diesen ohne Tauchequipment nicht wieder eigenständig lösen können… Als dann im Verlauf unsere Kette dann tatsächlich unter einen kleineren Korallenblock geriet, konnten wir sie gut wieder lösen.

 

Batu Boga West – Wo sich verschiedene Welten treffen
25. August 2017
Diese kleine Bucht war ein Traum. Schnorcheln direkt vom Boot und das Riff bot viel zu entdecken. Wohl war es in der Vergangenheit durch die Dynamitfischerei grösstenteils zerstört worden, doch es war am Wachsen. Es war speziell spannend, mit Amanda vom Boot «Angel wing» im Wasser unterwegs zu sein: Ihre Eltern haben ein Tauchunternehmen geführt und sie ist im Wasser zuhause, seit sie drei Jahre alt ist. Zudem ist sie eine Leidenschaftliche Unterwasser Fotografin und vor allem auf kleines Getier konzentriert. So kommt es dass wir die farbigen Schnecken, die «Nudibranches» sehen und kleine, durchsichtige Putzergarnelen und kleine Anemonenkrebse. Wir verbringen viel Zeit im Wasser.

Am Abend dann, wenn die Sonne tief über dem Horizont steht, tuckern dann die typischen Fischerboote eines nach dem anderen mit dem typischen knat-knat-knat-knat-Geräusch in die ruhige Bucht ein. Bis zu fünfzehn Boote haben wir gezählt. Diese ankerten dann direkt vor uns. Es wurde dann gekocht und geplaudert und geschlafen. Früh am Morgen, aber noch lange vor Sonnenaufgang, knatterten die langen, schmalen, einzigartig bemalten Boote wieder aufs Meer hinaus, mit dem Ziel, Thunfisch zu fangen. Ein hartes Los in den leergefischten Gewässern Indonesiens.

Die Bucht Batu Boga West

Die Bucht füllt sich mit den kleinen Fischerbooten, die zum Übernachten hierher kommen

Knat-Knat-knaat-knaat-knaaat tönt es… bis sie still stehen!

 

Es gab nochmals die Gelegenheit, Billaroos Wasserskis auszuprobieren!

Und andere Spielzeuge!

Immer mal wieder kamen die Bewohner der Bucht vorbei, wir waren eine interessante Abwechslung für sie

 

Wir blieben drei Tage an diesem Ankerplatz. Jeden Abend genossen wir den fantastischen Sonnenuntergang und das Ritual der zurückkehrenden Fischerboote. Wir machten auch Bekanntschaft mit den Menschen an Land. Wir wurden nicht ganz schlau, wieviele Familien genau  auf dem kleinen Landstrich wohnten, vielleicht 3-4 Familien. Die Kinder kamen mit ihren Kanus zum Schiff und brachten saftige Früche, was wir für eine schöne Geste hielten. In den drei Tagen wurden wir dann auch einiges an Dingen los: Kleider, Schuhe, Hüte und Schätze wie Taucherbrillen, Schnorchel und einen Kinder Tauchanzug. Es war ein guter Ort, um Dinge zu verschenken. Die Menschen besassen nicht viel, doch waren sie zufrieden. Als wir bei der Hütte waren, strichen allerlei Tier umher; Hühner, junge Hunde, Katzen und Schweine. Einen Garten konnten wir nicht ausmachen, doch der Brunnenschacht war gleich neben dem Haus und erstaunlicherweise dieses recht nahe dem Strand. Eine Strasse zum nächst gelegenen Ort konnten wir nicht ausmachen, so waren die Familien wohl aufs Boot angewiesen.

Boote 

Das Boot der hier ansässigen Familie

Die Kinder benutzen kleine Auslegerkanus, ob dieses wohl mal beendet werden wird?

Wir werden scheu begrüsst

Ein paar Hütten dieser Art gibt es in der Bucht, wie viele Familien es insgesamt sind, haben wir nicht herausgefunden

Auch wir freuen uns über die Begegnung!

Mit Händen und Füssen und mit Hilfe von einem Indonesisch-App können wir ein wenig miteinander plaudern

Wir essen die saftigen, süss bitteren Früchte des Cashew Nuss Baumes, die Nüsse wachsen ausserhalb der Frucht!

Diese junge Frau kam oft mit ihrem Sohn (?) zu uns zum Boot

Die «Mama», Wir haben ein paar Geschenke mitgebracht – unter anderem Kernseife

«Papa», mit dem mitgebrachten Australia Cap

  

Ein kulinarischer Spaziergang durch Maurole
27. August 2017
Nach drei Tagen vor Anker in der friedlichen Bucht – nach Zeit für Verpflichtungen wie Schularbeiten aber auch fantastischen Aktivitäten wie Wasserskifahren für Kim und die Kinder mit den «Billaroos», Sundowners ect., war es dann wieder an der Zeit, weiterzufahren. 

Der kleine Ort «Maurole» war der nächste Rallystop. Wie wir zu höhen bekamen, sei da nicht viel zu machen und zu sehen, es sei mehr ein guter Ausgangsort für den Trip zu den Vulkan Seen im Kelimutu Nationalpark.

Ausblick aus dem Fenster vom Ankerplatz in Maurole

Der Ankerplatz in Maurole

Der erste Spaziergang an Land

Die Kinder sind immer die Ersten die uns begrüssen!

 

 

«Zefr 1» im Abendlicht

Das Häuschen liegt in der Buch am Anker und wird zum Fischen benutzt

 

Uns gefiel dieser Ort. Wir lernten Viktor und seine Tochter kennen, die unsere Führer waren und im Ort lebten. Der Ankerplatz war nicht ganz so geschützt aber wir erwischten eine ruhige Zeit. Das Wasser war klar und wir konnten wieder seicht ankern, was toll ist weil man vom Boot aus schnorcheln kann. Die Hütten am Strand sahen ärmlich aus, aber es gab im Ort alle Arten von Häusern, auch schicke Neubauten. Das Dorf war nicht klein aber einen Supermarkt findet man nicht. Die Leute versorgen sich mit dem was sie brauchen in kleinen «Kiosken», Mini Läden die gerade mal Shampoo und Seife, Getränke und Eier haben. Viel findet man da nicht, nie haben wir Mehl oder so entdeckt. Typisch sind die zig kleinen in allen Farben bedruckte Beutelchen, die aneinander gereiht von der Decke hängen. Was da alles drin ist, ist uns noch nicht ganz klar, jedoch verschiedenstes. Vom löslichen Kaffee bis zu Gewürz. Doch unterscheiden sich diese Mini Läden, teilweise sind es dann auch kleine «Baumärkte», wo man zum Beispiel Nägel und Seil erstehen kann. Alles in allem gab es an den Orten wo wir vorbeikamen, nicht viel zu kaufen – im Gegensatz zu unserer Welt. Je mehr man kaufen kann – umso mehr «braucht» man? Der grosse Markt ist dann am Wochenende, wo die Menschen frisches Gemüse, Kleider ect kaufen können.

Doch nun wieder zurück nach Maurole. Wir schlenderten durch die Ortschaft, steckten unsere Nasen in die oben benannten Läden, setzten uns auf die Bank einer Strassenküche und genossen einen Teller mit gut gewürztem Beef und Reis für nur zwei Schweizer Franken. Und zu guter Letzt versorgten wir uns noch mit frittiertem Reiseproviant für den nächsten Tag von einen Stand an der Strasse. Warm und knusprig waren die Gemüseteigtaschen aber natürlich am besten!

Auf der Landstrasse in Maurole

Einer der typischen «Kioske»

Wir erstehen hier feine, süsse Bananen 

Die ortsansässige Polizeistation!

Das neue Haus über dem alten…

«Bensin» wird in Flaschen abgefüllt und wieder verkauft

Die Frau verkauft Thunfisch

  

Reisen auf dem Autodach und der Ausflug über die Berge zu den Vulkanseen
28. August 2017

Wer diese verrückte Idee hatte und wir uns alle überzeugen liessen, lassen wir mal im Dunkeln. Aber der Plan war, am nächsten Morgen den Sonnenaufgang über den Kelimutu Vulkanseen zu sehen zu bekommen. Die Seen waren drei Auto Fahrstunden entfernt – was hiess, dass wir uns um drei Uhr nachts am Strand besammelten! Den Kaffee gab es bereits um halb drei! Bis dann der Bus und der Fahrer erschienen, dauerte es nochmals fast eine halbe Stunde. Ich denke wir stellten uns die nächtliche Reise alle ein wenig anders vor; nämlich dösend bis wir ankommen. Es rechnete keiner damit, dass die Strasse so miserabel und voller Schlaglöcher war, dass wir uns im engen Bus die Köpfe im Minutentakt aneinander schlugen! Es war nicht an Schlaf zu denken und wir waren dann alle froh, als es dann langsam am Horizont begann heller zu werden und wir etwas sehen konnten. Durch das zu Spätkommen des Fahrers sahen wir den Sonnenaufgang dann im Bus! 

Die gewobenen Sarongs von Kelimutu

Schönheiten auf dem Weg zu den Seen

Die Seen im Morgenlicht

 

Die Affen freuen sich über Snacks! 

Und sie holen sich die Snacks manchmal auch von den Besuchern!

Portrait vor dem «schwarzen» See

 

Die Luft ist frisch in der Höhe aber die Sonne wärmt!

 

Die Seen lagen dann natürlich im Gegenlicht und von Farbe war noch nicht viel auszumachen. War es eine gute Idee, so früh aufzustehen? Aber die Umgebung war einfach spektakulär. Zwei der kreisrunden Seen lagen dicht nebeneinander und nur durch eine schmale Felsmauer getrennt. Diese beiden unterscheiden sich bei einer gewissen chemischen Zusammensetzung des Wassers in der Farbe. Der eine erscheint dann rot und der andere Grün. Dies passiert von Zeit zu Zeit wenn sich im Innern des Vulkans etwas tut. Der dritte See, der ein wenig weiter ab liegt, ist dunkel beziehungsweise sagen die Einheimischen, «schwarz» So wie wir die Seen zu Gesicht bekamen, war der eine eher dunkelgrün und der andere leuchtend türkisgrün und der «Schwarze» war braungrün. Die Farben zeigten sich dann mehr und mehr bei zunehmendem Sonnenlicht. Die Sonne stieg und stieg, während wir die gefühlten tausend Treppenstufen zum Ausguck kletterten. Von da oben sah man alle drei Seen. Der Dunkle lag dann direkt unter uns. Dort oben sassen dann auch die kleinen Affen, welche gerne mal den Leuten die frisch gekauften Snacks klauten! 

Die Seen lagen in der bergigen Mitte von der Insel «Flores», die Vegetation in dieser Höhe war eine ganz andere und die Luft wunderbar frisch, die Landschaft atemberaubend. Nachdem wir die frühen Morgenstunden und die spannende Aussicht genossen haben, kletterten wir die vielen Stufen wieder runter. Unterdessen hatte sich auch mein erstes Fotosujet – das dann noch im Schatten lag – zu einem Grün glitzerndem See entwickelt, und zu einem noch schönerem Sujet!

Die Farbe des vorher im Schatten liegenden Sees kommt zum Vorschein!

Peppermintfarben!

 

Auch der andere See, der sich manchmal rot verfärbt, leuchtet nun grün

 

Von den bergigen Höhen hinunter in die fruchtbaren Hochtäler
Unser Bus hielt dann eine halbe Stunde später bei einem Bergdorf, wo viel Gemüse und auch Reis angebaut wird. Wir dürfen über Bewässerungsrinnen zu den Feldern laufen, wo wir an  Bohnen, Tomaten und Selleriefeldern vorbei kamen. Alles war grün und sehr gepflegt. Alles wird in Handarbeit erledigt, es gibt auch keine Wege oder Pfade, wo man mit irgendwelchen Maschinen oder Geräten durchfahren könnte. Es war sehr interessant und schön anzusehen, doch mir tat mein Rücken schon weh, bei der blossen Vorstellung der harten Arbeit, die die Menschen verrichteten.

Unterdessen war es heiss geworden und unser überfüllter Bus zu eng für uns alle. Somit flohen ein paar von uns aufs Busdach, von wo aus wir die Umgebung noch viel mehr geniessen konnten! Die hellgrünen Reisfelder zogen an uns vorbei und es war eine Pracht, diese anzusehen. Der warme Wind blies uns um die Ohren – einfach wunderbar!

Einen Stop machten wir dann auch noch bei einer warmen Quelle, wo wir alle unsere Füsse im warmen Wasser badeten. Obwohl es so heiss war, war das trotzdem sehr angenehm! Die Quelle gilt als heilsam und die Menschen waschen hier ihre Wäsche mit dem warmem Wasser.

Das Leben auf dem Dorf, Hochebene Flores

 

 

 

 

 

 

 

In der fruchtbaren Hochebene wird viel Gemüse und Reis angebaut

Harte Arbeit…

Das Schwein bekommt einen Dusche!

Quellwasser wird den Reisfeldern zugefügt

Das Quellwasser wird auch zum Waschen benutzt

Gemüseanbau

 

Reis und Mais

Die typisch hellgrüne Farbe des frischen Reis

 

In luftiger Höhe neue Erkenntnisse
Nach dem Mittagessen ging die lange Fahrt über die holperige Strasse wieder zurück nach Maurole. Eigentlich wäre der Plan gewesen, noch bei einer Kaffeeplantage vorbei zu schauen, dieser Plan wurde dann aber von den Passagieren im Bus umgeworfen – die Passagiere auf dem Busdach (wir) haben lange nichts von dem mitbekommen und wunderten uns über die Strecke. Unterdessen wurde es nämlich unter der brennenden Sonne auch ein wenig heiss, die Strasse führte durch den Wald und war nicht mehr so spannend. Alle hundert Meter mussten wir schauen, dass uns nicht ein Ast ins Gesicht weht! Wir hatten noch zwei junge Einheimische bei uns auf dem Busdach, der eine schaffte es tatsächlich die meiste Zeit zu schlafen und hielt sich nur mit den Händen an einer Stange fest, Der Andere versuchte es auch, jedoch immer wieder ohne Erfolg! Beim Vorbeifahren sahen wir immer wieder knallgelbe, teilweise rosa gefärbte, kleinere, birnenförmige Früchte von den Bäumen hängen. Der eine Junge versuchte diese immer mal wieder erfolglos zu schnappen. Wir assen diese saftigen aber auch bitteren Früchte in der Bucht mit den vielen Fischerbooten. Als die Passagiere im Innern des Busses sich langsam Sorgen um uns auf dem Dach machten und der Bus anhielt, kam es dass wir gerade unter einem solchen Baum stoppten. Unten an den birnenförmigen Früchten hingen so bogenförmige, rundliche, dicke Zapfen, was ganz eigenartig aussah. Was wir da entdeckten und zu sehen bekamen, waren die Cashew Nüsse, welche aber roh gegessen, giftig sind. Wir stellen wieder mal fest, wie viel wir kennen und doch nicht kennen. Wir kennen das Produkt aber nicht wie es wächst oder wo. Vieles was wir zuhause tagtäglich nutzten wird irgendwo in den tropischen Regionen produziert. Kakao, Zimt, Macadamia Nüsse, Kaffee, Muskat, Cashew Nüsse und so weiter. Wieder eine neue Erkenntnis! 

 

 

Das Erlebnis auf dem Dach ist um einiges toller als im Bus

Es ist üblich in luftiger Höhe zu reisen!

Beauie und Kim, zu Besuch auf der Billaroo

Einfach toll, so auf dem Dach!

Stop bei einem wunderbaren Gemüsemarkt, alles wird in der Umgebung angepflanzt 

Wir entdecken immer wieder Neues: Kaffee wie er wächst

Macadamia

Füsse baden in der warmen Quelle

 

Ein langer Tag, ein Fest speziell für uns Segler und ein kleiner Einblick in die Traditionen
Maurole war ein sympathischer Ort. Es wurde wieder für uns ein «Gala Dinner» organisiert. Eine Festbühne wurde aufgestellt und ein langer Tisch mit weissem Tischtuch, wo wir uns setzen durften und dem Treiben auf der Bühne zuschauen. Zum ersten Mal waren die Tänze die uns gezeigt wurden so richtig authentisch von den Kindern und Jugendlichen des Dorfes gezeigt. Das interessante war die Mischung aus alter Tradition und neuem Einfluss. Kleinkinder zeigten uns die Traditionellen Trachten, was natürlich super süss aussah. Jugendliche zeigten und spielten uns eine tragische Geschichte von der Reiskönigin, die von einer jungen Frau gesungen wurde und im Chor von den anderen Jugendlichen beantwortet wurde. Eine sehr berührendes Spiel. Dann kamen Kinder die einen modernen Tanz aufführten und mit karierten Hemden und Krawatten bekleidet waren. Auch sehr offen für ein hauptsächlich muslimisches Dorf. Während der Aufführung durften wir uns am Buffet bedienen und essen, danach griffen dann all die Darsteller und Tänzer zu. Als wir Segler dann müde vom langen Tag uns zurückzogen, ging das Fest dann für die Dorfbewohner noch weiter, was unser Gewissen beruhigt, da es ja schon aussergewöhnlich ist, wie viel für uns organisiert wird!

Die extra für uns organisieren Gala Dinners sind auch immer für die Bevölkerung ein Fest!

Wir werden verwöhnt und es schmeckt super

Die Kleinen zeigen die traditionelle Tracht

 

Auf dem Weg nach Riung gerät etwas in den Propeller
Am Morgen blieben nur noch zwei Boote am Ankerplatz in Maurole übrig: Wir und das Boot Zefr. Zefr war schon am Anker heben, als sie bemerkten dass zu wenig Kühlwasser aus dem Motor floss. Die Armen! Gerry begann all die Schläuche zu kontrollieren und fand tatsächlich kurz darauf etwas, das zur Verstopfung geführt hatte. Kurz darauf waren sie weg und nur noch wir. 

Als wir den Anker heben wollten, gab es doch tatsächlich auch bei uns einen Zwischenfall; Der Alarm tönte schrillend, als wir den Motor starteten. Es war «nur» der Batterie-lade Alarm, doch beunruhigend trotzdem. Wir hielten dann mal inne und Kim switschte mal alle Sicherungen aus und nahm mal das ganze Boot vom Strom. Das half! Kurz darauf konnten auch wir weiter. 

Wir segeln gemeinsam mit Zefr 1

Es gab einen Ankerplatz in nur 15 Seemeilen. Doch der Wind war gerade gut und so beschlossen wir, noch ein Stück weiter zu fahren. Wir hatten nur wage eine Idee, ob wir einen guten Ankerplatz für die Nacht finden würden, es war ein wenig ein Abenteuer und Zefr war mit uns. Nicht optimal aber besser als erwartet, fanden wir einen Spot hinter einem Riff wo wir im Sand ankern konnten und vom Schwell geschützt waren. Erleichterung.

Die Erleichterung betraf aber nur den Ankerplatz. Während des Ankermanövers entdeckte ich plötzlich seitlich am Rumpf ein langes, dünnes, schwimmendes Seil. Zuerst dachten wir es komme von einer alten Mooringboje, doch dem war nicht so. Beim runtertauchen sah Kim, dass das Seil wohl schon auf dem Weg in den Propeller geraten ist, es schwimmt leider hier in den Indonesischen Gewässern sehr viel Müll herum. Das Seil hat sich um den Propellerschaft gewickelt und ist durch die Reibung – sogar unter Wasser – geschmolzen, hat sich mit der Kunststoff Dichtung verbunden und diese teieweise abgerissen. Das übrig gebliebene Stück dichtete aber glücklicherweise immer noch genügend ab. Für den Moment war dies nicht weiter schlimm.

Dieses schwimmende Seil geriet auf der Fahrt in unseren Propeller

Wo wir eine Nacht gemeinsam mit Zefr1 ankerten

Ruhe

 

Eine Insel in Sicht

Am nächsten Morgen früh gings nach einer ruhigen Nacht weiter in Richtung Riung, aber vorher wollten wir noch bei einer der vorgelagerten Inseln ankern. Dies war wunderbar! Schlussendlich verbrachten wir da drei wunderbare Tage. Die Insel lag vor Riung und hatten einen blendend weissen Sandstrand mit türkisfarbenen Wasser, eine Felserhebung wo man hinaufklettern kann und die Aussicht bewundern. Das Schnorcheln ist auch exzellent, also eine perfekte kleine Insel!

Rutong Island war ein kleines Paradies

Auf dem Weg nach Oben

Die Unterwasserwelt haben wir bereits einige Male bewundert, nun die Aussicht

 

Die schöne Insel wird auch viel von den Einheimischen besucht

Das Riff ist nahe zum Schnorcheln!

Wie auf einer Postkarte!

 

Und wieder ein Postkarten – Werbeprospekt Bild  

 Türkis

Die Küste von Flores ist nahe, Riung liegt nur ein paar Seemeilen entfernt

mit Anna von Zefr1

Noch nie gesehen – ein Grasball!

Sundowner auf Rutong Island

Abendstimmung

Einen Tag im Ort – Riung
Von Riung selber bekamen wir nicht sehr viel mit, es war nur ein kurzer Stop für uns. Einen kleinen Spaziergang durch die Ortschaft und am Abend ein unterhaltsames Dinner im kleinen Rahmen und lustiges Tanzen mit einem Haufen Kinder! Danach gings wieder weiter in Richtung Labuan Bajo.

 

Wir sind in Riung…

Besuch bei «Our Reflections»

Wackeliger Steg in Riung

Smile!

Elas vor Anker in Riung

Low water

 

Bereit fürs Gala Dinner

Auf jeder Insel und in jedem Ort unterscheiden sich die Traditionen

 

Behörden von Riung und Indonesia Tourismus 

Ich mach die Girls und wir haben Spass zusammen!

Ankerplatz in Riung in der Morgenstimmung, wir verlassen den Ort nach nur einer Nacht

 

In zwei Stops nach Labuan Bajo
3. September 2017
Der Trip nach Labuan Bajo war etwa 65 Seemeilen. Wind taucht hier an der Küste von Flores aber erst so gegen 10 Uhr auf und meistens nur eine leichte Brise. Wir kamen dann auf der Strecke doch weiter als angenommen und suchten uns mit den Satellitenbilder eine Möglichkeit für einen Ankerplatz. Die Farbe des Riffs auf dem Satellitenbild liess uns erahnen, dass wir nach einem bergigen Huck einen schönen sandigen Flecken finden könnten. Wir wollten es da versuchen. Beim Näherkommen gab es gerade da wo wir planten ins Riff hinein zu fahren, zwei Bojen. Da wir nicht wussten ob dazwischen ein Netz gespannt ist, mussten wir über das seichtere Riff zu unserem Sandfleck fahren. Meine Nerven sind in solchen Situationen immer sehr gespannt! Die Korallenköpfe können mit einmal nahe der Oberfläche kommen, ohne dass man sie je nach Licht vorher ausmachen kann…. Wir kamen ohne Probleme darüber und fanden unseren Sandfleck mit ca 6m Wassertiefe. Als wir dann mit Schnorchel und Taucherbrille das Riff erkundigen, stellten wir fest, dass die Bojen wohl die Einfahrtsmarkierung gewesen waren! 

Viele sind unterwegs zur nächsten Destination – aber alle haben andere Pläne!

 

Bald schon bekamen wir dann Besuch von den einheimischen Kindern die nach Büchern und Stiften fragten. Ich war zu Beginn ein wenig skeptisch. Es gab Orte wo die Kinder zu betteln anfingen, was traurig ist und auch viel kaputt macht. Mit Google Translation verständigten wir uns dann mit den Kindern und wieder einmal mehr war da eine grosse Sympathie. Der eine ältere Junge kam dann später sogar mit seinem Englisch Wörterbuch und zeigte uns, dass er mit den Büchern Englisch lernen wollte. Wir gruben in unseren Schränken nach Kleidern und sonstigem Nützlichen, das die Kinder dann wie erbeutete Schätze in ihren Kanus heimbrachten. (Und natürlich kamen sie immer nochmal wieder, wer weiss – vielleicht gibt es ja noch mehr!) Zwei Päckchen farbige Perlen liessen jedenfalls die Mädchenaugen aufleuchten, und das ist einfach nur schön!

 

Die Kinder sammeln unsere Sachen wie Schätze in ihren Holzkanus

 

Eine Nacht auf Sabibbi Island
Ankerplätze, wie der vor Sabibbi Island auf dem Weg nach Labuan Bajo, entsprechen dem Bild wie man es sich wünschen würde: In ein paar Metern Wassertiefe auf türkisfarbenem Wasser. Vom Boot hüpfen und die Korallengärten auf der Suche nach Speziellem auskundschaften. Es gibt viel zu sehen! Am Strand picken scheue Affen bei Niedrigwasser Muscheln, Würmer und Schnecken aus dem Sand! Schade sind sie so menschenscheu – schnell verschwanden sie als ich mich durchs Wasser an sie heranpirschte… Einsame, menschenleere Plätze wie diese muss man immer wieder von Neuem finden und sie sind rar, und deshalb umso schöner. Wir genossen die ruhige Nacht und der neue Tag liess uns dann, nach einem weiteren ausgiebigen Schnorchelgang, in die geschäftige Stadt, nach «Labuan Bajo» aufbrechen.

Wir ankern in nur ein paar Metern Wassertiefe – ein eher seltenes Bild aber umso schöner!

Neele findet einen blauen Seestern

Zu viert ankern wir vor der kleinen Insel wo Affen am Strand nach Essbarem suchen!

Sabibbi Island

Schule muss trotzdem sein!

 

Labuan Bajo – ein perfekter Ausgangsort für den Komodo Nationalpark
5.September 2017
Viele der Rally Teilnehmer verbrachten Wochen in Labuan Bajo. Es gab viel zu unternehmen und viele freuten sich auch über die Annehmlichkeiten des Resorts mit Swimmingpool, das direkt vor dem Ankerplatz lag! Es gab grosse Supermärkte und man konnte sich mit allem Möglichen versorgen.

Wir waren im Zeitdruck! Der nächste Fixpunkt war gesetzt, wir mussten in fünf Tagen in Lombok sein, wegen unserer Visa Verlängerung.

Als wir Labuan Bajo erreichten, ankerten wir zunächst im grossen Hafen, der voller Ausflugsboote war und machten uns zu Fuss auf den Weg zum Supermarkt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass dies unseren einzigen Spaziergang durch Labuan Bajo war – Pläne entstehen immer recht kurzfristig – meistens erst wenn man vor Ort ist!

Nach unserem Einkauf ankerten wir auch vor dem Resort. Alle schwärmten vom Italienischen Restaurant im Labuan Bajo – wir belächelten die Schwärmer ein wenig – wir mussten uns doch nicht mit europäischem Essen versorgen – hier in Indonesien! Es kam dann aber so, dass wir uns auch zu einer Pizza überreden liessen. Und diese sprach dann alle unsere Sinne an! Das Restaurant «Made in Italy» hatten wirklich alle typisch italienischen Zutaten und alles war extrem authentisch. Wenn wir nicht gewusst hätten, wo wir uns befanden, hätten wir wirklich meinen können, es hätte uns irgendwo nach Italien verschlagen! 

Es wird touristisch in Labuan Bajo – Ferienboot

Der Hafen von Labuan Bajo

 

 

Ein kurzer Spaziergang durch den geschäftigen Ort

Die Anzahl der Anbieter ist riesig!

Der Supermarkt unterscheidet sich zu den üblichen Kiosken

Der Supermarkt von aussen..

 

Zwischen vielen Inseln hindurch und Riffen in Richtung «Rinca»
Das wars dann auch schon für uns in Labuan Bajo. Wir wollten nach Rinca, einem der Zentren des Komodo Nationalparks wo man die Komodo Warane sehen konnte. Die Idee war, abends in der schmalen Bucht vor Anker zu gehen und dann frühmorgens an Land zu gehen. Die Warane sind zu dieser Zeit am aktivsten.

Es war eine Strecke unter Motor und um viele Inseln und Riffe herum. Auf unserem Plotter sahen wir überall in der Umgebung Rallyboote, die auch in der Gegend waren und teilweise den selben Plan hatten. Andere wiederum vergnügten sich seit Wochen in dem Gebiet mit Tauchen – es gibt ausserordentlich tolle Tauchgründe im Komodo Nationalpark!

Es war genügend Zeit, noch einen Stop bei einer der Inseln vor Rinca zu machen. Beim Heranfahren waren zwei Boote von der Rally vor Anker, in tiefen 20m. Bei einem kurzen Chat von Boot zu Boot erfuhren wir, dass das Wasser da das klarste war, dass sie jemals gesehen haben sollen! Es gab einen winzigen Fleck mit Sandgrund zwischen Korallen in sehr seichtem Wasser. Nur da wir nur ein paar Stunden schnorcheln wollten und es kein Wind hatte, konnten wir es wagen, so zu ankern!

Das Wasser war dann wirklich schön. Zwar hatte es an der Oberfläche eine trübe Wasserschicht vom Hochwasser, aber wenn man runtertauchte, erschien alles wie durch ein Vergrösserungsglas! Die Farben und Formen strahlten in einer wunderbaren Klarheit!

Der Himmel zog sich nach und nach zu und es war sowieso an der Zeit, in Richtung Rinca zu fahren. Durch leichte Regenschauer und unter grauem Himmel, erreichten wir die schmale, tiefe Bucht. Es wollten noch weitere fünf Boote am frühen Morgen mit auf die Tour kommen!

Ein kurzer Stop zum Schnorcheln auf dem Weg nach Rinca – das Wasser ist unheimlich klar

Kein Ankerplatz für die Nacht

Der Himmel ist sich am verdunkeln

Hinter jeder Insel taucht wieder ein Rally Boot auf!

 

Die Riesen Echsen auf der Insel «Rinca» im Komodo Nationalpark
Um sechs Uhr morgens trafen alle auf der Insel ein und wir marschierten gemeinsam in Richtung Rangerhaus, wo wir für unseren Ausflug bezahlen sollen. Wir entschieden uns für einen zwei Stündigen Spaziergang über die Insel, wo wir hofften, auf wild lebende Warane zu stossen. Doch schon auf dem Weg zum Rangerhaus mussten wir für zwei der grossen Echsen den Weg frei geben! In gemächlichem Schritt bewegten sie sich züngelnd auf dem Weg in Richtung Rangerhaus – ob es da wohl etwas zu futtern gibt? Eigentlich hatten wir sie nun ja schon gesehen – wir könnten eigentlich wieder gehen! 

In fünfer Gruppen zogen wir dann aber im noch kühlen Klima auf einem schmalen Pfad los. Es gab noch nicht viel zu sehen, ausser Bäume, Büsche, Palmen und ganz viel Büffelkacke! Aber wo sind denn die Tiere? Lange Zeit wanderten wir in der stärker werdenden Sonne weiter, sahen Affen, schlammige Wasserlöcher aber immer noch keine der Wasserbüffel. Auf halbem Weg zurück stand, dann doch noch einer der Riesen, mit seinen grossen Hörnern und Ohren im Gebüsch. Erstaunlich dass die «langsamen» Echsen solch grosse Tiere erlegen können!

Der tiefe Ankerplatz auf Rinca Island im Komodo Nationalpark 

 

 

 

Die Tour Boote sehen hübsch aus 

 

 

Affen turnen unter dem Steg

Es wird gebaut auf Rinca, alles Baumaterial wird auf diesem Weg hergebracht

Übrig lassen die Komodo Warane nur die Schädel und die Hörner der Tiere, alles Andere wird gefressen!

Herzlich Willkommen!

 

Schon auf dem Weg gehen wir zweien Exemplaren aus dem Weg!

Die Warane halten sich überall auf!

Die Hirsche gehören zu den Beutetieren der Warane


(Neele schreibt einen Sachbericht über die Tiere)

 

Wir kommen bei unserem Spaziergang auch beim «Nest» vorbei, wo ein Weibchen bereits Eier gelegt hatte und diese nun für einige Zeit bewacht. Sonderbarerweise wird sie, wenn die Jungen geschlüpft sind, ihre eigenen Jungen jagen! Die Komodo Warane sind nämlich Kannibalen!

Auf einmal kam dann doch noch einer auf dem Weg in unserer Richtung auf uns zu! Unser Guide war geistesgegenwärtig und fragte mich, ob er die Kamera im Videomodus auf den Weg legen sollte – das Tier würde dann darüber hinweg steigen. Das war natürlich eine fabelhafte Idee – obwohl ich innerlich kurz gezögert hatte, mein IPhone so unachtsam einem solchen Tier vor die Füsse zu legen! Der kleine Film der entstand, war dann einfach grandios und wir konnten damit recht Eindruck schinden! Ich musste unserem Guide für die fantastische Idee die Hand schütteln!

Wieder zurück kamen wir dann beim Haus vorbei, wo Essen für die Guides gekocht wird. Wir zählten da sage und schreibe ganze fünfzehn Komodo Warane, die sich da unter diesem Häuschen tummelten. Wie uns gesagt wurde, werden sie nicht gefüttert um den natürlichen Ablauf nicht zu gefährden, doch wir denken dass die Tiere schon mal ab und zu etwas kriegen, warum sonst sollten sie sich gerade dort aufhalten?

Glücklich und zufrieden über dieses Erlebnis hoben wir kurz darauf wieder Anker und tuckerten unter Motor zu einer Ankerbucht auf der Insel Komodo.

Eine zwei stündige Wanderung durch Rinca Island mit unserem Guide 

Die Steppenlandschaft von Rinca, kein Regenwald! 

 Unser Führer mit guten Ideen

Wir warten gespannt darauf, Tiere zu entdecken 

 Aus den Früchten dieser Palmenart wird der Schnaps «Arac» hergestellt

Nach vielen Spuren der Wasserbüffel bekamen wir dann endlich auch einen zu Gesicht

Ein Wasserbüffel – durch ein spezielles Gift kann der Komodo Waran sogar so grosse Tiere töten

Dieses Weibchen bewacht die Eier – die Jungen frisst sie hingegen wenn sie geschlüpft sind!

Hier wird essen gekocht – deshalb halten sich hier viele Tiere auf!

Die Tiere sind gut getarnt im braunen Sand 

wir entdecken viele Tierspuren, diese hier sind von den Komodo Warane – weiss wegen dem vielen Kalk da sie die Knochen auch fressen

Neele wars nicht so ganz wohl bei der Sache! 

Foto von Amanda Johnson – einfach zu gut!

  

Der beste Schnorchel Gang mit dem Dinghy durch glasklares, korallenreich-und Fischreiches Wasser in der Strömung auf Komodo Island
7. September 2017
Nur ein paar Seemeilen weiter liegt die berühmte Komodo Island. Viele Taucher sind fasziniert von dem Gebiet und die die können, bleiben so lang wie möglich um die geniale Unterwasserwelt und das klare Wasser zu geniessen.

Wir hofften auf eine der Moorings in der Bucht, da in dieser Bucht unterdessen ein Ankerverbot herrscht, doch es waren alle besetzt. In der gegenüberliegenden Bucht gab es aber die Möglichkeit zu ankern, tief aber flach, was gut ist! Wir lagen zusammen mit zwei anderen Booten und bald darauf gesellte sich noch ein weiteres dazu. Zwei Inseln lagen nahe beieinander, nur durch einen kleinen Durchgang getrennt, durch die eine starke Strömung erzeugt wird. Unser Plan war, mit dem Dinghy gegen die Strömung zu fahren und uns dann treiben zu lassen. Es war unglaublich fantastisch! Zuerst ging alles so schnell, die Unterwasser Landschaft flitzte nur so an uns vorbei – tausende Fische – Korallen – Farben. Die Sicht war unglaublich weit, wohl das Beste was wir bisher erlebt haben! Sogar ein Dive Master der schon vieles auf der Welt gesehen hatte, war total begeistert. Als wir in die Einbuchtung gelangten, verlangsamte sich der Strom und wir machten uns wieder parat für einen zweiten Durchlauf! Diesmal versuchte ich noch ein wenig mehr von der Landschaft mitzubekommen, tauchte runter und probierte mit der Kamera die Bilder festzuhalten. Einige Male ging das so hin und her. Zum Schluss entdeckte ich dass ich rückwärts und gegen den Strom schwimmen muss, um länger schauen zu können. Es war ein grosses Vergnügen!

 

Der lange Tag ist noch nicht zu Ende! Ein steiler Aufstieg und eine atemberaubende Aussicht
Komodo Island
Frühmorgens die Komodo Warane, dann der überwältigende Schnorchelgang und der Tag behält noch etwas für uns bereit. Amanda vom Boot «Angel Wings» beschreibt es so: Wir sind nur einmal hier – lass uns noch auf den Berg steigen und den Sonnenuntergang geniessen! Der Aufstieg ist von weitem gut zu sehen – steil und gerade bergauf zur Spitze! Aber auf jeden Fall wollten wir auch da rauf und mit jedem schwitzend erkämpftem Meter, wurde die Aussicht schöner. Auf dem Gipfel sah man den weiterführenden Weg über einen nächsten Hügel, der als Rundweg zum Strand zurück führte. Es war immer noch brütend heiss aber es konnte nicht schaden, weiter zu wandern. Auf dem Weg war auch eine Gruppe Touristen aus Osteuropa, mit denen wir ins Gespräch kamen. Zurück beim Strand lagen dann auch die grossen Holzboote vor Anker, mit denen sie reisten. Die Boote konnten ganz nahe an den Strand fahren und waren mit Landleinen befestigt.

Die Bucht auf Komodo Island ist sehr bekannt

Auf der gegenüberliegenden Seite sind wir geankert

Die Strömung ist schnell zwischen den Inseln – wir lassen uns mit dem Dinghy treiben und schnorcheln 

Der Aufstieg lohnte sich

Und nun kommt der zweite Hügel und auf dem Rundweg wieder runter zur Bucht

 

Entscheidungen
8. September 2017
Die Komodo Inseln haben es uns angetan. Wir konnten es gut verstehen, wie Leute da länger verweilen konnten! Es gab ganz in der Nähe nochmals einen Ankerplatz mit tollem Riff und wir verabredeten uns so halb mit den anderen Booten. Wir wollten sehr gerne noch einen Tag da verbringen. Andererseits mussten wir in ein paar Tagen in Lombok sein, da unser Visa verlängert werden muss. Der Blick auf die Wettervorhersage liess uns dann aber dagegen entscheiden und wir legten am nächsten Tag ab, in Richtung Lombok, ca. 230 Seemeilen

 



 

 
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Eine Antwort zu “36. Flores Indonesien

  1. Die Insel Flores geht auch beim Betrachten der Bilder direkt ins Herz: diese Silhouette, diese Farben, diese Rundblicke, diese Seen… sagenhaft! Gute Weiterreise wünscht herzich Jolanda

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