17. Galapagos

20.3. bis 27.3. 2016, 6 Tage, 850sm

Überfahrt Las Perlas – Galapagos 

Unsere Überfahrt zu den Galapagos startete sehr spontan. Wir waren schon seit ein paar Tagen mental bereit zum Segeln, doch das Wetter sollte erst Sonntag/Montag für uns stimmen. Wir hatten schon seit einigen Tagen auf den Perlas kein Telefon/Internet-Empfang mehr und so wussten wir nicht, ob die Vorhersage immer noch gleich ist. Entweder würden wir nochmals nördlich fahren um nochmals ein paar Tage dort zu verbringen, oder die Passage machen. Wir überliessen die Entscheidung der Wettergrib-Datei die wir dann am Sonntagnachmittag über Satellit herunterluden. Und es schien zu passen, für mindestens drei bis vier Tage Wind, war vorhergesagt, also war die Entscheidung gefallen und wir machten das Schiff startklar!
Lustig, wie sich die Stimmung an Bord ändert: Von zufriedenem in den Tag leben, zu freudiger Aufbruch- und Abenteuerstimmung! Rund eine Woche Überfahrt ist vorhergesehen. Wieder haben wir viel gehört und gelesen über die geplante Strecke und somit wären wir auch wieder ein bisschen vorbelastet: Es soll Flauten, sogenannte Calmen geben in denen es starke Gewitter geben kann. Oder teilweise könne der Wind gegen uns blasen…Somit waren wir gespannt was uns erwarten wird!
Unser Grib sagte ja Wind voraus, aber der erste Tag mussten wir mal mit Motor hinter uns bringen, was uns zuerst ein bisschen verunsicherte. Doch der Wind kam dann irgendwann später in der Nacht. Dafür ereignete sich gegen Abend, im glatten, wellenlosen Meer unsere schönste Delfinbegegnung, die wir bis jetzt erlebt haben! Es waren grosse, graumelierte Delfine, die sich abwechselnd mit unserer Bugwelle die Zeit vertrieben! Immer wieder gingen welche weg und andere kamen wieder hinzu – es war ein lustiges Treiben und das dauerte ewig! Es war überwältigend, wie lange wir wir diese tolle Tiere bei uns haben und beobachten durften! Beim Einnachten waren sie dann aber einer nach dem andern verschwunden, doch ab und zu kam nochmals einer seitwärts zum Boot und erschreckte uns in der Dämmerung durch sein Auftauchen und Ausatmen!
Die nächste Nacht behielt ein weiteres Highlight für uns bereit. Leider waren die Kinder tief am Schlafen, so dass sie dies nicht mitbekamen. Das Planktonreiche Wasser war extrem fluoreszierend! Man sah eine Leuchtspur unter Wasser, wenn die Fische vorbeischwammen. Oder die Wellen leuchteten wenn sie brachen, sichtbar bis weit in die Nacht hinaus! Es war eine dunkle,  unglaublich mystische Nacht und ich freute mich schon darauf, Lenja eine Nacht später, an ihrem Geburtstag, aus dem Bett zu holen. Doch es sollte diese eine Nacht bleiben und ich werde mich wohl lange daran erinnern!
Dann war wie gesagt Lenjas zwölfter Geburtstag – auf hoher See! Gefeiert mit allem Drum und Dran! Vorallem mit feinem Essen: Crêpes zum Frühstück, Kartoffelgratin und Schoggikuchen. Und nicht zu vergessen – trotzdem mit einem nächtlichem Rendevous mit warmer Schokoladenmilch, segelnd unter dem Sternenhimmel.
So kurzweilig verging die Zeit. Wir wurden auch mit jedem Tag wieder entspannter. Der Wind wurde wie erwartet schwächer, doch vom richtigen Winkel kommend und so konnten wir diesen feinen Hauch trotzdem noch zu wunderbaren 6 Knoten Geschwindigkeit nutzten! Erst am letzten Tag, fiel der Wind dann gänzlich aus und wir liefen die Galapagos Insel San Cristobal unter Motor an, wobei wir einen eindrücklichen, freistehenden Felsen, den «Lion dormido» (schlafender Löwe) oder auch «Kicker Rock» genannt, passierten. Am Karsamstag nachmittags kamen wir dann in der Bucht «Puerto Baquerizo Moreno» auf San Cristobal an. 

27.3.2016
Behördeninvasion auf unserem Schiff

Danach ging es dann los mit all den Formalitäten und Kontrollen auf unserm Schiff. Es kamen zwei Personen des Nationalparks, um das Schiffsinnere zu kontrollieren: Kühlschrank, Gefriertruhe, Schränke, Motorraum usw. Zwei Taucher kontrollierten währenddessen unter Wasser unseren Schiffsrumpf auf Muschelbewuchs. Zwei Offiziere der jeweiligen Hafen- und Zollbehörde und unser Agent, all diese Leute sassen in unserem Cockpit und wollten Dinge von uns wissen und Formulare ausgefüllt haben… Es war wie eine kleine Invasion! Doch freundlich und nach nicht allzulanger Zeit war alles wieder vorüber. Nur unser Fumigation-Zertifikat akzeptierten sie nicht. So kam dann auch noch einer, der aussah wie aus dem Film «Gohst Busters» mit einem grossen Rohr und Tank am Rücken, um unser Schiff mit Insektizid auszusprühen. So mussten wir schnell von Bord und wurden mit dem hier üblichen Wassertaxi ins Dorf gebracht.

San Cristobal
Puerto Baquerizo Moreno 

Das war ein Anblick, als wir mit dem Taxi am Pier ankamen: Alles voll von Seelöwen! Überwältigend! Aber auch der Geruch! Die Tiere lagen überall herum, auf Treppenstufen die zum Wasser hinunter führten und auf den Wegen, neben Mofas. Sogar auf den Parkbänken hatten sie sich gemütlich niedergelassen – diese faule Gesellschaft! Erquickt und ein bisschen fassungslos blickten wir um uns herum! Erst in der Nacht, als es schon dunkel war und wir einen Rundgang durchs Dorf gemacht hatten, kehrten wir mit dem Wassertaxi zu unserem Schiff zurück.

 

 

Blue Raven, 28. 3. 2016
Noch am vorhergehenden Abend erfuhren wir, dass die Neuseeländische Famile auf «Blue Raven», die wir in Las Palmas kennengelernt haben und danach in der Karibik wiedergetroffen haben, an diesem Morgen hier in der selben Bucht ankommen wird. Ungeplant und überraschend hatte es sich scheinbar getroffen, dass wir uns hier wiedersehen können. Umso mehr freuten wir uns. Wir trafen Brian und Nicole mit den beiden Mädchen Isabelle (11) und Emily (13) auf dem Wassertaxisteg, wo auch sie über die vielen Seelöwen staunen mussten! Zusammen spazierten wir nun durch das Inseldorf. Unser erster Eindruck war: Gemütlich-touristisch mit immer einem Hauch von Seelöwendung in der Luft! Vorallem am Strand entlang. Und es war wirklich unglaublich, wie viele Seelöwen hier in dieser Bucht zu Hause sind, gemäss unserem Agenten sind es über dreitausend! Und sie waren überall: Auf den Strassen, Wegen, Parkbänken, auf Booten und auf Treppenstufen die in Ufernähe waren. Doch schon nach kurzer Zeit war es einfach das normalste der Welt!
Gegen Abend kamen wir am Pier vorbei wo sich die Einheimischen Kinder und Jugendlichen zum Baden trafen. Das war ein Spass, Geschrei und ein Spektakel da! Wild sprangen sie von Pfeilern und unten schäumte das Wasser und grossen Wogen zogen unter dem Pier hindurch. Das gefiel natürlich, vorallem den Kindern und den Männern und so mischten wir uns unters Equadorianische Volk und hatten einen Riesenspass. Dieses wiederholte sich dann an den weiteren drei Abenden!
Am nächsten Tag hatten wir eine Landtour gebucht, mit anschliessendem Essen bei dem Organisator privat zu Hause. Man weiss ja vorher nie, was man bekommt aber wir hatten Glück und es war ein ganz toller Tag.

 

Riesenschildkröten, Iguanas und einen Vulkansee
Wir fuhren zu acht in einem Pick Up, die Kinder hinten auf der Ladefläche 🙂 welches diese natürlich extrem genossen! Es gibt nur eine grosse Strasse die auch im ersten Drittel der Insel dann aufhört. Der erste Stop war an einem Kratersee den wir zu Fuss umrundeten. Dabei hatte ich so richtig Heimatgefühle. Ich kam mir vor wie an einem Moorsee irgendwo in den Schweizer Alpen!  Die Stimmung in den Bergen ist ganz anders als unten am Meer – irgendwie ruhiger und die Luft war angenehm. Über dem See kreisten die grossen Fregattvögel mit ihren spitzigen Schwingen. Diese würden sich hier das Salz aus den Federn waschen, erklärte man uns.
Danach fuhren wir zu den Schildkröten. Diese lebten halbwild in einem bestimmten Gebiet wo man durchwandern konnte. Sie wurden mit Spezialpflanzen die da gerade nicht wachsen, aber in feuchteren Gebieten der Insel, zugefüttert. Dieses Futter soll wie ein Aphrodisia bei den Schildkröten wirken! Und die jungen fanden wir dann auch in speziellen kleinen Gehegen. Eindrücklich war auch, wie klein diese sind wenn sie ein oder zwei Jahre alt sind. Sie wachsen extrem langsam und sind mit vierzig Jahren auch immer noch nicht so gross. So können wir uns vorstellen wie alt die riesigen Tiere sind, die wir gesehen haben. Zum Schluss fuhren wir mit dem Pick Up noch zu einem Strand wo wir dann die schwarzen Urtiere, die Iguanas (eine Art Leguane) beobachten konnten wie sie gemütlich mit ihrem Schwanz eine Spur durch den Sand zogen.
Als wir danach mit Schnorchel und Flossen ausgerüstet im Wasser waren, gabs innerhalb der ersten Sekunden ein Highlight nach dem andern. Ein Tüpfelrochen pflügte sich gemächlich durch den Sand mit seinem Maul, im nächsten Augenblick sahen wir eine grosse Wasserschildkröte. Diese Tiere liessen sich von uns auch gar nicht aus der Ruhe bringen und wir konnten sie sogar anfassen. Ein paar Minuten lang blieb ich ganz ruhig über ihr. Dann schwammen auch noch die grössten (Aquarium)-Fische umher, in ihrem blau-gelben Kleid, die wir je in Natura gesehen haben. Natürlich nebst vielen andern Rifffischen.
Gesättigt von dem Erlebten machten wir uns dann auf zum Mittagessen bei Fernandos Familie. Seine Mutter lebt mit diversen anderen Familienmitgliedern in einem zusammengewürfelten Haus zusammen. Sie hatte früher mal ein Restaurant geführt und das Essen war demzufolge fantastisch. Eine hausgemachte Gemüsesuppe mit Popcorn, grilliertes Hähnchen und Reis. Ein traditionelles Equadorianisches Essen.
Den nächsten Tag verbrachten wir dann wieder zusammen an Land, wo wir ein Museum über die Galapagos aufsuchten. Es ist sehr heiss hier auf den Galapagos, seit wir angekommen sind, kaum Wind und kein Regen. Doch es lohnt sich trotzdem, die Mühe auf sich zu nehmen und so wanderten wir noch einen schönen Weg zu einem Strand. Wieder waren da die schwarzen Urtiere, die Iguanas, die über die Felsen kletterten und die wir zum ersten Mal schwimmen sahen.
Die Tauchgänge auf den Galapagos Inseln sind sehr teuer. Es ist ein gutes Business. Doch wir mussten so viel Geld zahlen, um überhaupt hierher kommen zu können, da war uns dies einfach zu teuer. Doch wir buchten dann alle zusammen eine Tour zu dem eindrücklichen Felsen: Leon dormido oder Kickerrock. Wir stoppten an zwei schönen Stränden zum Baden wo sich auch wieder die Seelöwen tummelten und die Pelikane jagten. Dann kam der spannendste Teil: Schnorcheln beim Kickerrock. Es soll Haie haben und Blaufusstölpel und, und… Es war dann auch eindrücklich: Der Felsen geht senkrecht in die Tiefe und das Wasser war in grosser Bewegung. Es gibt kleine Durchgänge, Felseinschnitte wo wir durchgetaucht sind. Haifische sahen wir dann auch einer oder zwei, die unter uns durchschwammen! Korallen gab es keine, die Felswände waren aber mit winzigen, farbigen und formenreichen Meerespflanzen bewachsen, an denen kleine farbige Fischchen knabberten. Fischschwärme mit grossen Fischen waren natürlich auch unterwegs. 

 

 

Neeles Geburtstag 1.4.2016

Wir luden die Crew von «Blue Raven» ein, mit uns am Strand mit einem Picknick, Neeles neunter Geburtstag zu feiern. Mit Spiele spielen, Kuchen und allem drum und dran. Natürlich war es ein heisser Tag, der Himmel blau und wolkenlos und im blaugrünen Wasser schwammen die Seelöwen neben den Kindern umher. Herrlich! Neele bekam zum Schluss ein selbstgesticktes T-Shirt mit einem Delfin darauf und ein Seelöwenstrofftier! Wohl ein unvergesslicher Geburtstag!

 

Santa Cruz

2. 4. 2016

Porto Ayora
Am frühen Morgen lifteten wir den Anker um Richtung Santa Gruz zu fahren. Das sei gemäss Angaben von anderen Seglern die geschäftigste Insel neben San Cristobal und Isabela. Unser Ziel war vorallem wieder organisatorischer Art: Wir mussten Wasser tanken, Einkäufe betätigen (schon wieder!) unser System für Wetterdaten über Satellit wieder zum laufen bringen und wir hatten ein Leichtwindsegel, das uns auf dem Weg nach Galapagos zerriss, zu flicken. Obwohl wir nicht viel Hoffnung hatten, fanden wir doch schnell einen semiprofessionellen Segelmacher. Aber der Aufenthalt in Santa Gruz war mit ein paar unerfreulicheren Situationen gespickt! Ein paar Seemeilen bevor wir in die Bucht «Porto Ayora» kamen, bemerkten wir einen starken Dieselgeruch im Salon. Wir haben in Las Palmas einen Spezialschlauch mit einem Pumpballon montiert, der helfen sollte, wenn der Motor Luft gezogen hatte. Eigentlich sollte uns dies Probleme vom Hals halten und nicht Probleme generieren, doch dieser Schlauch ist gebrochen und nun lief Diesel aus.  
Kurz kam Hektik auf mit Segel setzen und in die andere Richtung segeln während Kim versuchte einen Ersatzschlauch, den wir zum Glück hatten, festzuschrauben. Schon nach kurzer Zeit war der wieder fix und den grössten Teil des Diesels mit der Ölpumpe wieder aufgezogen. Oh, das sind immer harte, prüfende Momente wo sich Ungewissheit und Spannung aufbaut. Aber es ist auch ein lernen, ruhig zu bleiben und nicht das Schlimmste zu befürchten, sondern zuversichtlich zu bleiben! Der schwierigste Moment stand uns dann noch bevor: Den Motor wieder zum laufen zu bringen da er Luft gezogen hatte. Das Gefühl war super als es nach ein paar Mal probieren dann wieder ansprang! Mein Herz hüpfte auch gerade vor Freude!
Aber aller «guten» Dinge sind drei… Im Hafen angekommen, fuhr das Wassertaxi in unser Solarpanel und am Abend stank unsere Toilette bestialisch…. Am oberen Rand sahen wir zwei kleine schwarze Beinchen hängen: Wohl haben wir einen jungen Tintenfisch, der sich im Loch versteckt hatte, mit der WC Pumpe angezogen und dieser steckte nun – tot – in der Zwischenwand der Schüssel! Diese hat aber nur ganz kleine Löcher wo wir nichts herausklauben können. Wie lange dieser vor sich hin stinkt war gerade nicht absehbar! Das ganze regte uns auch zum Lachen an!
Neben unseren Besorgungen wollten wir aber noch auch noch ein wenig von der Insel sehen. Wir haben gehört und gelesen dass es hier eine Schlucht gibt wo man drin Schnorcheln kann und Lavatunnel und nochmals Riesenschildkröten. Diese Bucht hatte übrigens viel weniger Seelöwen. Die lange Schlucht mit dem klaren Süss-Salzwasser Gemisch war fantastisch. Die Wassertemperatur war recht tief, wahrscheinlich so um 16/17 Grad und es wurde mit der Zeit sogar richtig kalt. Wir haben zu uns gesagt, dass wir unsere Körper schon ewig nicht mehr so runterkühlen konnten, das war super. Man konnten an einer engen Stelle unter den Steinen durchtauchen und auf der anderen Seite waren dann weniger Touristen und viele grosse Fische!
Am Tag darauf sahen wir dann noch die hier ansässigen Riesenschlildkröten. Diese hier haben viel den kürzeren Hals und der Panzer ohne starke Wölbung, da sie hier das Futter direkt vor der Nase haben. In San Cristobal mussten die Schildkröten ihre Hälse sehr strecken, um an die Blätter der Sträucher heranzukommen. Das war auch eine Entdeckung von Charles Darwin, die wir nun gut beobachten konnten.
Porto Ayora hatte uns doch auch gut gefallen. Es war auch schön wieder mal einen Hamburger essen zu gehen oder durch die Geschäfte zu schlendern. Alles hat seinen Reiz, doch der Aufenthalt geht auch schwer ins Geld. Schon nur das Wassertaxi um an Land zu kommen kostet für uns immer acht Dollar. Das läppert sich alles schwer zusammen.
Doch das Segel war geflickt, die Einkäufe getätigt, (nur das Satelliten-Datenübertagungsproblem war noch nicht gelöst) und wollten wir aufbrechen um noch die letzte der drei Inseln, für die wir zugelassen waren, besuchen. Die Wettervorhersage der nächsten Tage hatte uns ein bisschen in die Pläne gefunkt: Der Wind ist momentan (für uns zu früh!) perfekt und würde nun von Tag zu Tag schlechter werden. Das hiesse, wenn wir zu lange warten, mehrere Tag motoren. Doch Isabela soll die schönste und naturbelassenste der Inseln sein und wir wollten die Zeit da eigentlich noch so richtig auskosten. Doch es war klar, dass wir am nächsten Morgen früh nach Isabela aufbrechen werden. 

 

Nochmals etwas mit dem Motor
Noch am Abend schaute Kim in den Motorraum ob nun alles OK ist mit dem Dieselschlauch. Wir hatten auch nicht viel Strom und so liessen wir den Motor kurz laufen. Da beobachtete Kim wie Salzwasser über den Motor tröpfelte. «Wir haben ein Problem» sagte er darauf. Die Wasserpumpe hatte auf der gegenüberliegenden Seite des Impellers geronnen. Wir hatten das schon mal in Kroatien, nachdem wir das Schiff neu gekauft hatten, machen lassen. Doch hier in Galapagos? Doch irgendwie denke ich, auch als das Leichtwindsegel zerriss, vielleicht ist es ein Glück, dass uns das hier passiert. Wir wissen es nicht und rechnen mit Allem. Vielleicht müssen wir eine Woche auf Ersatzteile warten? Wir schlafen trotzdem gut und Kim macht sich am Morgen früh auf, mir der ausgebauten Wasserpumpe, eine Werkstätte aufzusuchen.
Schon bald bekamen wir auf dem Schiff per Funk Bescheid, dass er einen guten Mechaniker gefunden hätte und das Teil bis Mittags fertig sein werde! Zum zweiten Mal innert der kurzen Zeit, waren wir so erleichtert und auch dankbar, dass es so unerwartet gut geklappt hatte, mit der Lösung des Problems!

 

Überfahrt nach Isabela
Mittwoch, 6.4.2016, 12 Uhr 

Um noch bei Tageslicht in Isabela anzukommen, mussten wir Gas geben. Mit ausgebaumter Genua und mit dem Motor kamen wir auf 6 -7 Knoten Fahrt, was aber gerade um eine halbe Stunde knapp nicht reichte, es dämmerte bereits schon sehr. Doch alles ging gut und wir sind nun gespannt, was es auf Isabela so zu entdecken gibt und wie es sonst weitergeht! Es war jedenfalls schon eine Attraktion was wir im Wasser mit unserem Unterwasserlicht beobachten konnten: Zwei Seelöwen stützten sich mit ihrem Po, kopfüber, an unserem Heck ab und die Fische schwammen ihnen fast von alleine in den Schlund! Dann kamen die (kleinen) Schwarzspitzenhaie. Sicher zehn Stück schwammen um unser Heck herum. Den Seelöwen wurde es dann auch zuviel! Ein Spektakel!

 

 

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