2. Neue Ufer in Sicht

Tag 5

Kroatien, 3. August 2015

Wieder ein ruhiger Segeltag. Start um die Mittagszeit und vor dem Wind unterwegs bis um halb sieben am Abend. Wir kommen bis Veliki Drvenik, einer kleinen Insel mit einem überschaulichen, kleinem Hafenort mit alter Kirche. Wir haben wunderbares Wetter, warm bis spät in die Nacht und das Meer ist unglaublich klar hier. Wir machen am Abend einen kleinen Rundgang durchs Dorf, schauen den Kroaten zu wie sie Boccia (oder wie es hier auch heisst) spielen und verweilen in der gemütlichen Stimmung die hier herrscht. Wir liegen an der Hafenpier mit ca. zehn anderen Yachten, die durch die leichte Dünung die in den Hafen kommt, alle wacker am hin- und her schaukeln sind.

Tag 6

Kroatien 4. August 2015

Erst nach dem Mittag brechen wir wieder auf. Wir konnten Internet erhaschen und das hielt mich in Trab. Ich konnte zum zweiten Mal die Seite aktualisieren, zum ersten Mal mit einem Text den ich unterwegs geschrieben hatte. Parallel dazu begleiteten wir die Kinder bei der ersten Deusch-Stunde. Wir freuen uns wenn sich dann das mit der «Schule» auch noch richtig eingependelt hat! Wir segeln bei perfekten 15 Knoten Wind südwärts, wieder hauptsächlich vor dem Wind mit Papillonbesegelung. Während der Fahrt, im eher offenen Meer, sag ich so daher, vielleicht sehen wir noch Delfine. Tatsächlich sahen wir einzwei Stunden später zwei Delfine die uns längere Zeit begleiteten! Wir übernachten in einer Bucht auf der Insel Scedro, mit ein paar wenigen anderen Yachten, mit einer Heckleine am Ufer an einem Felsen befestigt. (Das ist hier in Kroatien oft üblich. So haben viel mehr Yachten in einer Bucht platz, als wenn alle schwojen.)

 

Tag 7

Kroatien, 5. August 2015

Den Tag beginnen wir mit Schnorcheln. Es hat sehr viele verschiedene Fischarten hier! Ich freue mich besonders an den winzigen, leuchtend blauen Fischchen. Wir schaffen es wieder erst nach elf Uhr abzulegen. Die Vormittage sind immer sehr gemütlich. Unterdessen haben wir einige Meilen motoren müssen da der Wind auf o,5 Knoten heruntergefallen ist. So hatten wir die Gelegenheit, aus dem Schiff ins Meer springen zu können und uns einen Erfrischungs-Badehalt zu gönnen, es ist recht heiss ohne Wind. Nun reisen wir gemütlich mit der Genua (Vorsegel) mit 3,8 Knoten Geschwindigkeit. Am Abend Ankern wir in der Trstenik-Bucht die auf einer Halbinsel Steljesa, im letzten Drittel von Kroatien liegt. Langsam nehmen die vielen kleinen Inselchen mit den vielen Ankermöglichkeiten ab und die Inseln werden grösser bis sie dann auf der Höhe von Monte Negro ganz verschwinden. Wir sagen zueinander dass wir Kroatien bestimmt vermissen werden, aber hoffenlich auch noch ganz andere tolle Orte dafür entdecken werden! Wir kommen in einer mit lauter Musik belebter Bucht mit kleinem Dorf an. Es reitzt uns an Land zu gehen. Eigentlich hatten wir einen ruhigen Abend geplant mit frühem Zu Bett gehen da Neele Husten bekommen hatte. Stattdessen nehmen wir unser StandUP-Paddel, sitzen zu vier auf und paddeln in der Badehose mit den Kleidern im Seesack hinüber zum Dorf. (Das Dinghi hat noch keine Luft.) Es hat einige Strandrestaurants die es zu erkunden gibt… Was uns bereits bei der Hinfahrt aufgefallen ist, waren die verbrannten Berghänge. Wir bemerkten auch viele verbrannte Weinrebenhänge, was wir für die Menschen hier bedauerten. Es ist ja so mit schweisstreibender Arbeit verbunden, solche Hänge zu erstellen. Am Land angekommen entdecken wir den Grund für die laute Musik: Die einheimischen Menschen organisierten ein Fest zu Gunsten den Geschädigten des Waldbrandes. Nach unserer Erkundungstour verweilten wir auch noch kurz dort, assen den feinen Eintopf mit Bohnen, tranken ein Glas lokalen Wein und schauten den Kindern zu wie sie zur kroatischen Popmusik tanzten!

Tag 8

Kroatien, 6. August 2015

Um 02.00 fühlten wir uns nicht mehr wohl an unserem Ankerplatz. Es fing zu Winden an. Wir mussten zuvor wegen Platzmangel auf eine Stelle mit Seegras zum Ankern ausweichen, alle sandigen Stellen waren bereits besetzt. Wir wissen dass das der schlechteste Ankergrund ist überhaupt, da der Anker einfach über das Seegras hinwegschleifen kann. Somit entschieden wir schlaftrunken, den schönen Wind als Aufforderung zum ersten Nachtselgeln aufzufassen! Wir hatten wieder den Perfekten Kurs Querab (Halber Wind) zwischen zwei Langen Insel durch. Es war spannend, die Nacht so zu erleben und es wehte ein so warmer Wind, dass wir im T-Shirt segeln konnten- um diese Zeit! Wir schalteten den Radar ein, das AIS läuft so oder so, und spähten in die Nacht! In der Ferne entdecken wir die spezielle Anordnung der Lichter eines Schleppfischers und eine Art Kreuzfahrtschiff oder Fähre, passierten wir. Dann war so schnell wie er gekommen ist wieder Schluss mit Wind. Kim muss noch ca eine Stunden Motoren bis wir in der geplanten Ankerbucht ankommen. Just zum Sonnenaufgang um ca. sechs Uhr lassen wir den Anker wieder fallen! Als Lenja am Morgen davorn wach wird, meinte sie, sie hätte noch nie so gut geschlafen wie in dieser Segelnacht!
Nach dem nachgeholtem Schlaf und ausgiebigem Familienschnorcheln machen wir uns dann wieder auf den Weg in die geplante Ankerbucht vor Dubrovnik. Morgen werden wir von dort in der Frühe auslaufen und mal Dubrovnik anschauen. Dann haben wir vor, unsere restlichen Kunas in Lebensmittel zu tauschen, da  wir dann Übermorgen ausklarieren werden!

 

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